Meggenhofen

Gemeinde im Bezirk Grieskirchen, Oberösterreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Meggenhofen ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Grieskirchen im Hausruckviertel mit 1538 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Grieskirchen.

Schnelle Fakten Wappen, Österreichkarte ...
Meggenhofen
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Meggenhofen
Meggenhofen (Österreich)
Meggenhofen (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Oberösterreich Oberösterreich
Politischer Bezirk: Grieskirchen
Kfz-Kennzeichen: GR
Fläche: 18,21 km²
Koordinaten: 48° 11′ N, 13° 48′ O
Höhe: 390 m ü. A.
Einwohner: 1.538 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 84 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4714
Vorwahl: 07247
Gemeindekennziffer: 4 08 14
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Am Dorfplatz 1
4714 Meggenhofen
Website: www.meggenhofen.at
Politik
Bürgermeister: Heinz Oberndorfer[1] (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2021)
(19 Mitglieder)
12
5
2
12 5 2 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Meggenhofen im Bezirk Grieskirchen
Lage der Gemeinde Meggenhofen im Bezirk Grieskirchen (anklickbare Karte)HeiligenbergPramRottenbachSt. AgathaSt. ThomasWeibern
Lage der Gemeinde Meggenhofen im Bezirk Grieskirchen (anklickbare Karte)
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Meggenhofen von Süden
Meggenhofen von Süden
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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Geografie

Meggenhofen liegt auf 390 m Höhe im Hausruckviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 6,3 km, von West nach Ost 5,2 km. Die Gesamtfläche beträgt 18,2 km². 13,7 % der Fläche sind bewaldet, 75,8 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 37 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025[2]):

  • Breinroith (8)
  • Breitwies (23)
  • Bruckhof (19)
  • Egg (50)
  • Erlet (25)
  • Etnischberg (13)
  • Felling (14)
  • Freinberg (11)
  • Gferet (23)
  • Hart (22)
  • Hirm (26)
  • Holzackern (65)
  • Holzhäuseln bei Hart (12)
  • Holzhäuseln bei Wilhelmsberg (12)
  • Inn (18)
  • Kirchberg (8)
  • Kröstlinghof (1)
  • Langdorf (29)
  • Meggenhofen (335)
  • Moos (7)
  • Niederbuch (21)
  • Niederetnisch (18)
  • Oberetnisch (13)
  • Obergallspach (91)
  • Oberndorf (65)
  • Pfarrhofsberg (138)
  • Radhof (10)
  • Rahof (19)
  • Roitham (138)
  • Schlatt (65)
  • Straß (17)
  • Trappenhof (4)
  • Vornbuch (23)
  • Wald (6)
  • Wilhelmsberg (113)
  • Wimm (5)
  • Zwisl (71)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Meggenhofen, Pfarrhofsberg und Wilhelmsberg.

Nachbargemeinden

St. Georgen bei Grieskirchen Gallspach
Aistersheim Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Kematen am Innbach
Gaspoltshofen Bachmanning (Bez. Wels-Land) Offenhausen (Bez. Wels-Land)

Geschichte

Ortsgeschichte

Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes erfolgte um das Jahr 1120.[3]

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Der Steinbacher Dienstmann Sigibert (Sigibrant) de Mekchenhoven besaß hier um 1170 einen Edelsitz, den Burgstall Meggenhofen. 1302 war die erste Nennung als Pfarrort. Im 14. Jahrhundert erfolgte eine mehrmalige Nennung eines Schlosses, das 1380 Wernhart Tutschenberger, 1386 Heinrich Fleischhacker und 1388 Stefan Geymann innehatte. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet.

Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt. Von 1810 bis 1816 verlief die Staatsgrenze quer durch den Ort, ein Teil des Gemeindegebietes gehörte zum Königreich Bayern.

Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Bevölkerungsentwicklung

Meggenhofen: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
 
1.414
1880
 
1.403
1890
 
1.364
1900
 
1.314
1910
 
1.361
1923
 
1.302
1934
 
1.262
1939
 
1.134
1951
 
1.147
1961
 
1.063
1971
 
1.162
1981
 
1.200
1991
 
1.227
2001
 
1.233
2011
 
1.369
2021
 
1.571
2025
 
1.538
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 1.227 Einwohner, 2001 dann 1.233 Einwohner. Von 2001 bis 2011 waren Geburtenbilanz und Wanderungsbilanz positiv, sodass die Bevölkerungszahl auf 1.369 Personen im Jahr 2011 stieg.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Theater Meggenhofen[5]: seit 1969 jährlich im Sommer (Juni – Juli, ca. 6 Wochen) stattfindende Hoffestspiele in der Ortschaft Schlatt[6]
  • Landl Rallye: seit 1990 jährlich stattfindendes mehrtägiges Oldtimertreffen[7]; seit 2024 findet die Landl Rallye nur mehr jedes zweite Jahr statt[8]

Sport

In Meggenhofen gibt es einen Fußballplatz, 2 Tennisplätze, eine Stocksporthalle sowie einen Modellflugplatz.

Wirtschaft und Infrastruktur

In Meggenhofen befindet sich ein rund 100.000 Quadratmeter großes Betriebsbaugebiet mit guter Verkehrsanbindung.[9]

Die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe nahm von 1999 bis 2010 von 86 auf 68 ab. Davon waren 2010 noch 34 Vollerwerbsbauern.[10] Im Jahr 2011 bot der Produktionssektor 69 Menschen Arbeit, überwiegend im Baugewerbe. Im Dienstleistungssektor waren die Bereiche Handel (39), soziale und öffentliche Dienste (33) und Beherbergung und Gastronomie (17 Beschäftigte) die größten Arbeitgeber.[11]

Klimabündnisgemeinde

Meggenhofen ist seit 2002 eine Klimabündnis-Gemeinde. Ein Biomasse-Heizwerk liefert umweltfreundliche Energie.[12]

Verkehr

  • Straße: Die Innkreis Autobahn A8 durchquert die Gemeinde von Osten nach Westen und kreuzt die Gallspacher Straße B135.
  • Eisenbahn: Der nächste Bahnhof befindet sich im 8 Kilometer entfernten Grieskirchen. Anschluss an Fernzüge findet man in Wels.[13][9]

Politik

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Motiv: Gemeindeamt/Rathaus der Gemeinde

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BW

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder.

Bürgermeister

  • 1961–1988 Georg Hiegelsberger (ÖVP)
  • 1989–2002 Karl Harrer (ÖVP)
  • 2002–2011 Maximilian Hiegelsberger (ÖVP)
  • 2011–2018[16] Wilfried Suchy (SPÖ)
  • seit 2019 Heinz Oberndorfer (ÖVP)

Wappen

Blasonierung: Über grünem Schildfuß, darin ein silberner, sechsstrahliger Stern, in Silber eine schwarze Elster mit goldenem Schnabel und goldenen Füßen. Die Gemeindefarben sind Weiß-Grün.

Das 1976 verliehene Gemeindewappen basiert auf dem Siegelbild des Pschenko Ketringer aus dem Jahr 1416. Die Ketringer waren ein bedeutendes Geschlecht in Ober- und Niederösterreich, das auch den Edelsitz Meggenhofen innehatte.[17]

Persönlichkeiten

  • Friedrich Weingartner SJ (1918–2012), Chinamissionar und 2000 Gründungsdirektor des „Aboriginal Languages Research Centers“ an der National University in Taipeh
  • Josef Novotny (* 1963), Komponist und Musiker (Jazz und Neue Musik)

Literatur

  • Manfred Brandl: Meggenhofen, Oberösterreich. Der Althausbestand und seine Besitzer. 2 Bände. Meggenhofen 1991.
  • Naturraumkartierung Oberösterreich. Landschaftserhebung Gemeinde Meggenhofen. Endbericht. Gutachten Naturschutzabteilung Oberösterreich. Wien 2007, S. 1–77 (zobodat.at [PDF]).
Commons: Meggenhofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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