Max Stirn

deutscher Architekt und Regierungsbaumeister From Wikipedia, the free encyclopedia

Max Stirn (* 10. Mai 1880 in Köln; † 7. Mai 1916 in Nürnberg[1.1]) war ein deutscher Architekt, der in seiner Heimatstadt Köln tätig war.

Leben

Max Stirn studierte Architektur, legte nach einem Referendariat 1909 das zweite Staatsexamen ab und wurde zum Regierungsbaumeister (Assessor im öffentlichen Bauwesen) ernannt.[2] Den Titel Regierungsbaumeister a. D. führte er auch, nachdem er sich gegen eine Beamtenlaufbahn entschieden hatte und selbständig in Köln tätig war. Außerdem promovierte er zum Doktor-Ingenieur (Dr.-Ing.).

Stirn war Mitglied im Deutschen Werkbund sowie im Architekten- und Ingenieur-Verein für Niederrhein und Westfalen und in der Vereinigung für Kunst in Handel und Gewerbe Cöln.[1.1]

Im Ersten Weltkrieg wurde Stirn für den Bau kriegswichtiger Industrieanlagen verpflichtet und starb 1916 an den Folgen einer während dieser Tätigkeit zugezogenen schweren Verletzung.[1.1]

Werk

Stirns Werk umfasst unter anderem Villen, Wohn- und Geschäftshäuser, Arbeitersiedlungen, Industrieanlagen und -bauten sowie Hotels in Deutschland und der Schweiz.[1.2] Zu seinen bedeutendsten und umfangreichen Projekten gehörte die „Landhaus-Kolonie Sürth“ im gleichnamigen Kölner Stadtteil, die nach den Plänen Stirns von Sommer 1910 bis 1912 für die Cölner Gelände-Gesellschaft m.b.H. in offener Bauweise in den Straßen Ulmenallee, Rotdornallee und Ober Buschweg entstand. Sie ist eine von sehr wenigen nach einer einheitlichen Planung ausgeführten geschlossenen Villenbebauungen im Kölner Raum.[1.2]

„In der kurzen Zeit selbständiger Wirksamkeit hat er außer der erfolgreichen Beteiligung an zahlreichen Wettbewerben in seiner Vaterstadt und in Nürnberg mehrere Wohn- und Geschäftshäuser errichtet oder umgebaut, vor den Toren Kölns, in Sürth, eine anheimelnde Landhauskolonie, in Troisdorf und weiter in Sachsen und an der Nordseeküste umfangreiche Industriebauten, Arbeiterwohnungen mit den sie umgebenden Anlagen, in der Schweiz, besonders im schönen Gunten am Thuner See, große und behaglich eingerichtete Gasthöfe geschaffen.“

Hans Vogts (1916)[3]

Bauten in Köln

Weitere Informationen Bauzeit, Ortsteil ...
BauzeitOrtsteilAdresseBildObjektMaßnahmeAnmerkungen
1910/1911SürthUlmenallee 9
Lage
Wohnhaus in der „Landhaus-Kolonie Sürth“[1.3]Neubau[1.3]Denkmalschutz
1910/1911SürthUlmenallee 6/8
Lage

weitere Bilder
Doppelvilla in der „Landhaus-Kolonie Sürth“[1.4]Neubau[1.4]Denkmalschutz
1910/1911SürthUlmenallee 16/18
Lage

weitere Bilder
Doppelvilla in der „Landhaus-Kolonie Sürth“[1.5]Neubau[1.5]Denkmalschutz
1910/1911SürthUlmenallee 20/22
Lage

weitere Bilder
Doppelvilla in der „Landhaus-Kolonie Sürth“[1.4]Neubau[1.4]Denkmalschutz
1910/1911SürthOber Buschweg 22
Lage
Wohnhaus in der „Landhaus-Kolonie Sürth“[1.6]Neubau[1.6]Denkmalschutz
 um 1911SürthUlmenallee 1
Lage

weitere Bilder
Wohnhaus in der „Landhaus-Kolonie Sürth“[1.1]Neubau[1.1]Denkmalschutz
1910–1912SürthUlmenallee 10–14
Lage

weitere Bilder
Häusergruppe/Dreivillenzeile in der „Landhaus-Kolonie Sürth“[1.7]Neubau[1.7]Denkmalschutz
1914Deutzauf dem Ausstellungsgelände (Messegelände)Niederrheinische Weinschenke
(im Ensemble „Niederrheinisches Dorf“)
auf der Kölner Werkbundausstellung
[4]nach Ausstellungsende abgebrochen
1914RiehlRiehler Straße 173Zoologischer Garten Köln: Freigehege mit AffenfelsenNeubauteilweise kriegszerstört
Schließen

Bauten außerhalb von Köln

Weitere Informationen Bauzeit, Stadt Stadtteil ...
BauzeitStadt
Stadtteil
AdresseBildObjektMaßnahmeAnmerkungen
1911/1912Hamburg
Stellingen
Högenstraße 114
Lage

weitere Bilder
WasserturmNeubauWahrzeichen des Stadtteils
Schließen

Wettbewerbsentwürfe

  • 1912/1913: (Wuppertal-) Barmen, Missionshaus auf der Hardt (Ankauf)[5]
  • 1913: Varel, Wasserturm (Ankauf)[6]
  • 1913: Köln, Stadtteil Ehrenfeld, evangelische Kirche mit Pfarrhaus und Volksschule (1. Preis und Beauftragung)[7][8]
  • 1913: Immigrath, katholische Volksschule (3. Preis)[9]

Literatur

Commons: Max Stirn – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise und Anmerkungen

Related Articles

Wikiwand AI