Max Stury

deutscher Maler und Opernsänger From Wikipedia, the free encyclopedia

Max Stury (23. September 1869 in München1946) war ein deutscher Maler und Opernsänger (Bassbariton).

Leben

Max Stury war der Sohn eines Oberpostkondukteurs. Zunächst wollte er Malerei und Bildhauerei studieren und immatrikulierte sich im April 1885 an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste.[1] Seine schöne Stimme fiel jedoch auf, und so entschied er sich, auch durch Anregung von August Kindermann, für die Laufbahn des Sängers. Er studierte drei Jahre an der Münchner Akademie der Tonkunst und anschließend bei Cesare Galliera.[2]

Sein erstes Engagement trat er 1892 am Darmstädter Hoftheater an. Dort sang er Partien wie den Jäger in Das Nachtlager in Granada, den Eremiten (Freischütz), Alfio (Cavalleria rusticana), Silvio (Pagliacci), Masetto (Don Giovanni), Herzog Longueville (La Basoch von André Messager), Escamillo (Carmen), aber auch Wotan (Ring des Nibelungen) und Wanderer (Siegfried). Zu seinem Repertoire zählten zudem Kurwenal in Tristan und Isolde, Daland im Fliegenden Holländer, und Wilhelm Stark in Lortzings Die beiden Schützen.[2][3]

Nach einer Gastspieltournee mit der amerikanischen Damrosch Opera Company durch Nordamerika (1898–1899) wechselte er 1899 ans Hoftheater Altenburg und ging von 1901 bis 1905 an das Stadttheater Bremen, wo er an der Uraufführung der Oper Gugeline von Ludwig Thuille in der Rolle des Narren „Buckel“ mitwirkte. Weitere Stationen seiner Laufbahn waren das Stadttheater Mainz (1905–1907) und das Stadttheater Dortmund (1907–1910), von 1912 bis 1920 wirkte er am Hoftheater Coburg. Gastspiele führten ihn auch an das Hoftheater Karlsruhe, das Stadttheater Hamburg,[2] die Berliner Hofoper[4] und das Münchner Theater am Gärtnerplatz.[5]

Seine Brüder Franz Xaver Stury (1862–1929) und Richard Stury waren Theaterschauspieler.[2]

Rezensionen

Während der Zeit in Darmstadt lobten Publikum und Kritiker „die blühende Schönheit, den üppig quellenden Wohlklang seiner herrlichen Baritonstimme, die trotz des größten Kraftaufwands auch am Schlusse der Partie in ungetrübtem Glanz erstrahlt“.[3]

Literatur

Einzelnachweise

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