Michio Kaku

US-amerikanischer Physiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Michio Kaku (jap. 加來 道雄, Kaku Michio; * 24. Januar 1947 in San José, Kalifornien) ist in der breiten Öffentlichkeit einer der bekanntesten Physiker in den Vereinigten Staaten. Sein Forschungsgebiet ist die theoretische Physik, genauer die Stringtheorie. Hauptsächlich bekannt ist er durch seine populärwissenschaftlichen Beiträge zu theoretisch-physikalischen Themen.

Michio Kaku, 2012

Leben

Kaku wuchs als Sohn japanischer Einwanderer der 2. Generation in Palo Alto auf. Seine Eltern befanden sich während des Zweiten Weltkrieges in amerikanischen Konzentrationslagern.[1] Seine Leidenschaft für die Naturwissenschaft entstand, als er in seiner High-School-Zeit in der Garage seiner Eltern einen Teilchenbeschleuniger für ein Wissenschaftsprojekt baute.[2] Er studierte Physik an der Harvard University (mit einem Stipendium, das ihm Edward Teller verschaffte, der ihn auf einer Wissenschaftsveranstaltung für Schüler traf). 1968 machte er dort seinen Bachelor-Abschluss summa cum laude. Danach ging er an das Lawrence Berkeley National Laboratory der University of California, Berkeley, wo er 1972 promoviert wurde. 1973 war er Lecturer an der Princeton University, musste dann aber seinen Wehrdienst leisten (er kam aber nicht mehr in Vietnam zum Einsatz). Danach war er am City College of New York, wo er heute Professor ist (Henry Semat Professor). Gleichzeitig ist er Professor am Graduate Center der City University of New York. Er war Gastwissenschaftler am Institute for Advanced Study und an der New York University.

Kaku arbeitet schon seit den 1970er Jahren an der Stringtheorie, wo er unter anderem eine Quantenfeldtheorie der Strings entwickelte (Stringfeldtheorie); bis heute hat sich auf diesem Gebiet aber noch keine Theorie durchgesetzt.

Er hat zahlreiche populärwissenschaftliche Bücher veröffentlicht, von denen einige auch in deutscher Sprache erschienen sind.

Trotz seiner Verbindung zu Edward Teller ist er seit seiner Studentenzeit in Berkeley Kernwaffen gegenüber kritisch eingestellt und war in den 1980er Jahren Teil einer Anti-Atomwaffen- und Friedensbewegung mit anderen Aktivisten wie Jonathan Schell. Das verfolgte er auch in seiner populären Wissenschafts-Radiosendung Explorations bei WBAI-FM in New York.

Seit 1980 ist er Fellow der American Physical Society.

Trivia

Michio Kaku ist auch für seine pointierten Aussagen bekannt. So schreibt er in seinem 2023 erschienenen Buch Wettlauf um die Zukunft im Kapitel Standardmodell der Teilchen : „Es ist eine Theorie, die nur eine Mutter lieben kann. Das ist so, als würde man ein Erdferkel, ein Schnabeltier und einen Wal mit Tesafilm zusammenkleben und es als die beste Schöpfung der Natur bezeichnen, das Endprodukt von Millionen Jahren Evolution. Schlimmer noch: Die Theorie erwähnt weder die Schwerkraft, noch kann sie die dunkle Materie und dunkle Energie erklären, die den größten Teil des bekannten Universums ausmachen.“[3]

Video- und Filmografie

Michio Kaku ist in einer Vielzahl von Dokumentarfilmen aufgetreten. Diese sind in der folgenden Liste aufgelistet.[4]

  • We Are the Guinea Pigs (1980)
  • Borders (1989)
  • Synthetic Pleasures (1995)
  • Einstein Revealed (1996)
  • Future Fantastic (1996)
  • Stephen Hawking’s Universe (1997)
  • Bioperfection: Building a New Human Race (1998)
  • Exodus Earth (1999)
  • Me & Isaac Newton (1999)
  • Space: The Final Junkyard (1999)
  • Big Questions (2001)
  • Parallel Universes (2001)
  • Horizon: Time travel (2003)
  • Robo sapiens (2003)
  • Brilliant Minds: Secret Of The Cosmos (2003)
  • Nova: The Elegant Universe (2003)
  • Hawking (2004)
  • The Screen Savers (2004)
  • Unscrewed with Martin Sargent (2004)
  • Alien Planet (2005)
  • ABC News: UFOs: Seeing Is Believing (2005)
  • HARDtalk Extra (2005)
  • Last Days on Earth (2005)
  • Obsessed & Scientific (2005)
  • Horizon: Einstein’s Unfinished Symphony (2005)
  • Prophets of Science Fiction (2006)
  • Time (2006)
  • 2057 (2007)
  • The Universe (2007)
  • Futurecar (2007)
  • Attack of the Show! (2007)
  • Visions of the Future (2008)
  • Horizon: The President’s Guide to Science (2008)
  • Stephen Hawking: Master of the Universe (2008)
  • Horizon: Who’s Afraid of a Big Black Hole (2009–2010)
  • Sci Fi Science: Physics of the Impossible (2009–2010)
  • Horizon: What Happened Before the Big Bang? (2010)
  • GameTrailers TV With Geoff Keighley: The Science of Games (2010)
  • How the Universe Works (2010)
  • Morgan Freeman: Mysterien des Weltalls (2010, 2 Episoden)

Werke

Einzelnachweise

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