Matthias Jackisch

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Matthias Jackisch (* 1958 in Oschatz) ist ein deutscher Bildhauer, Zeichner und Performancekünstler. Er ist für seine skulpturalen Arbeiten, Steinflöten und Kunst im öffentlichen Raum bekannt.

Matthias Jackisch: Bettlerin (2025)

Leben und Werk

Jackisch wuchs in der Oberlausitz auf und absolvierte von 1977 bis 1981 eine Ausbildung zum Steinmetz in Dresden. Anschließend studierte er bis 1986 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Helmut Heinze und Gerd Jaeger.

Zwischen 1985 und 1990 war er Mitglied der Künstlergruppe Gruppe Meier (G.M.) mit Tobias Stengel und Christian Späte. Seit 1986 arbeitet er freischaffend, heute mit Atelier in Tharandt.

Jackisch beschäftigt sich neben klassischer Bildhauerei mit Installationen, Klangkunst, Zeichnung und Performance. Seine Arbeiten entstehen oft aus Stein, Holz, Erde oder Ton und zeichnen sich durch eine reduzierte, meditative Formensprache aus. Seine Steinflöten nutzt er in Performances im In- und Ausland.

Matthias Jackisch: Johannes Käubler (2020)

Stil und Arbeitsweise

Jackisch kombiniert Fundstücke und natürliche Materialien mit gezielten künstlerischen Eingriffen. Dabei lässt er die Ursprünglichkeit vieler Materialien weitgehend erhalten. Seine Zeichnungen – meist in Graphit, Tusche oder Beize – ergänzen seine plastischen Werke als autonome Reflexionen.

Ausstellungen (Auswahl)

  • Dulcinea, Galerie Klinger, Dresden (2022)[1]
  • kleine figuren – Skulpturen, Zeichnungen und Porzellane, Galerie amschatzhaus, Neuss (2013)[2]
Matthias Jackisch: Marktfrau (2014)

Kunst im öffentlichen Raum

  • Augenstein, Jakob-Kaiser-Haus, Deutscher Bundestag, Berlin
  • Mann mit Vogel, Forstbotanischer Garten Tharandt
  • Radeberger Glasbläser, Radeberg
  • Chiffren …, Telekom, Leipzig
  • Weinende Müllerin, Bannewitz
  • Grabmal Götz Schlötke, Dresden
  • Marktfrauenbrunnen, Dresden
  • Grabmal Paula Spermann, Coesfeld
  • Jungbrunnen, Altenheim Hartha
  • Johannes Käubler, Bautzen

Auszeichnungen

  • 2009: Kunstpreis der Freimaurerlogen Dresden[3]

Rezeption

Ein Artikel der Tageszeitung Die Welt beschreibt Jackischs Arbeitsweise als „behutsam und auf das Wesentliche reduziert“ und hebt die Spannung zwischen künstlerischer Form und Materialnatur hervor.[4]

Einzelnachweise

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