Medisana

Medizintechnikunternehmen der chinesischen Ogawa Smart Healthcare Technology Group Co.Ltd From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Medisana GmbH ist ein ehemals börsennotiertes Unternehmen mit Hauptsitz in Neuss. Das Kerngeschäft der Gesellschaft liegt in der Entwicklung, Produktion und Vermarktung technischer Gesundheitsprodukte (Home Health Care) für Endverbraucher. Die medisana GmbH ist hauptsächlich auf dem europäischen Markt und insgesamt in 40 Ländern mit verschiedenen Marken vertreten ist. Seit 2015 ist sie mehrheitlich im Besitz der chinesischen Ogawa Smart Healthcare Technology Group Co. Ltd., einer der weltweit führenden Hersteller für Massageprodukte.[3]

Schnelle Fakten
Medisana GmbH
Logo
Rechtsform GmbH
Gründung 1981
Sitz Neuss, Deutschland
Leitung Amy Chen (CEO)[1]
Mitarbeiterzahl 157[2]
Branche Medizintechnik
Website www.medisana.de
Stand: 31. Dezember 2015
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Unternehmensstruktur

Die medisana GmbH besteht aus der Obergesellschaft des Konzerns, der medisana GmbH, Neuss, als Hauptsitz für die Region EMEA sowie aus sechs Tochtergesellschaften.[4] Zur medisana gehören Vertriebsgesellschaften in China, USA, Spanien, Griechenland, Niederlande, Großbritannien und Russland. Die Medisana Space Technologies GmbH mit Sitz in Düsseldorf arbeitet an der Entwicklung von Soft- und Hardware für mobile Produkte.[5]

Unternehmensbereiche

Das Unternehmen hat seine Aktivitäten in mehrere Bereiche gegliedert[6]:

  1. Gesundheitskontrolle
  2. Wellness und Massage
  3. Therapie und Gesundes Zuhause
  4. Körperpflege
  5. Sport und Regeneration
  6. Mobile Health
VitaDock System

Im Bereich Gesundheitskontrolle entwickelt medisana medizinische Messgeräte für Blutdruck, Blutzucker, Körpertemperatur und Gewicht. Im Jahr 2020 wurde zudem die Kategorie Atemschutzmasken eingeführt, unter welcher medisana seine zertifizierte FFP2-Atemschutzmaske RM 100 vertreibt.[7] Der Bereich Therapie und Gesundes Zuhause umfasst Inhalationsgeräte, Produkte zur Schmerz-, Schlaf- und Lichttherapie sowie Produkte zur Verbesserung der Raumluft, wie Luftbefeuchter, Luftreiniger und Diffusoren.[8] In der Kategorie Wellness und Massage vertreibt das Unternehmen Wärmeprodukte, von Wärmeunterbetten bis hin zu Heizkissen sowie elektrische Massageprodukte, wie Massagesitzauflagen, Massagekissen und Handmassagegeräte.[9]

Auf der Medizinmesse MEDICA stellte das Unternehmen als Innovator im November 2011 die beiden neuen Produktserien VitaDock und iHealth vor, beides Gesundheitsprodukte zur mobilen Anwendung, bei denen Smartphones oder Tablet PCs angekoppelt werden können, die in Apps Messergebnisse darstellen.[10]

Unternehmensgeschichte

1981Gründung des Unternehmens als Medisana Medizinalbedarfs-GmbH
1982Aufnahme operativer Tätigkeit
1994Weltweiter Schutz der Marke medisana
1997Beginn des Teleshoppings in Deutschland und England über den Teleshopping-Kanal QVC
1998Einführung der Marke Lightwave für einfache Anforderungen
1999Gründung einer Tochtergesellschaft in den USA; Abschluss von Kooperationsverträgen mit Krups und Zepter
2000Gründung einer Tochtergesellschaft für Forschung und Entwicklung; Produktionssteuerung und Vertrieb in Hong Kong; Aktien der Medisana AG werden in den Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse einbezogen[11]
2011Einführung der Produktserien VitaDock und iHealth
2015Übernahme der Aktienmehrheit durch die Xiamen Comfort Science & Technology Group Co. Ltd. (Easepal)[12]
2016Die Börsennotierung an der Frankfurter Wertpapierbörse endet[13]
2016 medisana wird erstmals deutscher Marktführer im Bereich Massage (GfK Panel 2016)
2017 Einführung der Vertriebs- und Markenkooperation mit HoMedics[14]
2018 Umfirmierung in neue Rechtsform zu medisana GmbH[15]
2019 Gesundheitsplattform VitaDock (VitaDock+App) verzeichnet 1 Million registrierte User[16]
2019 Einstieg in den Robotics Markt mit der Vorstellung des Home Care Robot[17]
2020 medisana vertreibt erstmalig FFP2-Atemschutzmasken[18]

Kritik

Am 9. Juni 2016 berichtete der Bayerische Rundfunk, dass ein von Medisana produziertes Blutzuckermessgerät, das im Frühjahr 2016 von Aldi Süd vertrieben wurde, zu hohe Blutzuckerwerte anzeige.[19][20] Dies könne beispielsweise dazu führen, dass insulinpflichtige Diabetiker überraschend in den Unterzucker kämen. Gegen eine dies thematisierende wissenschaftliche Publikation des Instituts für Diabetes-Technologie (IDT) an der Universität Ulm hatte Medisana eine einstweilige Verfügung erwirkt. Laut Medisana seien insulinpflichtige Diabetiker nicht Zielgruppe für das Gerät. Außerdem habe die IDT-Studie formale Fehler. Von Medisana veranlasste Studien würden eine normentsprechende Systemgenauigkeit belegen.[21]

Einzelnachweise

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