Max Schmidheiny

Schweizer Unternehmer, Politiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Max Schmidheiny (* 3. April 1908 in Heerbrugg, Gemeinde Balgach; heimatberechtigt ebenda[1]; † 19. August 1991 in Altstätten) war ein Schweizer Unternehmer, Politiker und Gründer der Max Schmidheiny-Stiftung. Er erwarb ein ETH-Diplom in Maschinenbau. Schmidheiny war verheiratet mit Adda Schmidheiny-Scherrer († 1997). Er war einer der einflussreichsten Industriekapitäne in der Schweiz des 20. Jahrhunderts.

Max Schmidheiny (1978)

Familie

Max Schmidheiny wurde auf Schloss Heerbrugg als Sohn von Ernst Schmidheiny geboren und besuchte die Kantonsschule Trogen. Er selbst ist der Vater von Thomas Schmidheiny (* 1945), Stephan Schmidheiny (* 1947), Alexander Schmidheiny (1951–1992) und einer Tochter namens Adda-Marietta Schmidheiny-Amit (* 1944)[2]. Marietta Schmidheiny-Amit ist ausgebildete Sängerin, lebte längere Zeit in Israel, spricht fliessend Hebräisch, und erwarb später auch die amerikanische Staatsbürgerschaft. Max Schmidheinys Bruder ist Ernst Schmidheiny II.

Wirtschaft

  • 1935: Leitung der Eternit AG Niederurnen
  • 1934–1974: VR-Präsident der Hiag
  • 1954–1983: VR-Präsident von Wild Heerbrugg AG[3]
  • 1959: Initiant der Swisspetrol AG für die Erdölforschung in der Schweiz
  • 1974–1984: VR-Präsident der Holderbank Financière Glarus AG
  • 1978: Gründer der Kraftwerke Sarganserland
  • ab 1952: Verwaltungsrat bei der Brown, Boveri & Cie., 1966–1970 Verwaltungsratspräsident
  • 1978: Errichtung der Max Schmidheiny-Stiftung
  • 1984: Aufteilung der Unternehmensbereiche auf seine Söhne Thomas und Stephan

Politik

Auszeichnungen

In Heerbrugg wurde die Max-Schmidheiny-Strasse nach ihm benannt.

Literatur

  • Marcel Baumgartner (Katalog): Ferdinand Hodler. Sammlung Max Schmidheiny. Ausstellung, Kunstmuseum des Kantons Thurgau, Kartause Ittingen, 19. Juni bis 27. August 1989. Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft, Zürich 1989. (Katalog Schweizer Museen und Sammlungen; 11).
  • Walter de Gruyter: Deutsche Biographische Enzyklopädie. Band 9. K.G. Saur Verlag GmbH & Company, 2008, ISBN 978-3-11-096502-5, S. 924.
  • François Höpflinger: Das unheimliche Imperium: Wirtschaftsverflechtung in der Schweiz. Eco-Verlag, Zürich 1980, ISBN 978-3-85637-026-8, S. 270.
  • Peter Müller: Max Schmidheiny. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  • Hans O Staub: Von Schmidheiny zu Schmidheiny. Verein für wirtschaftshistorische Studien, Meilen 1994, ISBN 978-3-909059-07-2. (Schweizer Pioniere der Wirtschaft und Technik; Band 61), S. 208.

Einzelnachweise

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