Meraf Bahta

eritreische Leichtathletin From Wikipedia, the free encyclopedia

Meraf Bahta Ogbagaber (* 24. August 1989 in Dekishahay) ist eine schwedische Leichtathletin eritreischer Herkunft.

Schnelle Fakten Karriere, Medaillenspiegel ...
Meraf Bahta


Meraf Bahta (Mitte) bei den Europameisterschaften 2014

Nation Schweden Schweden
Geburtstag 24. August 1989 (36 Jahre)
Geburtsort Dekishahay, Eritrea
Karriere
Disziplin Mittel- und Langstreckenlauf
Bestleistung 1500 m: 4:00,59 min
5000 m: 14:49,95 min
Verein Hälle IF
Trainer Ulf Björklund
Nationalkader seit 2014
Status aktiv
Medaillenspiegel
Europameisterschaften 1 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
Crosslauf-WM 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Crosslauf-EM 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
Logo der EAA
 Europameisterschaften
Gold Zürich 2014 5000 m
Silber Amsterdam 2016 5000 m
Logo der World Athletics
 Crosslauf-Weltmeisterschaften
Silber Mombasa 2007 Team (Juniorinnen)
Logo der EAA
 Crosslauf-Europameisterschaften
Bronze Samokow 2014 Einzel
Silber Šamorín 2017 Einzel
letzte Änderung: 8. August 2018
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Sportliche Laufbahn

Die gebürtige Eritreerin Bahta vertrat ihr Heimatland international zum ersten Mal bei den Crosslauf-Weltmeisterschaften 2005 in Saint-Galmier, wo sie im Juniorinnenrennen den 32. Platz belegte. Im folgenden Jahr wurde sie bei den Crosslauf-Weltmeisterschaften in Fukuoka Zwölfte sowie Fünfte im 1500-Meter-Lauf bei den Juniorenweltmeisterschaften in Peking. Ihr bestes Resultat bei Crosslauf-Weltmeisterschaften erzielte sie 2007 in Mombasa, als die den sechsten Platz im Rennen der Juniorinnen erreichte und die eritreische Mannschaft zur Silbermedaille in der Teamwertung führte.[1] Im selben Jahr wurde sie bei den Panafrikanischen Spielen in Algier Siebte im 5000-Meter-Lauf und neunte über 1500 Meter. Bei den Crosslauf-Weltmeisterschaften 2008 in Edinburgh belegte sie im Frauenrennen Platz 43. Als sie im Dezember 2008 einen Einberufungsbescheid zum Militärdienst erhielt, nutzte sie einen Aufenthalt in einem Trainingslager in Spanien zur Flucht nach Schweden, wo sie 2010 ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht erhielt.[2][3] Dort zog sie nach Kode und schloss sich der Hälle IF unter Trainer Ulf Björklund an.[2]

2011 wurde Bahta schwedische Meisterin im 5000-Meter-Lauf. Im Juli 2013 steigerte ihre Bestleistung über 1500 Meter bei einem Leichtathletik-Meeting im belgischen Heusden-Zolder auf 4:05,11 min und unterbot damit die internationale Qualifikationsnorm für die Weltmeisterschaften in Moskau. Das Migrationsverket stellte daraufhin in Aussicht, ihren Einbürgerungsprozess zu beschleunigen.[4]

Am 14. Januar 2014 erhielt Bahta die schwedische Staatsbürgerschaft und ist seit dem 29. Januar 2014 international für Schweden startberechtigt.[3] Im Mai stellte sie im Palo Alto mit 14:59,49 min einen neuen schwedischen Rekord im 5000-Meter-Lauf auf.[5] Bei den Europameisterschaften in Zürich gewann sie über dieselbe Distanz in 15:31,39 min die Goldmedaille. Bei den Europameisterschaften 2016 in Amsterdam errang sie die Silbermedaille.

Bei den Halleneuropameisterschaften 2017 in Belgrad erzielte sie im Finale über 1500 Meter den Vierten Platz.[6] Bei der Golden Gala in Rom 2017 verbesserte sie ihre 1500 Meter Bestmarke auf 4:00,59 min.

Doping

Bei den Europameisterschaften 2018 in Berlin gewann Bahta über 10.000 Meter zunächst die Bronzemedaille. Sie durfte starten, obwohl sie zuvor dreimal nicht für Dopingtests angetroffen wurde[7] und ein Verfahren gegen sie anhängig war. Erst Ende Juni 2019 wurde sie vom schwedischen Verband rückwirkend zum 1. September 2018 für ein Jahr gesperrt.[8] Im August 2020 wurden von der unabhängige Athletenkommission ihre Ergebnisse zwischen dem 24. Mai 2018 und dem 31. August 2018 und damit auch die Bronzemedaille der EM von Berlin gestrichen,[9] die nachträglich Alina Reh erhielt.[10]

Commons: Meraf Bahta – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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