Meinheim

Gemeinde in Bayern From Wikipedia, the free encyclopedia

Meinheim ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung und der Verwaltungsgemeinschaft Altmühltal, deren Mitglied die Gemeinde ist.

Meinheim, Luftaufnahme (2016)
Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Meinheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Meinheim hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 49° 2′ N, 10° 49′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Weißenburg-Gunzenhausen
Verwaltungs­gemeinschaft: Altmühltal
Höhe: 433 m ü. NHN
Fläche: 16,35 km²
Einwohner: 830 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91802
Vorwahl: 09146
Kfz-Kennzeichen: WUG, GUN
Gemeindeschlüssel: 09 5 77 150
Gemeindegliederung: 9 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 37
91802 Meinheim
Website: www.vgem-altmuehltal.de
Erster Bürgermeister: Wilfried Cramer
Lage der Gemeinde Meinheim im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
KarteWestheim
Karte
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Geografie

Geografische Lage

Die Gemeinde liegt im Altmühltal in der Region Westmittelfranken am Fuße des Hahnenkamms, einem Höhenzug der Fränkischen Alb. Die Ostgrenze des Ortes bildet die Altmühl. Den Ort Meinheim durchfließt der Meinheimer Mühlbach, der am Fuß des drei Kilometer westlich gelegenen Dürrenbergs entspringt. Am westlichen Ortsende wird er vom Wolfsbronner Mühlbach gespeist. Durch die Gemeinde führt die Staatsstraße 2230. Die Gemeinde liegt größtenteils in einer von Wiesen und Feldern geprägten Offenlandschaft, nur die gebirgigen Randlagen sind von Wäldern bewachsen. Auf Gemeindegebiet liegen Ausläufer des Gelben Bergs sowie des Gemeindebergs und des Geißbergs. Südwestlich liegt das Naturschutzgebiet Steinerne Rinne bei Wolfsbronn, das wie die Steinerne Rinne von Oberweiler und der Bachlauf mit Sinterbecken südwestlich Wolfsbronn als Geotop ausgewiesen ist.

Die Nachbargemeinden sind:

Dittenheim
Heidenheim Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Alesheim
Markt Berolzheim

Gemeindegliederung

Die Gemeinde hat 9 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2][3]

Auf dem Gemeindegebiet gibt es die Gemarkungen Kurzenaltheim und Meinheim. Die Gemarkung Meinheim hat eine Fläche von 12,489 km². Sie ist in 1197 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 10433,94 m² haben.[4] In ihr liegen sämtliche Gemeindeteile Meinheims mit Ausnahme von Kurzenaltheim.[5]

Geschichte

Bis zur Gemeindegründung

Funde aus der Bronze- und Hallstattzeit deuten auf eine vorgeschichtliche Besiedlung hin. Im Jahre 1154 wurde Meinheim erstmals urkundlich erwähnt. Die Ansbacher Markgrafen erwarben im 14. und 15. Jahrhundert die Besitzungen der Herren von Treuchtlingen und Holzingen. Der Ort im heutigen Mittelfranken gehörte zum 1792 von Preußen erworbenen Fürstentum Ansbach, ab 1500 Teil des Fränkischen Reichskreises. Als Teil Ansbachs kam es mit dem Vertrag von Paris im Februar 1806 zum Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikt von 1818 entstand die politische Gemeinde.

Eingemeindungen

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Oktober 1972 die Gemeinde Wolfsbronn mit ihren Gemeindeteilen eingegliedert.[6] Kurzenaltheim kam am 1. Mai 1978 hinzu.[7]

Einwohnerentwicklung

Meinheim ist gemäß seiner Einwohnerzahl die zweitkleinste Gemeinde des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen.

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015 2020
Einwohner 908 876 788 809 832 892 879 851 842 839
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Wappen

Wappen Gde. Meinheim
Wappen Gde. Meinheim
Blasonierung: „In Rot aus dem unteren Schildrand aufwachsend der silberne Kirchturm von Meinheim, beseitet von je einem goldenen Lindenblatt.“[8]

Wappenführung seit 1959

Persönlichkeiten, die im Ort gewirkt haben

Bau- und Bodendenkmäler

Geotope

Steinerne Rinne bei Wolfsbronn

Im Gemeindegebiet befinden sich drei ausgewiesene Geotope:

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft

Im Jahr 2022 erzielte Meinheim Einnahmen aus der Gewerbesteuer in Höhe von 297 Tausend Euro. Mit einem Gewerbesteuerhebesatz von 350 % liegt die Gemeinde unter dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz Deutschlands. Dieser beträgt 407 % (Stand: 2023).[9]

Im Jahre 2023 gab es nach der amtlichen Statistik 143 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 323. Im verarbeitenden Gewerbe und im Bauhauptgewerbe gab es keine Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2020 30 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1134 Hektar, davon waren 860 Hektar Ackerfläche und 273 Hektar Dauergrünfläche.

Bildung

Im Jahr 2024 gab es folgende Einrichtungen:

  • 1 Kindertageseinrichtung: 57 genehmigte Betreuungsplätze, 46 betreute Kinder

Verkehr

Im Nordosten läuft die Staatsstraße 2230 von Gunzenhausen nach Treuchtlingen an Meinheim vorbei, die Kreisstraße WUG 34 führt nach Wolfsbronn. 1,5 km im Osten verläuft die Bahnstrecke Würzburg-Treuchtlingen.

Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“

Meinheim wurde zweimal im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ ausgezeichnet, einmal mit einem ersten Preis, einmal mit einem zweiten. Der Bürgermeister Wilfried Cramer führt das im Interview auf ein reiches Vereins- und Sportleben und viele Selbstständige zurück. Bei 600 Einwohnern gebe es 131 Gewerbeanmeldungen.[10]

Literatur

Fußnoten

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