Maïlys Vallade
französische Storyboard-Künstlerin, Animatorin und Regisseurin
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Maïlys Vallade ist eine französische[1] Storyboard-Künstlerin, Animatorin und Regisseurin.
Nach eigener Aussage wurde Vallade durch ihren Vater beeinflusst und unterstützt, sich mit Kinofilmen und Effekten zu beschäftigen und sich künstlerisch zu betätigen.[2] Sie studierte Grafik an der Pariser École professionnelle supérieure d’arts graphiques (EPSAA). Daran schloss sie ein Studium für die Konzeption und Inszenierung von Animationsfilmen an der Gobelins, einer Schule für Animation in Paris, an. In dieser Zeit realisierte sie drei eigene Filme, die auch ausgezeichnet wurden. Ab 2010 begann sie ihre Arbeit im Filmgeschäft, wobei sie bei unabhängigen Produktionen in verschiedenen Funktionen und Bereichen tätig ist, so in der Animation, der Entwicklung von Storyboard bis hin zur Konzeption von grafischen Darstellungen.
Amélie et la Métaphysique des tubes, 2025 veröffentlicht und basierend auf dem autobiografisch gefärbten Roman Metaphysik der Röhren der belgischen Autorin Amélie Nothomb, war ihr erster Langfilm als Regisseurin, wobei sie hier eng mit dem Co-Regisseur Liane-Cho Han zusammenarbeitete. Für diesen wurden sie international mehrfach nominiert und ausgezeichnet. Bei den Golden Globe Awards 2026 wurde Vallade gemeinsam mit Liane-Cho Han, Henri Magalon und Nidia Santiago für den Besten Animationsfilm nominiert, ebenso bei der Oscarverleihung 2026 in der Kategorie Bester animierter Spielfilm. Hinzu kamen zwei Nominierungen für den Annie Award, eine für den Europäischen Filmpreis als Bester Film und je eine bei der Verleihung des César 2026 und des Prix Lumières 2026.
Vallades Abschlussfilm The Lighthouse Keeper wurde 2010 beim Festival d’Animation Annecy ausgezeichnet.
Liane-Cho Han und Vallade lernten sich bei den Arbeiten zu Der kleine Prinz (2015) kennen. Danach waren sie an Long Way North beteiligt und vertieften ihre Kooperation bei Calamity – Martha Jane Cannarys Kindheit, der 2020 erschien. Damit verbindet die beiden auch eine lange Zusammenarbeit mit Rémi Chayé, der wiederum ebenfalls an Amélie et la Métaphysique des tubes beteiligt war.[3]
Vallade ist Teil eines Künstlerkollektivs, das in einem Dorf nahe Rennes residiert.