Messier 39

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Messier 39 (auch als NGC 7092 bezeichnet) ist ein +4,6 mag heller, 80 Sterne umfassender offener Sternhaufen mit einer Winkelausdehnung von 32' im Sternbild Schwan. Er befindet sich in rund 1000 Lichtjahren Entfernung, sein Durchmesser beträgt etwa neun Lichtjahre.

Schnelle Fakten Offener Sternhaufen, Position Äquinoktium: J2000.0 ...
Offener Sternhaufen
Messier 39
Messier 39
AladinLite
Sternbild Schwan
Position
Äquinoktium: J2000.0
Rektaszension 21h 31.8m [1]
Deklination +48° 27′ [1]
Erscheinungsbild
Klassi­fikation III,2,p (Trumpler),
e (Shapley) [2]
Helligkeit (visuell) 4,6 mag [1]
Helligkeit (B-Band) 4,66 mag [1]
Winkel­ausdehnung 32' [2]
Anzahl Sterne 30 [2]
Hellster Stern 6,83 mag [2]
Veränder­liche Sterne
Rötung (Farbexzess E(B-V))
Physikalische Daten
Zugehörigkeit {{{Zugehörigkeit}}}
Rotverschiebung -9e-6 [1]
Radial­geschwindigkeit −2,80 km/s [1]
Entfernung [2] 825 Lj
(253 pc)
Absolute Helligkeit −2,5 mag
Masse M
Durchmesser 7 Lj [2]
Alter ≈ 350 Mio. Jahre [2]
Metallizität [Fe/H] {{{Metallizität}}}
Geschichte
Entdeckt von Aristoteles
Charles Messier
Entdeckungszeit 325 v. Chr.
24. Oktober 1764[3]
Katalogbezeichnungen
 M 39  NGC 7092  C 2130+482  OCl 211  Mel 236  Cr 438  Lund 994
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Er gehört zur mittleren Altersgruppe (Schätzungen liegen zwischen 230 und 300 Millionen Jahre), was sich anhand der Spektraltypen der hellsten Haufensterne von A2 bis B9 ablesen lässt. Diese Sterne haben etwa die doppelte Masse der Sonne und sind bis zu 80-mal leuchtkräftiger. Dadurch verbrauchen sie ihren Wasserstoff wesentlich schneller. Mit Computersimulationen lässt sich so auf das Haufenalter schließen.[4]

Beobachtung

Lage des Sternhaufen Messier 39 östlich vom hellsten Stern des Sternbilds Schwan Deneb mit Kennzeichnung der hellsten Sterne in der Umgebung.
(Animation der Aufnahme)
(Aufnahme ohne Kennzeichnung)

M39 kann wegen seiner erheblichen Größe von 32 Bogenminuten schon mit kleinen Teleskopen oder einem Fernglas beobachtet werden. Unter guten bis sehr guten Bedingungen ist er sogar freiäugig sichtbar. Im Fernrohr erscheint er annähernd als Dreieck mit einem hellen Stern an jeder Ecke, dessen südliche Seite von Osten nach Westen ausgerichtet ist.

Literatur

  • König, Michael & Binnewies, Stefan (2023): Bildatlas der Sternhaufen & Nebel, Stuttgart: Kosmos, S. 298.

Einzelnachweise

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