Meißendorf
Ortsteil von Winsen (Aller) im Landkreis Celle, Niedersachsen
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Meißendorf ist eine Ortschaft in der Gemeinde Winsen (Aller) im niedersächsischen Landkreis Celle.

Meißendorf Gemeinde Winsen (Aller) | |
|---|---|
| Koordinaten: | 52° 44′ N, 9° 51′ O |
| Höhe: | 40 m |
| Einwohner: | ca. 1596[1] |
| Eingemeindung: | 1. Februar 1971 |
| Postleitzahl: | 29308 |
| Vorwahl: | 05056 |

Geografie
Der Ort liegt sechs Kilometer nordwestlich von Winsen (Aller). Durch den Ort fließt die Meiße, die ihm auch den Namen gab.
Geschichte
Gut Sunder entstand um 1550 - 1747 erhielt die Familie Gottlieb Ludwig von Schrader (1695–1760) das Gut Meißendorf und das Gut Sunder und die Familie erweiterten das Herrenhaus Sunder.
1964 fand das erste Heideblütenfest statt. 1965 wurde der Fanfarenzug gegründet.
Am 1. Februar 1971 wurde Meißendorf in die Gemeinde Winsen (Aller) eingegliedert.[2]
Politik
Ortsrat
Der Ortsrat, der Meißendorf vertritt, setzt sich aus sieben Mitgliedern zusammen. Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt.
Bei der Kommunalwahl 2021 ergab sich folgende Sitzverteilung:[3]
Ortsbürgermeister
Ortsbürgermeister ist Holger Beckmann (CDU).
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
Siehe auch Baudenkmale in Meißendorf
- Gut Sunder mit Herrenhaus in Facfwerk von um 1550 und Anbau von 1649, heute Bildungszentrum des NABUs
- Hofanlage Bruchstraße 34, Haupthaus von 1715 in Fachwerk, heute Reitanlage Henshof
- Hofanlage Brückenstraße 29 mit Speicher von 1705, Haupthaus von 1759 und weiteren Gebäuden
Grünflächen und Naherholung
Unmittelbar angrenzend an den im Südwesten von Meißendorf liegenden Hüttensee mit seinem Campingplatz befindet sich das 815 ha große Naturschutzgebiet Meißendorfer Teiche/Bannetzer Moor, das wegen seiner artenreichen Brutvogelwelt und als Rastgebiet für Zugvögel von überregionaler Bedeutung ist.
Wirtschaft und Infrastruktur
In Meißendorf sind 1666 Einwohner mit Erstwohnsitz und 224 mit Zweitwohnsitz gemeldet, hinzu kommt noch ein Campingplatz, der Campingpark Hüttensee, mit rund 100 Dauerstellplätzen und ein Mobilheimplatz. In Meißendorf betreiben noch mehrere Bauernhöfe die Landwirtschaft, außerdem ist ein großer Reiterhof am Rande des Dorfes. Der Naturschutzbund Deutschland, Landesverband Niedersachsen betreibt auf Gut Sunder ein Naturschutzseminar mit jährlich 600 Seminarteilnehmern und etwa 1000 Tagungsteilnehmern, hinzu kommen Hotel- und Tagesgäste.[4]
Sport
Bekannt ist Meißendorf durch den dort ansässigen Fallschirmsportverein Hannover mit seinem Sprungbetrieb auf dem Sonderlandeplatz Brunsiek. In den 1970er Jahren vom Olympiasieger und Bundestrainer im Springreiten Hermann Schridde gegründet, bietet er den Interessierten neben der Möglichkeit zum Tandemsprung auch Schulungsprogramme bis zum Erwerb der Fallschirmsprunglizenz an. Zudem wird in Meißendorf alljährlich die einzige Heidekönigin im Landkreis Celle gewählt.
Persönlichkeiten
- Hermann Schridde (1937–1985), Springreiter, Olympiasieger (1964) und Europameister (1965)
Literatur
- Andree Hesse: Der Judaslohn. Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2005, ISBN 9783805208000. (Kriminalroman, der auf dem Truppenübungsplatz und in Eichendorf [= Meißendorf] spielt)
