Max Vollert

deutscher Jurist, Kurator und Autor From Wikipedia, the free encyclopedia

Maximilian „Max“ Vollert (* 5. März 1851 in Eisenach;[1]13. November 1935 in Jena)[2] war ein deutscher Jurist, Autor und Kurator der Universität Jena.

Grab von Max Vollert auf dem Nordfriedhof in Jena

Leben

Vollert war ab 1879 Richter am Landgericht Eisenach; 1884 wurde er nach Weimar versetzt und kurz darauf zum Staatsanwalt ernannt.[3] 1890 wurde er Vortragender Rat in der Kultusabteilung des Staatsministeriums.[4] Von 1909 bis 1922 wirkte er als Kurator der Universität Jena.[5] Daneben war er von 1896 bis 1912 Regierungskommissar bei der Carl-Zeiss-Stiftung. Er wurde 1927 zum Ehrenbürger der Universität Jena erhoben.[6][7]

Vollert war ein Sohn des Weimarer Ministerialbeamten Hermann Vollert und seiner Ehefrau Agnes geb. Heerwart.[1] Er verehelichte sich am 4. Oktober 1879 mit Marie „Mia“ geb. Böhlau (* 2. Juni 1859 in Weimar;[8] † Mai 1938 in Jena[9]), einer Schwester der Schriftstellerin Helene Böhlau, Tochter des Verlegers Hermann Böhlau und Enkelin des Ministerialbeamten Ottokar Thon;[1] über dessen Vater Christian August Thon und den familiären Zusammenhang hat er publiziert.

Der Ehe entstammten vier Kinder:

  • Hermann Friedrich Ottokar (* 12. Juni 1881 in Eisenach; † 13. Januar 1915) wurde Kunstverleger in London, starb im 1. Weltkrieg.[10][11]
  • Martin (* 6. November 1882 in Eisenach; † 1980), im 1. Weltkrieg schwer verletzt, war 1924 bis 1958 Generaldirektor der Gothaer Feuerversicherungsbank a. G.[10]
  • Konrad (* 8. Juli 1884 in Eisenach;[12] † 30. Oktober 1944 in Köln), promovierte[13] und wurde zunächst Verlagsbuchhändler in Berlin. Ab 1928 (spätestens) war er Prokurist bei der Gothaer Transportversicherungsbank AG in Köln; 1930 wurde er stellvertretendes und 1935 ordentliches Vorstandsmitglied. Bei der Umstrukturierung der Gesellschaft in die Gothaer Transport- und Rückversicherung AG 1940 wurde er zugleich Vorstandsmitglied der Gothaer Feuerversicherungsbank a. G.[14].[10]
  • Ruth Agnes Therese (* 1. November 1896 in Weimar[15]), verehelichte sich mit Hans Knorr († 1930), Professor für Orthopädie in Heidelberg.[16]

Schriften (Auswahl)

  • Die Geschichte der Kuratel der Universität Jena. In: Zeitschrift des Vereins für Thüringische Geschichte und Altertumskunde Neue Folge. 23. Band, 1918, S. 1–54, und 24. Band, 1920, S. 1–53 und 175–226.
  • Thon, Christian August, Eisenachscher Kanzler 1755–1829, und dessen Familie. In: Lebensläufe aus Franken. Hrsg. Anton Chroust. 2. Band, Würzburg 1922, S. 449–464.
  • Die Geschichte der Verfassung der Universität Jena. In: Zeitschrift des Vereins für Thüringische Geschichte und Altertumskunde Neue Folge. 29. Band, 1931, S. 18–53.

Nachweise

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