Metoxuron

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Metoxuron ist eine organische Verbindung, die zu den Harnstoffderivaten und chlorierten Verbindungen gehört. Die Substanz findet Anwendung als Herbizid, dessen erstmalige Einführung im Jahr 1968 durch Sandoz erfolgte.[5]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Metoxuron
Allgemeines
Name Metoxuron
Andere Namen

3-(3-Chlor-4-methoxyphenyl)-1,1-dimethylharnstoff

Summenformel C10H13ClN2O2
Kurzbeschreibung

farblose kristalline Substanz[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 19937-59-8
EG-Nummer 243-433-2
ECHA-InfoCard 100.039.470
PubChem 29863
ChemSpider 27749
Wikidata Q22808428
Eigenschaften
Molare Masse 228,69 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

0,8 g·cm−3 (20 °C)[2]

Schmelzpunkt

126–127 °C[2]

Siedepunkt

Zersetzung bei Erhitzen[2]

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[4] ggf. erweitert[2]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 302410
P: 264270273301+312391501[2]
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Darstellung

Die Substanz kann ausgehend von 3-Chlor-4-Methoxyphenylisocyanat durch Umsetzen Dimethylamin dargestellt werden.[3]

Eigenschaften

Die Substanz ist ein selektives Herbizid gegen Unkräuter und vereinzelt auch Ungräser bei der Kultivierung von Karotten und Wintergetreide. Als dieses hemmt es die Hill-Reaktion im Photosystem II bei der Photosynthese. Gegenüber Wasserorganismen weist die Verbindung eine hohe Toxizität auf, eine Toxizität ist weder für Bienen noch für Menschen beschrieben.

Zulassungsstatus

In den Staaten der EU und in der Schweiz sind Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Metoxuron nicht mehr zugelassen.[6]

Nachweis

Der Nachweis der Verbindung erfolgt üblicherweise per HPLC.[1]

Einzelnachweise

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