Mesotrion

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Mesotrion ist ein Wirkstoff zum Pflanzenschutz und eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Cyclohexanderivate.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Mesotrion
Allgemeines
Name Mesotrion
Andere Namen

2-[(4-Methylsulfonyl)-2-nitrobenzoyl]­cyclohexan-1,3-dion

Summenformel C14H13NO7S
Kurzbeschreibung

gelblicher Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 104206-82-8
EG-Nummer (Listennummer) 600-533-4
ECHA-InfoCard 100.111.661
PubChem 175967
Wikidata Q409390
Eigenschaften
Molare Masse 339,32 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

1,49 g·cm−3 (Schüttdichte)[2]

Schmelzpunkt

165,3 °C[2]

Siedepunkt

zersetzt sich vor dem Sieden bei 166 °C[2]

Löslichkeit

schwer löslich in Wasser (1,5 g·l−1 bei 20 °C)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[3] ggf. erweitert[1]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 361d373410
P: 202260273280308+313391[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Geschichte

Mesotrion ist eine Herbizid-Wirkstoff aus der Klasse der Triketone, welche auf Leptospermon aus Callistemon citrinus zurückgehen. Dessen herbizide Wirkung wurde 1977 von einem Forscher am Western Research Center der Stauffer Chemical gefunden.[4][5]

Gewinnung und Darstellung

Mesotrion kann durch Reaktion von 1,3-Cyclohexandion mit 2-Nitro-4-methylsulfonylbenzoylchlorid gewonnen werden.[6]

Eigenschaften

Mesotrion ist ein gelblicher Feststoff.[1]

Verwendung

Mesotrion wirkt durch die Hemmung von 4-Hydroxyphenylpyruvat-Dioxygenase (HPPD), einem wichtigen Enzym bei der Biosynthese der Carotinoide.[4] Auf den Markt gebracht wurde es 2001.[7] Ein Derivat von Mesotrion ist Nitisinon, strukturell ähnlich ist auch Sulcotrion.

Zulassung

Der Wirkstoff Mesotrion wurde 2003 in der Europäischen Union für Anwendungen als Herbizid zugelassen.[8]

In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen. Das bedeutendste Einsatzgebiet ist der Maisanbau.[9]

Einzelnachweise

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