Merit Ostermann

deutsche Sängerin (Mezzosopran, Alt) From Wikipedia, the free encyclopedia

Merit Ostermann (* um 1978) ist eine deutsche Sängerin (Mezzosopran, Alt).

Leben und Wirken

Ostermann wuchs in einer musischen Familie in München auf; ihre Eltern sind der Komponist Michael Ostermann und die Schauspielerin Henny Lock-Ostermann.[1] Nach einem abgeschlossenen Musicalstudium an der Münchner Theaterakademie August Everding studierte sie weiterführend klassischen Gesang bei Sylvia Greenberg an der Hochschule für Musik und Theater München und beendete ihr Gesangsstudium in der Meisterklasse.[2]

Ostermann wirkte zunächst als Jazzsängerin, etwa in Bettina Koziols Vokaljazz-Projekt Nada (Panta Rei, 2001) mit dem Munich Jazz Orchestra (Sometime Suite mit Kenny Wheeler, 2001), bei Raoul Waltons Wei-Chi (One I, Two Eyes)[3] und bei Hipnosis (Carrousel 2005), als Musicaldarstellerin (etwa in der Münchner Inszenierung von The Black Rider 1998) und Schauspielerin, bevor sie sich auf den klassischen Gesang konzentrierte.[2] Am Prinzregententheater interpretierte sie die Titelrollen in Rossinis La Cenerentola und Offenbachs Die schöne Helena. 2003 debütierte sie am Staatstheater am Gärtnerplatz als Elsbeth in StraussFeuersnot. Bei den Festspielen Orff in Andechs war sie in Wilfried Hillers Der Goggolori zu hören. Im Frühjahr 2008 sang sie am Stadttheater Gießen in Telemanns Emma und Eginhard, im anschließenden Sommer spielte sie bei den Bad Hersfelder Festspielen Humperdincks Hänsel. In einer Inszenierung von Rossinis La pietra del paragone der Kammeroper München sang sie die Clarice. Für I Virtuosi Ambulanti interpretierte sie die Teresa in der deutschen Erstaufführung von Donizettis Teresa e Gianfaldoni im November 2008 in Ingolstadt.[4]

Von 2009 bis 2014 gehörte Ostermann zum Ensemble des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, wo sie Hauptrollen wie Rosina, Dorabella, Octavian, Komponist, Carmen und viele andere verkörperte. Seit 2015 ist sie festes Mitglied im Chor des Bayerischen Rundfunks.[2]

Der Liedgesang ist ein persönliches Anliegen Ostermanns. Ihr Repertoire reicht von Johann Sebastian Bach über Arnold Schönberg[4] bis hin zu Michel Legrand.[5] In der CD-Aufnahme von Johann Simon Mayrs Oratorium David in spelunca Engaddi unter Leitung von Franz Hauk interpretierte sie die Titelpartie.[6] Als Solistin ist sie weiterhin in Produktionen des Bayerischen Rundfunks zu hören, etwa auf dem Tonträger Schubertiade.[7]

Hörspiele (Auswahl)

  • 2002: Károly Koller: Nachtkarst (Sprecherin und Sängerin) – Komposition und Regie: Helga Pogatschar (Hörspielbearbeitung – DeutschlandRadio Berlin/Helga Pogatschar/Károly Koller (Auftragsproduktion))
  • 2004: Anonymus: Inanna Vorlage: Inanna (Sumerischer Urtext) (Sprecherin) – Bearbeitung und Realisation: Helga Pogatschar, Károly Koller (Hörspielbearbeitung – Helga Pogatschar/Károly Koller, Erstsendung auf Bayern 2)

Quelle: ARD-Hörspieldatenbank

Einzelnachweise

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