Max Lachnit

deutscher Architekt und Bildhauer From Wikipedia, the free encyclopedia

Max Lachnit (* 28. Dezember 1900 in Gittersee bei Dresden; † 1. November 1972 in Dresden) war ein deutscher Architekt und Bildhauer.

Grab Max Lachnits auf dem Loschwitzer Friedhof

Leben und Wirken

Lachnit war ein Sohn des Tischlers Wilhelm Lachnit und dessen Ehefrau Emma Martha Lachnit geb. Springer. Sein Bruder Wilhelm Lachnit wurde ein erfolgreicher Maler. Nach einer Tischlerlehre besuchte Max Lachnit die Abendschule der Kunstgewerbeschule Dresden, wo er Eugen Hoffmann, Otto Griebel, Eric Johansson (1896–1979), Otto Dix und Hans Grundig kennenlernte. Von 1926 bis 1928 studierte er bei Erich Zschiesche (* 1892) an der inzwischen in Akademie für Kunstgewerbe Dresden umbenannten Kunstgewerbeschule und war anschließend als freischaffender Künstler tätig.

In den frühen 1930er-Jahren wurde er als Mitglied in den Bund Deutscher Architekten (BDA) berufen, arbeitete aber auch als Architekt im Dresdner Atelier des Bildhauers Hermann Richter (1894–1942), eines Schülers von Karl Albiker. Im Auftrag von Wilhelm Kreis schuf Lachnit ab 1939 Reliefs und ornamentale Plastiken. Im Jahr 1945 wurde Lachnits Atelier am Georgplatz 2[1] ausgebombt, er lebte nach einem kurzen Aufenthalt in Berlin ab 1946 in Dresden unter anderem im Künstlerhaus Dresden-Loschwitz.

Für die Hygiene-Ausstellung in Dresden erstellte er mehrere Reliefs, wie auch zahlreiche Reliefs und Schlusssteine der Altmarktbebauung von ihm stammen. Neben figürlichem Schmuck war Lachnit in seinen späten Lebensjahren auch im Bereich der Grafik tätig. Er gehörte in der DDR zu den wenigen Künstlern, die die Technik der Monotypie anwandten.[2]

Lachnit war Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR.

Sein Grab befindet sich auf dem Loschwitzer Friedhof.

Museen und öffentliche Sammlungen mit Werken Lachnits (unvollständig)

Weitere Werkbeispiele

Werke im öffentlichen Raum in Dresden

Reliefschmuck am Merkel-Bau der Technischen Universität Dresden

Monotypie

  • Plastikfiguren im Raum (o. J., 33,5 × 51,5 cm)

Ausstellungen (unvollständig)

Einzelausstellungen

Beteiligung an Ausstellungen

  • 1938: Dresden, Städtische Kunsthalle („Frühjahrsausstellung der Vereinigung Schaffender Künstler Dresden e. V.“)
  • 1947: Dresden, Klubhaus des Kulturbunds zur demokratischen Erneuerung Deutschlands („Erste Ausstellung Dresdner Künstler“)[6][7]
  • 1948: Leipzig, Museum der bildenden Künste („Ausstellung Dresdner Künstler“)[8]
  • 1949: Dresden, 2. Deutsche Kunstausstellung
  • 1974: Berlin („Grafik in der DDR“)
  • 1975: Schwerin, Staatliches Museum („Farbige Grafik in der DDR“)
  • 1976: Leipzig („Ausgewählte Handzeichnungen von Künstlern der DDR“)
  • 1979: Berlin, Altes Museum („Weggefährden – Zeitgenossen. Bildende Kunst aus 3 Jahrzehnten“)
  • 1979: Berlin, Altes Museum („Jugend in der Kunst“)
  • 1980: Leipzig, Galerie am Sachsenplatz („Gouachen und Temperablätter von Künstlern der DDR“)
  • 1983: Burgk, Neue Galerie des Staatlichen Museums Schloss Burgk („Druckgraphik der DDR. Arbeiten der alten Künstlergeneration“)
  • 1984: Berlin, Altes Museum („Alltag und Epoche“)

Literatur

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI