Société des Chemins de Fer Vicinaux du Mayumbe
französische Eisenbahngesellschaft in der Kolonie Belgisch-Kongo
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Die Société des Chemins de fer vicinaux du Mayumbe war eine französische Eisenbahngesellschaft im Kongo-Freistaat bzw. der Kolonie Belgisch-Kongo. Sie betrieb ein 140 km langes Schmalspurbahn-Netzwerk mit einer Spurweite von anfangs 610 mm (2 Fuß) und später 600 mm entlang der Mayumbe-Bahn von Boma nach Tshela im Kongo.



| Boma–Tshela | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Dampflokomotive am Gebäude des Roten Kreuzes | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Streckenverlauf, 1913 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckenlänge: | 140 km | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Spurweite: | Erst 610 mm, später 600 mm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Geschichte

Die Société des Chemins de fer vicinaux du Mayumbe (CVM) wurde am 30. Juli 1898 gegründet,[1] um ein Schmalspurbahn-Netzwerk mit einer Spurweite von 610 mm (2 Fuß) in der Provinz Zentralkongo in der heutigen Demokratischen Republik Kongo zu bauen und zu betreiben. Es war ursprünglich geplant, dieses bis in die Republik Kongo zu verlängern.
Am 1. Januar 1936 wurde die CVM in das Office des Transports Coloniaux (OTRACO) integriert.[2] 1974 übernahm das Office National des Transports (ONATRA) die Gesellschaft. Die Strecke wurde 1984 unter Mobutu Sese Seko zusammen mit der lokalen Industrie abgebaut.[3]
Streckenverlauf
Die Strecke verlief von Boma über Lukula nach Tshela (140 km[4]) mit folgenden Streckenabschnitten:
- Boma (Plateau) – Bangu (8 km), eröffnet am 7. Mai 1899
- Bangu – Kisundi (35 km), eröffnet am 1. Januar 1900
- Kisundi – Lukula (35 km), eröffnet am 31. Dezember 31, 1901
- Lukula – Tshela (60 km), eröffnet am 31. Dezember 1912, extension opened by the State
Im Jahr 1932 wurde der Abschnitt von Boma nach Lukula auf 600 mm Spurweite umgespurt, der Abschnitt von Lukula nach Tshela im Jahr 1938.
Lokomotiven
- Nr. 1–8, Typ 020T, geliefert 1898–1899 von Saint Léonard in Lüttich[5]
- Nr. 1A-4A, Typ Garratt 020-020, geliefert 1911 von Saint Léonard in Lüttich
- Nr. 1B-2B, Typ Garratt 020-020, geliefert 1919 von Saint Léonard in Lüttich
- Nr. 3B-6B, Typ Garratt 020-020, geliefert 1921 von Saint Léonard in Lüttich
- Nr. 7B-11B, Typ Garratt 020-020, geliefert 1924 von Saint Léonard in Lüttich
- Nr. 1C-4C, Typ Garratt 020-020, geliefert 1926 von Saint Léonard in Lüttich
- Nr. 1E, Typ Garratt 020-020, geliefert 1927 von Saint Léonard in Lüttich[6]
Ende 1946 hatte die Bahngesellschaft 19 Garratt Lokomotiven mit jeweils 27,5 Tonnen Dienstgewicht und 226 Eisenbahnwagen.[7]
- Tenderlokomotive, Typ 020T (B n2t)
- Doppellokomotive
Verkehrsaufkommen
Das Verkehrsaufkommen Anfang der 1950er Jahre war wie folgt:[8]
| Jahr | Güterverkehr |
|---|---|
| 1952 | 146.277 t |
| 1953 | 176.438 t |
| 1954 | 157.933 t |
| 1955 | 163.103 t |
| 1956 | 155.258 t |
Weblinks
- Ferdinand Lebbe: Au fil du rail, XXV. – L’histoire des chemins de fer au Congo, 1950 (französisch)
- Chemin de fer de Boma à Tshela (französisch, mit vielen Fotos)
