Melba Joyce

amerikanische Jazzmusikerin (Gesang, Komposition, Liedtexte) und Schauspielerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Melba Joyce (* um 1940 in Dallas) ist eine amerikanische Jazzmusikerin (Gesang, Komposition, Liedtexte) und Schauspielerin.

Leben und Wirken

Joyce wuchs unter dem musikalischen Einfluss ihrer Mutter und Großeltern auf. Ihr Vater, Melvin Moore, war Jazzmusiker, tourte und nahm mit der Dizzy Gillespie Big Band und mit Charles Mingus auf. Später zog ihre Familie nach Los Angeles, wo sie als Vorgruppe für Miles Davis, Freddie Hubbard und Smokey Robinson & the Miracles auftrat. Sie ist Absolventin der Antioch University West in Los Angeles.[1]

Von 1957 bis 1970 war Joyce mit dem Trompeter Bobby Bradford verheiratet, mit dem sie vier Kinder hat, darunter die Sängerin Carmen Bradford.[2]

1990/91 trat Joyce am Broadway in Black and Blue auf und tourte mit diesem Musical weltweit. Auch war sie Hauptdarstellerin in der Day of the Child Series für UNICEF. Mit finanzieller Unterstützung des National Endowment for the Arts produzierte sie das integrative Programm Jazz for Special People. Sie produzierte das erste Festival Women in Jazz für das Schomburg Center for Research in Black Culture in Harlem.[1] Als Schauspielerin ist sie bekannt für ihre Arbeit an den Filmen «Getting Over» (1981), «Reggie’s Prayer» (1996) und «Olympische Träume – Die Gail Devers Story» (1996).[2]

Im Rahmen des USA Jazz Ambassadors Program des Kennedy Center tourte Joyce in Afrika. Weiterhin trat sie bei Harlem Speaks auf, wo der Jazz aus Manhattan dokumentiert wird.[1] Mit ihrer Gender-paritätisch besetzten Big Band konzertierte sie 2009 im Lincoln Center bei Midsummer Night’s Swing.[3] Die Aufnahmen vom Auftritt mit ihrem Quintett beim INNtöne Jazzfestival 2011 sendete der Deutschlandfunk und vermerkte dazu: „Es gibt nur wenige, die die Tradition des Jazzgesangs auf so überzeugende Weise weiterpflegen wie Melba Joyce.“[4] Sie ist auch auf Alben von Cat Stevens, Smokey Robinson, Tower of Power, John Carter, Olu Dara und dem Count Basie Orchestra zu hören.

Preise und Auszeichnungen

2016 erhielt Joyce den «Lady Jazz Master Award» der Black Women in Jazz & the Arts Awards Association.[5] Weiterhin wurde sie vom National Jazz Museum in Harlem und der Central Park Conservancy geehrt.[1]

Diskographische Hinweise

  • Live in London (Berachah Records 2005)
  • From C to Shining Sea (PAO Records 2016)

Einzelnachweise

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