Megalokornea

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Eine Megalokornea (von altgriechisch μέγας megas, megalo, deutsch groß und lateinisch cornea Horn) bezeichnet einen seltenen, abnorm vergrößerten Durchmesser der ansonsten normal aufgebauten Hornhaut. Synonyme sind: Makrokornea, Megakornea, Megacornea, lateinisch Cornea globosa, englisch Megalocornea.

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Klassifikation nach ICD-10
Q15.8 Sonstige näher bezeichnete angeborene Fehlbildungen des Auges
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
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Klassifikation nach ICD-11
LA11.1 Strukturelle Entwicklungsanomalien der Hornhaut
ICD-11: EnglischDeutsch (Vorabversion)
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Einteilung

Je nach Augeninnendruck kann unterschieden werden:[1]

  • Einfache isolierte Form, (simple isolated megalocornea), harmlos mit normalem Augendruck[2]
  • Form mit erhöhtem Augendruck (Hydrophthalmus) und Erblindungsgefahr
  • Form mit weiteren Fehlbildungen wie Anteriorer Megophthalmus, Dysgenesie der Iris, der Augenlinse oder des Ziliarkörpers[3]

Ursache

Die Ursache dieser Entwicklungsstörung ist nicht bekannt. Sie tritt unter anderem als Zeichen eines Keratoglobus, meist mit Kurzsichtigkeit und hohem Astigmatismus, auf.[4][3]

Bei angeborenen Formen erfolgt die Vererbung meistens X-chromosomal-rezessiv, viel seltener autosomal[5]

Im Rahmen von Syndromen

Die Megalokornea tritt häufig im Rahmen eines Marfan-Syndromes auf.[7]

  • Anophthalmie – Megalokornea – Kardiopathie – Skelettanomalien (Cassia-Stocco-dos Santos-Syndrom)[8]
  • Megalokornea – Sphärophakie – sekundäres Glaukom[9]
  • Megalokornea – Intelligenzminderung-Syndrom (Megalokornea – geistige Retardierung; MMR-Syndrom; Neuhäuser-Syndrom)[10][11]

Weiter ist es Symptom beim Diallinas-Amalric-Syndrom, dem N-Syndrom und der Adrenomyodystrophie.[11]

Literatur

  • S. C. Goebels, B. Seitz, B. Käsmann-Kellner: Was hast du für große Augen? In: Der Ophthalmologe : Zeitschrift der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft. Bd. 110, Nr. 12, Dezember 2013, S. 1188–1191, doi:10.1007/s00347-013-2791-4, PMID 23595650.
  • O. Roche, P. Dureau, Y. Uteza, J. L. Dufier: La mégalocornée congénitale. In: Journal français d'ophtalmologie. Bd. 25, Nr. 3, März 2002, S. 312–318, PMID 11941259 (Review).

Einzelnachweise

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