Metro Delhi
U-Bahn-System von Delhi
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Die Metro Delhi (englisch: Delhi Metro Rail; Hindi: दिल्ली मेट्रो रेल Dillī meṭro rel), auch Delhi Mass Rapid Transit System (DMRTS) genannt, ist das U-Bahn-System von Indiens Hauptstadt und zweitgrößter Metropole Delhi. Betreiber dieses Nahverkehrssystems ist die Delhi Metro Rail Corporation Limited, kurz DMRC. Der Aufbau eines U-Bahn-Netzes begann 1998, als Delhi bereits eine Bevölkerung von deutlich über 10 Millionen Menschen hatte und somit für eine Stadt dieser Größe vergleichsweise spät. Die erste Metrolinie wurde am 24. Dezember 2002 eröffnet. Aufgrund großer Ausbauanstrengungen in Zusammenhang mit den Commonwealth-Spielen 2010 hatte das Netz im Jahr 2011 bereits eine Länge von 181,8 Kilometern erreicht. Heute werden auf über 352 Kilometern insgesamt 257 Stationen bedient.
| Station Rajiv Chowk der Blauen Linie (2017) | |
| Basisdaten | |
| Ortslage | Delhi, |
| Betreiber | Delhi Metro Rail Corporation (DMRC) |
| Eröffnung | 24. Dezember 2002 |
| Netz | |
| Linien | 10 |
| Streckenlänge | 375,2 km |
| Stationen | 272 |
| Tunnelstationen | 94 |
| Fahrgastzahl | 2,03 Mrd. pro Jahr (2023)[1] |
| Technik | |
| Fahrzeugtypen | 336 Fahrzeuge diverser Baureihen |
| Spurweite | 1676 mm (Rote, Blaue und Gelbe Linie) 1435 mm (alle andere Linien) |
| Stromsystem | 25 kV 50 Hz V |
| Metro-Liniennetzkarte (2023) | |
Die jährliche Fahrgastzahl der U-Bahn in Delhi betrug 2017 bereits 1,79 Milliarden[2] und hat 2023 erneut die 2-Milliarden-Grenze überschritten.
Betrieb
Liniennetz
Das derzeitige 375 Kilometer lange Liniennetz (Stand März 2026) besteht aus neun Linien und einer Zweiglinie. Die Züge fahren zwischen 6 und 23 Uhr in einem Abstand von 2 Minuten 40 Sekunden bis 5 Minuten. Die Metro Delhi hat eine sehr hohe Pünktlichkeit von 99,5 Prozent (2008).
Darüber hinaus gibt es die Linie der Rapid Metro Gurgaon in Gurugram sowie die Aqua-Linie in Noida und Greater Noida, die formal zwar nicht zur Metro Delhi gehören, jedoch mit ihr verbunden sind und einen gemeinsamen Tarif haben.
| Linie | Strecke | Eröffnung | Länge | Stationen | Spurweite |
|---|---|---|---|---|---|
| Rot/Linie 1 | Shaheed Shtal ↔ Rithala | 2002 | 34,7 km | 29 | 1676 mm |
| Gelb/Linie 2 | Samaypur Badli ↔ HUDA City Centre | 2004 | 49,0 km | 37 | |
| Blau/Linie 3 | Noida Electronic City ↔ Dwarka Sector-9 | 2005 | 56,5 km | 48 | |
| Blau/Linie 4 | Yamuna Bank ↔ Vaishali | 2010 | 8,5 km[3] | 8 | |
| Grün/Linie 5 | Inderlok ↔ Bahadurgarh City Park | 2010 | 28,8 km[4] | 24 | 1435 mm |
| Violett/Linie 6 | Kashmere Gate ↔ Raja Nahar Singh | 2010 | 46,6 km[5] | 34 | |
| Orange/Airport Express | New Delhi ↔ Dwarka Sector 21 | 2011 | 22,7 km[6] | 7 | |
| Pink/Linie 7 | Maujpur-Babarpur ↔ Shiv Vihar | 2018 | 73,5 km | 46 | |
| Magenta/Linie 8 | Botanical Garden ↔ Krishna Park Extension und Deepali Chowk ↔ Majlis Park |
2017 | 50,2 km | 33 | |
| Grau/Linie 9 | Dwarka ↔ Dhansa Bus | 2021 | 5,2 km | 4 | |
| Verbundene Linien in Gurugram sowie in Noida/Greater Noida | |||||
| Rapid Metro Gurgaon | Cyber City ↔ Sektor 55–56 | 2013 | 8,4 km | 11 | 1435 mm |
| Aqua Linie | Noida Sektor 51 ↔ Depot Station | 2019 | 29,7 km[7] | 21 | |
Stationen
Zurzeit existieren 200 sowohl ober- als auch unterirdische Stationen. Die meisten Stationen sind außerdem mit Geldautomaten, Kiosken etc. versehen. Jeder Bahnhof wurde mit einem unverwechselbaren Design versehen. Die Wandmalereien an den Stationen wurden von indischen Hochschulstudenten entworfen.
Fahrscheine
Den Nutzern des Metro-Systems stehen die folgenden Fahrschein-Optionen zur Verfügung:[8]
- Travel card: Diese Karten werden überwiegend von täglichen Pendlern genutzt. Sie gelten ein Jahr lang und können mit 100 bis 1000 Rupien aufgeladen werden. Für die Karte ist ein rückzahlbares Pfand von 50 Rupien zu entrichten.
- Tourist card: Diese Karten erlauben für einen bestimmten Zeitraum die uneingeschränkte Nutzung der Metro. Dabei gibt es eine Touristenkarte, die für einen, sowie eine, die für drei Tage gültig ist. Der Preis dafür beträgt 100 beziehungsweise 250 Rupien. Das Kartenpfand beträgt ebenfalls 50 Rupien.
- Token (Jetons): Diese gelten für eine Einzelfahrt, wobei sich der Preis nach der Länge der Fahrt richtet. Je nach Strecke kostet die einfache Fahrt acht bis 30 Rupien.
Die Airport-Express-Linie hat einen gesonderten Tarif, hier werden folgende Fahrscheine angeboten:[9]
- Einzelfahrten zu 20 bis 100 Rupien je nach Strecke
- Smart card, aufladbar mit verschiedenen Geldbeträgen; Studenten erhalten bei Benutzung der Smart card 25 Prozent Ermäßigung
- Mehrfahrtenkarten zu zehn, 45 oder 60 Fahrten innerhalb eines Monats für tägliche Pendler zu deutlich ermäßigten Preisen
Sicherheit
Der Sicherheit dient insbesondere die Videoüberwachung, die von einer zentralen Stelle aus gesteuert wird. Außerdem sind in der Metro Sicherheitskräfte in zivil unterwegs, an den Stationen finden Sicherheitskontrollen mit Metalldetektoren und dem Durchleuchten des Gepäcks statt; zudem sind zahlreiche, teilweise bewaffnete Sicherheitskräfte vor Ort tätig. Im Notfall ist die Kommunikation zwischen den Fahrgästen in den Waggons und dem Fahrer gewährleistet.
Wagen für Frauen
In jedem Zug ist der erste (oder auf der Linie 1 ggf. der letzte) Wagen ausschließlich für die Benutzung durch Frauen und Kinder reserviert. Dies ist besonders für ausländische Fahrgäste ungewöhnlich. Da die Züge auf allen Linien nicht wenden, sondern nur kehren, sind die Wagen nicht extra gekennzeichnet. Nur auf den Bahnsteigen weisen Schilder auf den separaten Frauenbereich hin. Für Männer stellt die Benutzung eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Geldbuße geahndet wird.
Geschichte

Planungen für ein Metronetz in Delhi gab es bereits seit den 1970er Jahren, als die zunehmende Motorisierung die Verkehrssituation in der Stadt zu immer mehr Staus und zu mehr Umweltverschmutzung durch Abgase führte. Das Central Road Research Institute (CRRI) unternahm daher eingehende Studien zu den Verkehrsflüssen, um künftige Entwicklungen und den konkreten Bedarf nach einem Metrosystem zu ermitteln. Die Empfehlungen des CRRI wurden dann vom Metropolitan Transport Team (MTT) der indischen Eisenbahnen begutachtet, die daraus ein detailliertes Konzept für eine Delhier Metro entwickelten. Es sah zwei Tunnelstrecken, in Nord-Süd- bzw. Ost-West-Richtung, mit einer Länge von 36 Kilometern, sowie weitere oberirdische Strecken mit einer Länge von 96 Kilometern vor. Daraufhin rief das indische Eisenbahnministerium das Metropolitan Transport Project ins Leben, das für die technische Umsetzung sorgen sollte.
Die Verkehrsplanung war zunächst auf den Bedarf bis zum Jahr 1981 ausgerichtet. Da für die weitere Zukunft ein noch höheres Verkehrsaufkommen zu erwarten war, dehnte man die Planung bis zum Jahr 2001 aus. Bis dahin wollte man ein System mit einer Länge von unterirdisch 58 Kilometern und oberirdisch 195 Kilometern bauen. Im Rahmen der Machbarkeitsstudien wurde der Untergrund der Stadt eingehend untersucht, um die beste Trassenführung zu ermitteln. 1984 wurde ein Entwicklungsplan für Delhi aufgestellt, der bis 2001 ein Stadtbahn-Netz von 200 Kilometer Länge sowie eine 10 Kilometer lange Straßenbahn und einen Ausbau des bestehenden Eisenbahnnetzes vorsah. Während sich die Planungen weiter hinzogen, dehnte sich die Stadt in den 1970er und 80er Jahren vor allem im Westen und Osten stark aus, so dass einer Ost-West-Verbindung zunehmend Priorität eingeräumt wurde. Zunächst wurde auch noch an eine Magnetschwebebahn als Pilotprojekt gedacht. Schließlich einigte man sich auf ein dreiteiliges Verkehrskonzept aus oberirdischen (Rail corridors) und unterirdischen (Metro corridors) Streckenabschnitten und einem Busnetz, wobei sich eine gesamte Streckenlänge von 184,5 Kilometer ergab, die später noch auf 198,5 Kilometer erweitert werden sollte.
Phase I
Die ersten Bauarbeiten für die Metro begannen am 1. Oktober 1998, am 25. Dezember 2002 konnte das erste Stück der Linie 1 zwischen Shahdara und Tis-Hazari, nach der feierlichen Eröffnung durch Premierminister Atal Bihari Vajpayee am Vortag, in Betrieb genommen werden.[10] 2004 nahm die Linie 2 und 2005 die Linie 3 der Delhier Metrolinien ihren Betrieb auf.
Phase II
Mit der Verlängerung der Linie 3 in die südöstliche Vorstadt Noida, die im Bundesstaat Uttar Pradesh liegt, wurde Ende 2009 erstmals die Stadtgrenze von Delhi überschritten. Der Bau dieser Verlängerungsstrecke wurde Anfang 2006 begonnen. Anfang 2010 wurde im Osten Delhis eine Zweiglinie der Linie 3 nach Anand Vihar eröffnet.
Im September 2010 wurde die Linie 2 bis in die südwestliche Vorstadt Gurgaon, die im benachbarten Bundesstaat Haryana liegt, vervollständigt. Die insgesamt 45 Kilometer lange „Yellow Line“ verläuft 25 Kilometer im Tunnel und 20 Kilometer aufgeständert; sie stellt eine wichtige Nord-Süd-Verbindung dar.[11] Die Strecke, die ursprünglich unmittelbar am Qutb Minar vorbeiführen sollte, wurde mit einigem Abstand daran durch Saket geführt aus Sorge, das historische Bauwerk könne sonst beeinträchtigt werden.
Bereits im April 2010 wurde die normalspurige, grüne Linie 5 („Green Line“) von Inderlok, wo sie von der Linie 1 Richtung Westen abzweigt, nach Mundka eröffnet.[4] Wenige Stunden vor der Eröffnung der Commonwealth-Spielen wurde am 3. Oktober 2010 die neue, violette Linie 6 eröffnet, die auch einen Bahnhof am Jawaharlal Nehru Stadium hat. Sie beginnt am Umsteigebahnhof zur gelben Linie, Central Secretariat und führt 20 Kilometer in Richtung Süden bis zur Station Badarpur. Diese Linie ist in Normalspur ausgeführt und weist mit 160 Sekunden die bisher dichteste Taktzeit auf.[12]
Erst nach den Commonwealth-Spielen konnte der Airport-Express am 23. Februar 2011, acht Monate später als geplant, eröffnet werden. Diese fast 23 Kilometer lange Linie schließt den Flughafen Indira Gandhi International Airport an die gelbe Linie in New Delhi Railway Station im Nordosten und an die blaue Linie im westlich gelegenen Bahnhof Dwarka Sector 21 an.[6] Damit ist die erste Phase des Ausbaus des Metronetzes abgeschlossen. Die Flughafenlinie wurde am 8. Juli 2012 aufgrund technischer Baufehler geschlossen[13], nach der Reparatur ist die Wiederaufnahme des Betriebes für Diwali (13. November 2012) geplant.[14]
Phase III

In der Phase III sollen die bisher auf das Zentrum von Delhi ausgerichteten Linien verlängert und mit zwei Ringlinien (bzw. Teilringen) ergänzt werden, um die zentralen Umsteigeknoten zu entlasten und die Fahrtzeiten zwischen den Außenbereichen der National Capital Region zu verkürzen (z. B. zwischen Noida und Gurugram bzw. Faridabad). Hierfür wurden zwei neue Linien geplant. Die Linie 7 folgt weitestgehend der Ring Road und sorgt für eine Erschließung im zentrumsnahen Bereich. Die Linie 8 folgt der Outer Ring Road, erschließt den IGI Flughafen und sorgt für eine Verkürzung der Fahrtzeit zwischen den südlichen und östlichen Vorstädten der National Capital Region.
Der erste Teil der Linie 8 zwischen Botanical Garden und Kalkaji Mandir erfolgte am 25. Dezember 2018 und verbindet Noida zunächst mit der Linie 6 und verkürzt die Fahrtzeit nach Faridabad.[15][16] Der verbleibende Abschnitt bis nach Janakpuri West wurde am 28. Mai 2018 eröffnet. Damit kann hier auch in die Linie 4 umgestiegen werden.
Der erste Abschnitt der Linie 7 von Majlis Park nach Durgabai Deshmukh South Campus wurde am 14. März 2018 eröffnet.[17] Weitere Abschnitte der Phase III sollen im Verlauf des Jahres 2018 eröffnet werden.
Mit der Eröffnung der Verlängerungen der Linie 1 von Dilshad Garden nach Shaheed Shtal in Ghaziabad und der Linie 3 von Noida City Centre nach Noida Electronic City am 8. März 2019 sind die wesentlichen Projekte der Phase III abgeschlossen. Lediglich die Linie 9 und der Lückenschluss der Linie 7 bei Trilokpuri fehlen noch.
Besondere Verdienste beim Bau der Metro Delhi werden dem Ingenieur E. Sreedharan zugeschrieben.[18][19] Vorbild für die Metro Delhi war die Metro in Kolkata, die die in Indien gebräuchliche Breitspur verwendet. Daher wurde diese Spurbreite zunächst auch für Delhi übernommen.
| Eröffnungsdatum | Linie | Strecke | Länge | Stationen |
|---|---|---|---|---|
| 25. Dezember 2002 | 1 | Shahdara – Tis-Hazari | 8,4 km | 6 |
| 3. Oktober 2003 | 1 | Tis Hazari – Inder Lok | 4,9 km | 4 |
| 31. Mai 2004 | 1 | Inder Lok – Rithala | 8,8 km | 8 |
| 19. Dezember 2004 | 2 | Vishwa Vidyalaya – Kashmere Gate | 4,1 km | 4 |
| 3. Juli 2005 | 2 | Kashmere Gate – Central Secretariat | 6,6 km | 6 |
| 31. Dezember 2005 | 3 | Dwarka – Barakhamba | 22,7 km | 22 |
| 1. April 2006 | 3 | Dwarka – Dwarka Sektor 9 | 6,5 km | 6 |
| 11. November 2006 | 3 | Barakhamba – Indraprastha | 2,8 km | 3 |
| Gesamt nach Phase I | 64,8 km | 59 | ||
| 4. Juni 2008 | 1 | Dilshad Garden – Shahdara | 2,9 km | 3 |
| 4. Februar 2009 | 2 | Vishwa Vidyalaya – Jahangirpuri | 6,4 km | 5 |
| 10. Mai 2009 | 3 | Indraprastha – Yamuna Bank | 2,2 km | 1 |
| 13. November 2009 | 3 | Yamuna Bank – Noida City Centre | 12,9 km | 10 |
| 6. Januar 2010 | 3 | Yamuna Bank – Anand Vihar | 6,3 km | 5 |
| 2. April 2010 | 5 | Inderlok – Mundka | 14,2 km | 14 |
| 21. Juni 2010 | 2 | HUDA City Centre – Qutub Minar | 15,8 km | 9 |
| 26. August 2010 | 2 | Chhatarpur | – | 1 |
| 3. September 2010 | 2 | Central Secretariat – Qutub Minar | 11,8 km | 10 |
| 3. Oktober 2010 | 6 | Central Secretariat – Sarita Vihar | 15,3 km | 13 |
| 14. Januar 2011 | 6 | Sarita Vihar – Badarpur | 4,8 km | 3 |
| 23. Februar 2011 | AEx | New Delhi – Dwarka Sector 21 | 22,9 km | 4 |
| 15. August 2011 | AEx | Dhaula Kuan und Delhi Aerocity | – | 2 |
| Gesamt nach Phase II | 188,1 km | 145 | ||
| 28. Juni 2014 | 6 | Central Secretariat – Mandi House | 3,2 km | 2 |
| 8. Juni 2015 | 6 | Mandi House – ITO | 1,0 km | 1 |
| 6. September 2015 | 6 | Sarai – Escorts Mujesar | 13,6 km | 9 |
| 10. November 2015 | 2 | Jahangirpuri – Samaypur Badli | 4,4 km | 3 |
| 28. Mai 2017 | 6 | Delhi Gate – Kashmere Gate | 5,1 km | 4 |
| 25. Dezember 2017 | 8 | Botanical Garden – Kalkaji Mandir | 12,6 km | 9 |
| 14. März 2018 | 7 | Majlis Park – Durgabai Deshmukh South Campus |
21,6 km | 12 |
| 28. Mai 2018 | 8 | Kalkaji Mandir – Janakpuri West | 24,8 km | 16 |
| 24. Juni 2018 | 5 | Mundka – Bahadurgarh City Park | 11,2 km | 7 |
| 6. August 2018 | 7 | Moti Bagh – Lajpat Nagar | 8,5 km | 6 |
| 31. Oktober 2018 | 7 | Trilokpuri-Sanjay Lake – Shiv Vihar | 17,9 km | 15 |
| 8. März 2019 | 1 | Dilshad Garden – Shaheed Shtal | 9,6 km | 8 |
| 3 | Noida City Centre – Noida Electronic City | 6,8 km | 6 | |
| 6. August 2021 | 7 | Trilokpuri Sanjay Lake – Mayur Vihar Pocket I | 1,7 km | – |
| 18. September 2021 | 9 | Najafgarh – Dhansa Bus Stand | 0,9 km | 1 |
| 17. September 2023 | AEx | Yashobhoomi – Dwarka Sector 25 | 2,0 km | 1 |
| 5. Januar 2025 | 8 | Janakpuri West – Krishna Park Extension | 2,8 km | 1 |
| Gesamt nach Phase III | 353,0 km | 257 | ||
| 8. März 2026 | 7 | Majlis Park – Maujpur-Babarpur | 12,3 km | 8 |
| 8 | Majlis Park – Deepali Chowk | 9,9 km | 7 | |
| Aktueller Stand | 375,2 km | 272 | ||
Phase IV
Nach Abschluss der Arbeiten zu Phase III sollen weitere rund 112 Kilometer Strecke gebaut werden:[22]
- Janakpuri (West)–RK Ashram Marg: 29,26 km Verlängerung des äußeren Rings der Linie 8 „Magenta“, mit den geplanten Stationen Krishna Park Extension, Keshopur, Meera Bagh, Pashim Vihar, Peeragarhi Chowk, Peeragarhi Mangolpuri, West Enclave, Deepali Chowk, Madhuban Chowk, Rohini East, Prashant Vihar, North Pitampura, Haiderpur, Mukarba Chowk, Bhalaswa, Majlis Park, Azadpur, Ashok Vihar, Derawal Nagar, Rajpura, GG Sabji Mandi, Pulbangash, Sadar Bazar, Nabi Karim und RK Ashram Marg.
- Lajpat Nagar–Saket G Block: 7,96 km Zweiglinie der Goldenen Linie (ursprünglich als Braune Linie bezeichnet), mit den geplanten Stationen Saket G Block, Sheikh Sarai, Chirag Deelhi, GK-1, Andrews Ganj und Lajpat Nagar. Im März 2018 wurde der vorgeschlagene Linienverlauf geändert, um über Saket hinaus auch den Stadtteil Chhatarpur zu erschließen. Die neuen Stationen sind nunmehr Saket G Block, Pushp Vihar, Saket District Centre, Pushpa Bhawan, Chirag Delhi, Greater Kailash-1, Andrews Ganj und Lajpat Nagar.
- Majlis Park–Maujpur - Babarpur: 12,32 km als Verlängerung der pinken Linie 7 auf die andere Seite der Yamuna, mit den folgenden Stationen Burari Crossing, Jharoda Majra, Jagatpur Village, Surghat, Sonia Vihar, Khajuri Khas, Bhajanpura, Yamuna Vihar sowie Maujpur - Babarpur und einer Länge von nunmehr 8,40&nbnsp;Kilometern.
- Tughlakabad–Terminal 1 (IGI Airport): 23,62 km als neue Linie 10 „Golden“, mit den Stationen Tughlabad, Tughlabad Railway Colony, Anandmayee Marg Junction, Tigri, Khanpur, Ambedkar Nagar, Saket G Block, Saket, Lado Sarai, Mehrauli, Kishangarh Masoodpur, Vasant Kunj (Sec-D), Mahipalpur, Delhi Aerocity und Terminal 1. Die Station am Terminal 1 wurde zwischenzeitlich aus den Planungen herausgenommen, da die Flughafengesellschaft ein eigenes Transportsystem zwischen den Terminals plante und die Station dann überflüssig gewesen wäre. Nachdem diese Pläne gestoppt wurden, wird die Verlängerung mit dieser Station nunmehr als Teil der Phase V umgesetzt.
- Rithala–Narela: 26,46 km Verlängerung der Linie 1 „Rot“, mit den Stationen Rohini Sec 26, Sec 31, Sec 32, Sec36, Sec37, Barwala, Pooth Khurd, Bawana Industrial Area 1, Bawana Industrial Area 2Bawana, Bawana JJ Colony, Sanpath, New Sanath Colony, Anaj Mandi und Narela.
- Inderlok–Indraprastha: 12,38 km Verlängerung der grünen Linie 5, mit den Stationen Dayabasti, Sarai Rohilla, Ajmal Khan Park, Nabi Karim, New Delhi, LNJP, Hospital Delhi Gate, IG Stadium und Indraprastha.
Die Projekte der Phase IV wurden längere Zeit von der Regierung von Delhi nicht bestätigt. Ein Grund war die mangelnde Kostenzusage von Seiten der Unionsregierung, die durch eine Änderung der Steuerpolitik der Unionsregierung noch verschärft worden ist. Die DMRC versuchte daher, die Projekte der Phase IV aufzuteilen, um wenigstens für einen Teil eine Zusage zu erhalten. Die Erweiterungen der Ringlinien (Janakpuri West bis RK Ashram sowie Mukundpur bis Maujpur) und die neue Strecke von Tughlakabad zum Terminal 1 des IGI-Flughafens wurden vorrangig betrachtet.[23] Dies war vor allem damit begründet, dass die Baufirmen, die die bisherigen Tunnelbauarbeiten ausgeführt haben, ansonsten aus Delhi abgezogen wären und mit neuen Baufirmen die Kosten der Projekte zugenommen hätten.[24] Es gab aber auch Stimmen, die die Projekte teilweise für unwirtschaftlich hielten[25], weil die Linien auch Gebiete abdecken, die nur eine geringe Bevölkerungszahl aufwiesen oder weil die Strecken parallel zu anderen Linien verlaufen oder nur wenig neue Gebiete erschließen.
Im April 2018 bestätigte die Regierung von Delhi, dass drei der sechs vorgeschlagenen Linien (die Projekte 4 bis 6) für unwirtschaftlich angesehen wurden und zukünftig aufgrund mangelnder Fahrgastzahlen zur finanziellen Belastung werden könnten. Insbesondere nach der Fahrpreiserhöhung im Oktober 2017 stand das Unternehmen unter Druck, da die Fahrgastzahlen eingebrochen waren und sich nur langsam erholten. Die Ausführung dieser Linien war daher lange fraglich.[26] Erst im Dezember 2018 erteilte die Regierung von Delhi die Freihabe für die Projekte[27] und im März 2019 wurden die Projekte 1 bis 3 von der Unionsregierung zur Ausschreibung freigegeben.[28] Der Bau der vier Projekte mit insgesamt 65,1 Streckenkilometern begann am 30. Dezember 2019 und soll bis 2026 abgeschlossen sein.[29] Im März 2024 gab die Unionsregierung auch die Mittel frei für den Bau der beiden verbliebenen Projekte der Phase IV, die Verlängerungen der roten und der grünen Linie[30], womit das Netz der Metro Delhi mit Abschluss aller Baumaßnahmen, aktuell für 2029 geplant, eine Gesamtlänge von rund 460 Kilometern erreichen wird.
Am 8. März 2026 eröffnete Premierminister Modi die ersten beiden Bauabschnitte der Phase IV: die 12,3 Kilometer nördliche Verlängerung der Pinken Linie 7 von Majlis Park nach Maujpur-Babarpur mit vorerst acht Stationen sowie eine vorübergehend autarke Strecke der Magenta Linie 8 zwischen Deepali Chowk und Majlis Park mit insgesamt sieben Stationen.[31] Der Lückenschluss Krishna Park Extension–Deepali Chowk soll noch 2026 erfolgen.
Phase V
Anfang April 2025 veröffentlichte die DMRC ihre Pläne für den Ausbau des Netzes im Rahmen einer Phase V mit umfassenden Erweiterungen zur Verbesserung der Anbindung auch des Umlandes in der National Capital Region (NCR). Die Phase V umfasst insgesamt etwa 206 Kilometer, davon sind rund 115 Kilometer Hochbahn- und der Rest Untergrundstrecken. Es sollen etwa 128 neue Stationen, davon 79 Hochbahn- und 49 Tunnelstationen entstehen.[32]
Außerdem ist am IGI ein Peoplemover über knapp 8 Kilometer Länge mit vier Stationen zwischen den Terminals T2/3 und der Cargo City geplant. Dieses Projekt wurde im September 2024 ausgeschrieben und soll bis Ende 2027 verwirklicht sein.[33]
Folgende Projekte gehören zur Phase V:
- Raja Nahar Singh – Palwal: Mit 24 Kilometern ist diese Verlängerung der Linie 6 die längste Strecke der Phase V und erweitert das U-Bahn-Netz nach Haryana.
- Indraprastha – RK Puram: Eine 9,5 Kilometer lange Strecke zur Verbesserung der Verbindungen zwischen dem Zentrum und dem Süden Delhis.
- Noida Electronic City – Sahibabad: Diese 5,1 Kilometer Verlängerung der Linie 3 verbessert die Verbindungen zwischen Noida und Ghaziabad.
- Najafgarh – Nangloi: Eine 13 Kilometer lange Strecke zur Erschließung der westlichen Regionen Delhis.
- Bahadurgarh – Asaudh: Eine 8 Kilometer lange Verlängerung verbessert die Anbindung von Stadtrandgebieten.
- Dwarka Sektor 21 – Udyog Vihar (Gurugram): Eine 11 Kilometer lange Strecke zwischen Delhi und dem Industriegebiet von Gurugram.
- Mayapuri – Kashmere Gate: Eine 12 Kilometer Verlängerung der Linie 6 verbindet wichtige Geschäfts- und Verkehrsknoten innerhalb der Stadt.
- CGO Complex – Surya Vihar (Faridabad): Eine geplante 18 Kilometer lange Strecke verbessert die Anbindung von Faridabad.
- Tughlakabad – Kalindi Kunj sowie Aerocity – Indira Gandhi Airport Terminal-1: Die östliche Verlängerung der Goldenen Linie als Hochbahn um 3,9 Kilometer und im Westen der Linie die unterirdische Erschließung des Flughafens über 2,3 Kilometer.
- RK Ashram Marg – Indraprastha: eine unterirdische Linie über 9,9 Kilometer zur Erschließung des Central-Vista-Korridors.
Am 8. März 2026 legte Premierminister Modi die Grundsteine für die beiden Verlängerungen der Goldenen Linie und den unterirdischen Central-Vista-Korridor.[31]
| Status | Eröffnung geplant |
Linie | Strecke | Länge | Stationen |
|---|---|---|---|---|---|
| in Betrieb | 8. März 2026 | 8 | Deepali Chowk – Majlis Park | 9,9 km | 7 |
| in Bau | Juni 2026 | 8 | Krishna Park Extension – Deepali Chowk und Majlis Park – RK Ashram Marg |
19,4 km | 14 |
| in Bau | 2026 | 10 | Tughlakabad – Aerocity | 21,3 km | 14 |
| in Betrieb | 8. März 2026 | 7 | Majlis Park – Maujpur-Babarpur | 12,3 km | 8 |
| genehmigt | 2029 | 5 | Inderlok – Indraprastha | 12,4 km | 10 |
| in Bau | 2029 | 12 | Lajpat Nagar – Saket G-Block | 8,4 km | 8 |
| genehmigt | 2029 | 1 | Rithala – Kundli | 26,5 km | 21 |
| Gesamt in Phase IV | 110,2 km | 82 | |||
| in Bau | 10 | Tughlakabad – Kalindi Kunj | 3,9 km | ||
| in Bau | 10 | Aerocity – IGI Terminal-1 | 2,3 km | 1 | |
| in Bau | RK Ashram Marg – Indraprastha | 9,9 km | |||
| geplant | 2 | Samaypur Badli – Khera Kalan | 2 | ||
| geplant | 3 | Noida Electronic City – Sahibabad | 5,1 km | ||
| geplant | 3 | Yamuna Bank – Loni | ~12 km | ||
| geplant | 6 | Raja Nahar Singh – Palwal | ~24 km | ||
| geplant | 8 | Barakhamba – Indraprastha | 4 | ||
| geplant | Ende 2027 | IGI APM | Terminal T2/3 – Cargo City | 7,7 km | 4 |
| Gesamt in Phase V | ~214 km | ~132 | |||
Fahrzeuge
Breitspur


Die Waggons wurden ursprünglich von einem Konsortium produziert, an dem die Firmen ROTEM, Mitsubishi Corporation sowie Mitsubishi Electric Corporation beteiligt waren, mittlerweile hat aber der Mischkonzern BEML den Bau der Waggons übernommen. Die Züge fahren auf 1676-mm-Breitspur, wobei die Waggons in Leichtbauweise aus rostfreiem Stahl gefertigt sind und eine Breite von 3,2 Meter aufweisen. Ein Gang erlaubt es den Fahrgästen, den Zug in seiner ganzen Länge zu begehen. Jeder Zug besteht aus vier Waggons und bietet insgesamt 240 Sitz- und 300 Stehplätze. Angesichts des recht warmen indischen Klimas sind die Züge mit einer Klimaanlage ausgestattet, die eine gleichbleibende Temperatur von max. 29 °C garantiert. Die Fahrtgeschwindigkeit der Züge beträgt ca. 80 km/h und die Züge halten an jeder Station rund 20 Sekunden.
Die zweite Serie der Breitspurzüge wurde von Bombardier entwickelt. Zwei dieser Züge aus je vier Einheiten werden in Görlitz gebaut und per Flugzeug geliefert, wobei der erste Teil eines solchen Zugs am 26. Februar 2009 an Bord einer Antonow An-124 Ruslan in Delhi eintraf. Weitere Züge werden im indischen Bombardier-Werk gebaut, teilweise als Sechs-Wagen-Züge. Die Klimaanlage der zweiten Serie kann eine Innentemperatur von max. 25 °C aufrechterhalten.
Die Stromversorgung erfolgt durch eine Oberleitung bei einer Spannung von 25 kV Wechselstrom. Im unterirdischen Streckenabschnitt ist der Zug- und Signalbetrieb praktisch vollständig automatisiert.
Normalspur
Für die neuen Strecken in Normalspur wird ein neuer Fahrzeugtyp beschafft.[34][35] Diese Fahrzeuge sind ebenfalls vierteilig (zwei Steuerwagen, zwei Motorwagen), sehen etwas rundlicher aus und habe eine durchgehende Windschutzscheibe für den Fahrer anstelle der vorherigen schmalen Frontfenster auf den Seiten. Im Innenraum bieten sie trotz schmalerer Spurweite den gleichen Platz für die Fahrgäste. Der erste Zug dieses Typs wurde per Schiff aus Südkorea geliefert und traf am 16. März 2009 in Delhi ein. Er wird nun auf einer eigens errichteten, ein Kilometer langen Teststrecke am Mundka-Depot überprüft. Die weiteren 47 Exemplare des neuen Zugtyps werden – wie schon die späteren Exemplare des ersten Typs – von der Firma BEML in Bengaluru produziert.
Die Airport-Express-Linie wird mit acht Sechs-Wagen-Zügen betrieben, die von Construcciones y Auxiliar de Ferrocarriles in Spanien produziert wurden. Die Hälfte eines Wagens dient dem Gepäcktransport, ansonsten sind die Züge mit gepolsterten Einzelsitzen in 2+2-Anordnung bestuhlt, während die anderen Metrolinien hauptsächlich Stehplätze bieten, mit Längssitzen an den Außenwänden. Bildschirme liefern Informationen über die nächsten Abflüge am Flughafen; die Schalldämmung wurde bei den Flughafenzügen verbessert. Die Höchstgeschwindigkeit der Flughafenlinie beträgt 135 km/h.
Das RRTS wird mit Triebzügen betrieben, die von Alstom im Werk in Savli im Bundesstaat Gujarat gebaut werden. Die Züge sind mit ETCS Level 3 ausgerüstet und erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h.[36]
Regional Rail Transit System
Die Unionsregierung von Indien hat in Zusammenarbeit mit den Bundesstaatsregierungen der Hauptstadtregion (Delhi, Haryana, Uttar Pradesh und Rajastan) den Aufbau eines S-Bahn-ähnlichen Systems, dem RRTS (Regional Rail Transit System), begonnen. Das RRTS soll die Hauptstadt mit den angrenzenden Städten verbinden und für die längeren Distanzen durch höhere Geschwindigkeiten der Züge mit bis zu 180 Kilometern pro Stunde und größeren Stationsabständen kürzere Reisezeiten ermöglichen.
Als erstes Projekt wurde ab Juni 2019 der Delhi–Meerut RRTS gebaut.[37] Der erste Abschnitt mit einer Länge von 17 Kilometern zwischen Sahibabad und Duhai einschließlich Betriebswerk und Zugdepot wurde am 20. Oktober 2023 eröffnet, weitere Streckenabschnitte folgten 2024 und zuletzt am 5. Januar 2025 mit der Verlängerung in das Stadtgebiet Delhis nach New Ashok Nagar mit dortigem Umstieg zur Linie 3 der U-Bahn. Die Fertigstellung der Gesamtstrecke zwischen Jangpura in Delhi und Meerut war für 2025 vorgesehen[38] und ist nunmehr auf Sommer 2026 verschoben.
Weblinks
- Delhi Metro Rail Corporation Ltd. (englisch)
- National Capital Region Transport Corporation (englisch) mit den Plänen zum Aufbau des S-Bahn-ähnlichen RRTS (Rapid Rail Transport System)