Mesosulfuron-methyl

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Mesosulfuron-methyl ist ein synthetisches Herbizid aus der Gruppe der Sulfonylharnstoff-Herbizide, welches 2001 von Bayer CropScience entwickelt wurde.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Mesosulfuron-methyl
Allgemeines
Name Mesosulfuron-methyl
Andere Namen

Methyl-2-[(4,6-dimethoxypyrimidin-2-ylcarbamoyl)sulfamoyl]-α-(methansulfonamido)-p-toluat (IUPAC)

Summenformel C17H21N5O9S2
Kurzbeschreibung

cremefarbener Feststoff mit schwach stechendem Geruch[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 208465-21-8
EG-Nummer (Listennummer) 606-653-3
ECHA-InfoCard 100.117.582
PubChem 11409499
ChemSpider 9584394
DrugBank DB15184
Wikidata Q27253658
Eigenschaften
Molare Masse 503,51 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

1,53 g·cm3 (bei 23 °C)[1]

Schmelzpunkt

195,4 °C[1]

Siedepunkt

zersetzt sich vor dem Sieden bei 190 °C[2]

Dampfdruck

3,5·10−12 Pa (20 °C)[2]

Löslichkeit

sehr schwer in Wasser (0,483 g·l−1 bei 20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[3] ggf. erweitert[1]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 410
P: 273391501[1]
Toxikologische Daten

>5000 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[2]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Eigenschaften

Mesosulfuron-methyl ist ein cremefarbener Feststoff mit schwach stechendem Geruch. Es weist eine sehr geringe Löslichkeitin Wasser (0,483 g/l), Hexan (0,20 g/l) und Toluol (0,13 g/l) und löst sich wenig in Aceton (12,7 g/l). In Feldversuchen zeigte sich eine moderate Persistenz mit einer Halbwertszeit von 78 Tagen im Boden. Außerdem ist es stabil gegenüber Photolyse. Die Hydrolyse ist stark abhängig von pH-Wert und Temperatur, sodass zum Beispiel die Halbwertszeit bei pH 5 und 20 °C nur 7,2 Tage beträgt.[1][2]

Verwendung und Wirkungsweise

Mesosulfuron-methyl ist ein Herbizid, das ein breites Wirkspektrum gegen breitblättrige Unkräuter hat. Als Nachauflauf-Herbizid findet es Verwendung im Anbau von Getreide darunter Hartweizen und Roggen. Oftmals wird es mit dem Safener Mefenpyr-diethyl eingesetzt, der den Abbau des Wirkstoffs im Getreide beschleunigt und so für diese Pflanzen unschädlich macht. Mesosulfuron-methyl wirkt gegen Gräser sowie breitblättrige Unkräuter.

Die Wirkungsweise der Sulfonylharnstoffe beruht auf der Hemmung des Enzyms Acetolactat-Synthase (AHAS oder ALS), welches für die Biosynthese der verzweigten Aminosäuren Valin, Leucin und Isoleucin verantwortlich ist. Die Hemmung stört die Möglichkeit der Pflanze, Proteine zu bilden, was die Zellteilung verhindert und letztlich zum Absterben der Pflanze führt.[4]

Zulassung

Der Wirkstoff Mesosulfuron-methyl ist in der Europäischen Union seit 2004 zugelassen. In Deutschland und Österreich sowie in der Schweiz sind Pflanzenschutzmittel mit Mesosulfuron-methyl zugelassen. Es wird in der Regel in Kombination mit den Wirkstoffen Mefenpyr, Iodosulfuron, Propoxycarbazon, Amidosulfuron und/oder Thiencarbazon in Pflanzenschutzmittelpräparaten verwendet. In vielen Veröffentlichungen wird verkürzt "Mesosulfuron" ohne Angabe des Esters geschrieben.[5]

Einzelnachweise

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