Metallophyt
From Wikipedia, the free encyclopedia
Metallophyten – auch Chalkophyten oder (wohl wörtlich übersetzt) Erzpflanzen und je nach Sichtweise auch Schwermetallpflanzen[1] oder Metall-(An)Zeigerpflanzen genannt[2] – sind Pflanzen, die in der Lage sind, größere Mengen bestimmter Schwermetalle einzulagern oder auch anzureichern ([zu] akkumulieren, daher auch Akkumulator-Pflanzen[3] oder – in besonderen Fällen – gar Hyperakkumulator-Pflanzen genannt). Als Schwermetallzeiger haben sie eine besondere Bedeutung, da sie Standorte mit hoher Schwermetallbelastung (z. B. Bergbau-Halden) kennzeichnen. Metallophyten vertragen oft solche Konzentrationen an Schwermetallen wie Blei, Cadmium oder Zink, die auf andere Lebewesen längst giftig wirken. Metallophyten, insbesondere solche mit hoher Zink-Verträglichkeit, werden auch Galmeipflanzen genannt.
Beispiele
Beispiele für Metallophyten sind:
- das Gelbe und das Blaue Galmeiveilchen und andere Galmeipflanzen
- das Gebirgs-Hellerkraut – kann Nickel anreichern[4]
- das Gösing-Täschelkraut und die Hallersche Schaumkresse – können Blei, Cadmium, Nickel und Zink anreichern
- Nickelbäume
- Der Nickelbaum (Pycnandra acuminata) in Neu-Kaledonien[5][6]
- Versch. Bäume der Phyllanthaceae und andere aus Borneo
- das Rohrglanzgras – kann Germanium anreichern[7]
- das Taubenkropf-Leimkraut – kann[8] nicht näher genannte Schwermetalle anreichern
- der Teestrauch – kann Aluminium anreichern[3]
Weblinks
- Über die Geologie des Montafon von Christian Wolkersdorfer mit Kapitel über Metallophyten, S. 52 ff. (PDF-Datei; 1,42 MB) – veröffentlicht im österreichischen Stand Montafon (in Schruns), 2005; ISBN 3-902225-15-7.