Micasa

Schweizer Möbelkette From Wikipedia, the free encyclopedia

Micasa ist eine Schweizer Fachmarktkette für Möbel und Wohneinrichtungen mit 31 Filialen und einem eigenen Onlineshop.[2] Das Unternehmen wurde 1981 von der Migros gegründet und ist inzwischen eine selbständige Aktiengesellschaft mit Sitz in Zürich und Büros in Volketswil. Mit einer Verkaufsfläche von 69'100 m² (Stand 2024)[3] zählt Micasa zu den grösseren Möbelanbietern auf dem Schweizer Markt.

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Geschichte

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Micasa wurde 1981 von der Migros als Ergänzung zu den damals bestehenden «Do it yourself»-Fachmärkte lanciert. Mit dem Zukauf der Globus-Gruppe durch die Migros 1997, wurde konzernintern eine zweite Einrichtungshauskette unter der Marke Interio betrieben. Deren Standorte wurden 2018 zunächst auf die regionalen Migros-Genossenschaften verteilt und bis 2020 geschlossen und die Flächen teilweise an die XXXLutz Gruppe veräussert.

Ein weiteres Schwesterunternehmen war von 2009 bis Ende 2019 die Gries Deco Holding, deren Filialen unter dem Namen «Depot» auf Wohnaccessoires und Kleinmöbel spezialisiert waren.

Im Zuge des Umbaus des Zürcher Einkaufszentrums «Migros City» eröffnete Micasa am 31. August 2017 der erste Standort des Filialformats Micasa home.[4] Dieses Konzept orientierte sich an den früheren Interio-Wohnboutiquen in Innenstadtlagen und fokussierte stärker auf Wohnaccessoires. Mitte 2022 betrieben fünf Genossenschaften insgesamt 13 solcher Filialen.[5]

Organisatorisch war Micasa seit der Gründung ein rechtlich unselbständiger Geschäftsbereich der Migros. Die Standorte wurden von den regionalen Genossenschaften geführt und ab 2021 zentral durch die Migros Fachmarkt AG koordiniert. Im Juni 2024 kündigte die Migros an, sich von Micasa trennen zu wollen.[6] Im Februar 2025 folgte die Mitteilung, dass im Rahmen eines Management-Buy-outs insgesamt 31 Micasa- und Micasa-home-Filialen von Philipp Agustoni (damaliger CEO von Micasa) und Manuel Landolt (COO der Migros Fachmarkt AG) übernommen werden. Zum 1. September 2025 gingen die Geschäfte vollständig auf die neu gegründete micasa AG über.[7] Am neuen Eigentümerkonsortium beteiligt sind zudem die Familien Brandstetter-Finger aus Deutschland und Wiest aus Österreich.[8]

Unternehmen

Im Jahr 2024 verfügte Micasa über eine gesamte Verkaufsfläche von 69'100 m².[3]

Segmentsgeschäftszahlen werden mittlerweile nicht mehr ausgewiesen, die kombinierte Fachmarktsparte der Migros (Melectronics, Do it + Garden, Micasa, SportX und OBI) erwirtschaftete 2021 einen Umsatz von 1,73 Milliarden Franken.[9] 2022 ging der Gesamtumsatz der Fachmarktsparte um 6.7 % auf 1,6 Milliarden Franken zurück und 2023 um 7,7 % auf 1,5 Milliarden Franken.[10][11]

Einzelnachweise

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