Max Morris

deutscher Literarhistoriker From Wikipedia, the free encyclopedia

Max Morris (geboren 18. Oktober 1859 in Berlin, Königreich Preußen; gestorben 25. August 1918 ebenda) war ein deutscher Literarhistoriker.

Leben

Max Morris war ein Sohn des Sprachlehrers Joseph Morris (gest. 1870) und dessen Frau Helene (geb. Jacoby, gest. 1875). Nach dem frühen Tod der Eltern wuchs er in den Auerbachschen Waisen-Erziehungsanstalten auf. Er machte das Abitur am Friedrichs-Gymnasium und studierte ab 1878 Medizin an der Universität Berlin. 1882 wurde er promoviert. 1883 erfolgte die Approbation. Danach war er bis 1897 im Südosten Berlins als Arzt tätig. Er machte zahlreiche Schiffsreisen, zum Teil als Schiffsarzt. Im Ersten Weltkrieg war er Lazarettarzt.

Morris hatte längere Aufenthalte in Weimar und dort Zutritt zu Goethes Laboratorium. Er war 1885 Gründungsmitglied der Goethe-Gesellschaft und erhielt von ihr 1910 die Goldene Goethe-Medaille. Von 1905 bis 1909 war er mit Hans Gerhard Gräf, Carl Schüddekopf, Julius Wahle und Max Hecker Herausgeber der Briefabteilung der Weimarer Ausgabe von Goethes Werken. Die Universität Leipzig verlieh ihm 1915 einen Ehrendoktor für die Herausgabe der Werke des jungen Goethe.

Schriften (Auswahl)

  • Heinrich von Kleists Reise nach Würzburg. Berlin 1899
  • Goethes Schweizer Reise 1775. Zeichnungen und Niederschriften. Weimar 1907.
  • Der junge Goethe. Neue Ausgabe in sechs Bänden. Leipzig 1909–1912.
  • Goethes und Herders Anteil an dem Jahrgang 1772 der Frankfurter Gelehrten Anzeigen. Stuttgart 1915.

Literatur

Related Articles

Wikiwand AI