Metrafenon

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Metrafenon ist ein Wirkstoff zum Pflanzenschutz und eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Benzophenonderivate.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Metrafenon
Allgemeines
Name Metrafenon
Andere Namen

3′-Brom-2,3,4,6′-tetramethoxy-2′,6-dimethylbenzophenon

Summenformel C19H21BrO5
Kurzbeschreibung

weißer bis gelblicher Feststoff mit schwach muffigem Geruch[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 220899-03-6
EG-Nummer (Listennummer) 606-928-8
ECHA-InfoCard 100.133.245
PubChem 6451057
ChemSpider 4953549
Wikidata Q1925667
Eigenschaften
Molare Masse 409,27 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

1,45 g·m−3[2]

Schmelzpunkt

99,2–100,8 °C[1]

Siedepunkt

310 °C (Zersetzung)[1]

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 400
P: 273[1]
Toxikologische Daten

> 5000 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[2]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Metrafenon kann durch eine Eisen(III)-chlorid katalysierte Friedel-Crafts-Acylierung von 3,4,5-Trimethoxytoluol synthetisiert werden. Das zugehörige Benzoylchlorid kann leicht durch Bromierung von 2-Methoxy-6-methyl-benzoesäure und anschließende Überführung in das Säurechlorid gewonnen werden.[4]

Eigenschaften

Metrafenon ist ein brennbarer cremefarbener Feststoff, der praktisch unlöslich in Wasser ist.[1]

Verwendung

Metrafenon wird als Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln verwendet.[1] In der Europäischen Union wurde Metrafenon 2007 als Fungizid-Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln zugelassen.[5] Im Jahre 2008 wurde es durch BASF als Fungizid in Mittel- und Südosteuropa eingeführt.[6]

In der Schweiz, in Österreich und in Deutschland ist Metrafenon in Pflanzenschutzmitteln für den Einsatz gegen Pilzerkrankungen bei Getreide sowie gegen den Echten Mehltau im Weinbau zugelassen.[7]

Einzelnachweise

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