Milo Rau

Schweizer Regisseur, Theaterautor, Journalist, Essayist und Wissenschaftler From Wikipedia, the free encyclopedia

Milo Rau (* 25. Januar 1977 in Bern) ist ein Schweizer Regisseur, Theaterautor und Essayist.

Milo Rau (2025)
Milo Rau bei der Verleihung des Peter-Weiss-Preises, Dezember 2017

Leben

Milo Rau studierte Soziologie, Germanistik und Romanistik in Paris, Zürich und Berlin, u. a. bei Tzvetan Todorov und Pierre Bourdieu. 1997 unternahm Rau erste Reportagereisen nach Chiapas und Kuba und war ab 2000 als Autor für die Neue Zürcher Zeitung tätig. Seit 2002 veröffentlichte er ca. 50 Theaterstücke, Filme, Bücher und Aktionen, die u. a. am Theatertreffen Berlin, Festival d’Avignon, Biennale di Venezia, Wiener Festwochen und Kunstenfestivaldesarts in Brüssel aufgeführt wurden und durch 30 Länder tourten.[1] Rau arbeitete u. a. an der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin, dem Théâtre des Amandiers in Paris, der Beursschouwburg Brüssel und den Münchner Kammerspielen. 2007 gründete er für die Produktion und Auswertung seiner künstlerischen Arbeiten die Theater- und Filmproduktionsgesellschaft IIPM – International Institute of Political Murder, die er seitdem leitet.[2] Neben seiner Arbeit für Bühne und Film ist Rau als Dozent für Regie, Kulturtheorie und soziale Plastik an Universitäten und Kunsthochschulen tätig. Reportagereisen führten ihn u. a. nach Ruanda, in den Kongo, nach Lateinamerika, in den Irak und nach Syrien an die Kriegsfront zum IS.[3][4][5]

Im Jahr 2017 hatte Rau die Saarbrücker Poetikdozentur für Dramatik[6] inne. Zudem ist er seit Januar 2017 neben Elke Heidenreich, Rüdiger Safranski und Martin Ebel fester Experte der Sendung Literaturclub.[7] Ab der Saison 2018/19 war Rau bis 2024 Intendant des NTGent.[8][9] Dort hat Rau nach eigenen Angaben ein auf internationale Tourneen spezialisiertes „globales Volkstheater“[10] etabliert. Seit Juli 2023 ist er Intendant der Wiener Festwochen.[11][12]

Milo Rau ist Vater von zwei Töchtern und lebt mit seiner Lebenspartnerin in Köln und Wien.

Werk

Unter anderem bearbeitete Rau die Verurteilung und Erschießung des Ehepaars Ceausescu (Die letzten Tage der Ceausescus), ein ruandisches Völkermord-Radio (Hate Radio)[13] und den norwegischen Rechts-Terroristen Anders Behring Breivik (Breiviks Erklärung).[14] Mit einer virtuellen Partei startete er eine Petition für das Ausländerstimmrecht im Stadtparlament von St. Gallen (City of Change).[15] Mit zwei mehrtägigen Justiz-Spektakeln (Die Moskauer Prozesse und Die Zürcher Prozesse) begründete er ein eigenes Theaterformat.[16] Mit seiner mehrteiligen Die Europa Trilogie bearbeitete er das Genre des Erzähltheaters.[17]

Rau versammelte 2015 im kongolesischen Bürgerkriegsgebiet 60 Zeugen und Experten zu seinem Kongo Tribunal. „Eines der ambitioniertesten politischen Theaterprojekte, das je inszeniert wurden“, urteilte die Zeitung The Guardian[18] über das Stück. Raus im Vorfeld kritisiertes Stück Five Easy Pieces, in dem Kinder die Verbrechen des Kindermörders Marc Dutroux nachspielen, wurde 2016 als erste ausländische Produktion mit dem Spezialpreis der Jury der Belgischen Theaterkritik ausgezeichnet.[19] 2017 lud das Berliner Theatertreffen Five Easy Pieces ein.[20]

Seine erste Saison am NTGent eröffnete Rau 2018 mit dem Stück Lam Gods, das er mit seinem Ensemble auf Grundlage des „Genter Manifests“ (enthalten in seinem Buch Globaler Realismus) zum Genter Altar der Brüder Van Eyck entwickelte. Der Deutschlandfunk sah in dem Stück den „Versuch, die von Konflikten und Spaltungen zerrissene Genter Gesellschaft mithilfe des größten Kunstwerkes der Stadt zu versöhnen.“[21] Zum Beginn seiner Intendanz startete er zudem am NTGent in Kooperation mit dem Verbrecher Verlag die Reihe „Goldenes Buch / Golden Book“, um dort seine programmatischen Texte zu Theater, Ästhetik und Politik zu veröffentlichen, sowie Texte zu den größeren Projekten am NTGent.[22]

Mit der ersten Festivalausgabe 2024 seiner Intendanz bei den Wiener Festwochen rief Milo Rau die Freie Republik Wien aus mit neuen revolutionären Institutionen von den vieldiskutierten Wiener Prozessen[23] über die Akademie Zweite Moderne, den Rat der Republik bis hin zu Festivalzentrum (Haus der Republik) und einem Club (Club der Republik). Mit der Wiener Erklärung gab sich das Festival eine eigene Verfassung.[24] Im Herbst 2024 initiierte Milo Rau mit den Wiener Festwochen die globale Debatten-Tour Resistance Now![25]. 2025 wurde das größter Cross-Over Festival Europas zur „Republik der Liebe“[26], in den „Wiener Kongressen“[27] wurden Fälle wie Otto Muehl und Rammstein verhandelt und mit der Inszenierung von „Burgtheater“[28] nach Elfriede Jelinek in einer Bearbeitung von Milo Rau und Ensemble sowie der szenischen Lesung „Der Prozess Pelicot“[29] (gemeinsam mit Servane Décle) erregte Milo Rau großes internationales Medieninteresse.

Rezeption

Rau wurde unter anderem mit dem Schweizer Theaterpreis[30], dem Hörspielpreis der Kriegsblinden[31], einer Besonderen Auszeichnung auf dem Festival des deutschen Films[32], dem Jurypreis des Festivals Politik im Freien Theater[33], dem Konstanzer Konzilspreis. Preis für Europäische Begegnungen und Dialog[34] und als jüngster Preisträger mit dem Preis des Internationalen Theaterinstituts (ITI)[35] ausgezeichnet. 2015 schrieb der Tages-Anzeiger: „Der ‚Milometer‘ ist inzwischen so etwas wie der Goldstandard der Postdramatik: Milo Rau, der mit dokumentarischen Theatersprengungen die Häuser füllt, ist es gelungen, seine Kunst weit hinauszuwerfen aus dem Elfenbeinturm. So weit, dass sich seine Person selbst wieder zu einer Projektionsfigur verfestigt hat.“[36]

Sein oft von Prozessen und öffentlichen Auseinandersetzungen begleitetes Werk hat Rau den Ruf eines Skandalregisseurs“[37] eingebracht. So wurde Raus Stück Breiviks Erklärung u. a. im Nationaltheater Weimar und im Münchner Haus der Kunst die Aufführung verweigert[38], Die letzten Tage der Ceausescus führten zu einem Prozess des Adoptivsohns des Diktators gegen den Regisseur[39], anlässlich der Moskauer Prozesse kam es zu einer Razzia der russischen Behörden[40] und Aufführungen von Five Easy Pieces wurden in Singapur und verschiedenen deutschen Städten zensiert oder abgesagt.[41][42] „Ist hier am Ende ein politischer Wirrkopf am Werk? Ein Künstler, der sich das Superman-Kostüm übergestreift hat und nun den Weltenretter mimt?“, fragte Esther Slevogt auf nachtkritik.de anlässlich von Raus Kongo Tribunal.[43] Eugen Sorg bemerkte bei Rau „masslose Schweiz-Beschimpfungen“ und warf ihm mangelnde Bodenhaftung durch das Fehlen der „Schwerkraft des praktischen Lebens“ vor. Raus auf einen gleichnamigen Text von Lenin anspielender Essay Was tun? enthülle „blasierten Zynismus, Wichtigtuerei und moralischer Nihilismus“ hinter der angeblichen Sorge um die Welt.[44] Der Kritiker Magnus Klaue bezeichnete Rau 2017 anlässlich der Verleihung des Peter-Weiss-Preises durch Laudatorin Carolin Emcke ironisch als „Herzensdramatiker der Republik“. In seiner Kritik bezeichnet Klaue Rau als „multifunktionale Ich-AG, die nicht nur die Produktion, sondern auch die Rezeption, Kritik und propagandistische Verwertung des eigenen Kunstausstoßes besorgt“.[45]

Anlässlich der ersten Wiener Festwochen unter Raus Intendanz und von diesem getätigter Aussagen über seine Visionen für das Festival ordnete Michael Scharang Milo Rau 2024 als einen „linksradikale[n] Kulturbetriebler“ ein, der „sich als zuverlässige Stütze des Bestehenden“ erweise.[46] 2025 diagnostizierte Ulrich Morgenstern dem diesjährigen Motto der Wiener Festwochen – „Republik der Liebe“ – etwas „Totalitäres“.[47] Morgenstern argumentierte, „ein flüchtiger Blick auf die europäische Geschichte“ zeige, „dass soziale Ordnungen, die Liebe und zwischenmenschliche Harmonie einfordern, zu den brutalsten gehören“.[47] Ebenso problematisierte Morgenstern einen mutmaßlich einseitigen Antikapitalismus bei Rau, für den „der kapitalistische Westen auf die Anklagebank“ gehöre, während er vergleichbare Missstände im Realsozialismus oder vormodernen Gesellschaften übersehe.[47] In Folge diagnostizierte Morgenstern Rau ein „wenig originelles, aber wirkmächtiges ideologisches Weltbild“ und bezeichnete ihn als einen „Regisseur mit durchaus begrenzter historischer Bildung“.[48]

Zitate

„‚Die Fenster des Himmels stehen weit offen‘, heißt es in einem religiösen Lied. Das Theater, so denke ich, kann diese Fenster einen Spalt weit öffnen. Und auch wenn sie gleich wieder zugeschlagen werden: Man hat den Himmel kurz gesehen.“ (2016)[49]

Werke (Auswahl)

  • 2002: Paranoia Express, UA Autorenfilmtage Thun/Spiez (Spielfilm)
  • 2005: Dämonen, UA Hebbel am Ufer Berlin (Theaterstück)
  • 2005: Amnesie, UA Theaterdiscounter Berlin (Theaterstück)
  • 2005: Bei Anruf Avantgarde!, UA Sophiensaele Berlin / Theaterhaus Gessnerallee Zürich / FFT Düsseldorf / Kampnagel Hamburg (Theaterstück)
  • 2006: Das höchste Glück, UA Junges Theater Bremen (Theaterstück)
  • 2006: Pornografia, UA Staatsschauspiel Dresden/Kleines Haus (Theaterstück)
  • 2006: Out of focus, UA Maxim-Gorki-Theater Berlin/Studio (Performance)
  • 2007: Montana, Uraufführung Theaterhaus Gessnerallee Zürich / Ballhaus Ost Berlin/auawirleben Festival für zeitgenössisches Theater Bern (Theaterstück)
  • 2009/10: Die letzten Tage der Ceausescus, UA Teatrul Odeon Bukarest / HAU Berlin (Theaterstück, Film, Buch im Verbrecher Verlag, Berlin)
  • 2010/11: City of Change, UA Theater St. Gallen (Theaterperformance, Buch, Film)
  • 2011/12: Hate Radio, UA Kunsthaus Bregenz / Memorial Centre Kigali / HAU Berlin (Theaterstück, Film, Ausstellung, Buch im Verbrecher Verlag, Berlin)
    • Für die Hörspielfassung, produziert vom WDR/ORF, haben Milo Rau und die Hörspiel-Regisseurin Milena Kipfmüller 2014 den Hörspielpreis der Kriegsblinden erhalten
  • 2012: Breiviks Statement, UA Deutsches Nationaltheater Weimar / Theaterdiscounter Berlin (Theaterperformance)
  • 2013: Die Moskauer Prozesse, UA Sacharow-Zentrum Moskau / Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar / Stadttheater Bern (Theater, Film, Ausstellung, Buch)
  • 2013: Die Zürcher Prozesse mit Anklage der Weltwoche. Theater am Neumarkt Zürich.[50] (Theater, Film, Buch)
  • 2013: Die Enthüllung des Realen, Sophiensaele Berlin (Szenische Ausstellung, Buch)
  • 2013/14: Die Berliner Gespräche, Schweizerische Botschaft Berlin (Talkshow)
  • 2014: The Civil Wars, Beursschouwburg Brüssel / Theaterspektakel Zürich (Theater)
  • 2015: The Dark Ages, Uraufführung 11. April 2015, Regie: Milo Rau, Residenztheater, München (auch Hörspiel WDR)[51]
  • 2015: Leitfaden für Britische Soldaten in Deutschland, Uraufführung 8. Mai 2015, Regie: Milo Rau; Ursendung Hörspiel: 9. Mai 2015, WDR (Realisation: Milo Rau)
  • 2015: Das Kongo Tribunal, Bukavu-Hearings, Collège Alfajiri, 29.–31. Mai 2015; Berlin-Hearings, Sophiensaele, 26.–28. Juni 2015, Konzept und Regie: Milo Rau (Theater, Film, Buch)
  • 2016: Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs, Uraufführung 16. Januar 2016, Regie: Milo Rau, Schaubühne am Lehniner Platz (auch Hörspiel WDR)[52]
  • 2016: Five Easy Pieces, Uraufführung 14. Mai 2016, Regie: Milo Rau, Sophiensaele Berlin / Kunstenfestivaldesarts Brüssel
  • 2016: Empire, Uraufführung 1. / 9. September 2016, Regie: Milo Rau, Theaterspektakel Zürich / Schaubühne Berlin
  • 2017: Die 120 Tage von Sodom, Uraufführung 10. Februar 2017, Regie: Milo Rau, Schauspielhaus Zürich
  • 2017: Lenin, Uraufführung 10. Oktober 2017, Regie: Milo Rau, Schaubühne Berlin
  • 2017: General Assembly, Uraufführung 10. November 2017, Regie: Milo Rau, Schaubühne Berlin
  • 2018: Die Wiederholung. Histoire(s) du théâtre (I), Uraufführung: 4. Mai 2018, Regie: Milo Rau, Théâtre National, Brüssel
  • 2018: Lam Gods, Uraufführung: 28. September 2018, Regie: Milo Rau, NTGent, Gent
  • 2019: Orest in Mossul, Uraufführung 17. April 2019, Regie Milo Rau, NTGent, Gent
  • 2019/20: Das Neue Evangelium, Theater- und Filmprojekt von Milo Rau, Matera, Italien, Filmstart 17. Dezember 2020[53]
  • 2020: Familie, Uraufführung 4. Januar 2020, Regie: Milo Rau, NTGent, Gent
  • 2020: Everywoman, Uraufführung, 19. August 2020, Regie: Milo Rau, Salzburger Festspiele
  • 2020: Das Neue Evangelium, Kinostart, 17. Dezember 2020
  • 2021: La Clemenza di Tito, Oper, Regie: Milo Rau, Premiere: 19. Februar 2021, Grand Théâtre Genf
  • 2021: School of Resistance, Film- und Diskussionsreihe, 24.–28. Februar 2021, IIPM, NTGent, Akademie der Künste Berlin
  • 2021: Grief & Beauty, Theater, Regie: Milo Rau, Premiere: 22. September 2021, NTGent
  • 2022: The Interrogation, Theater, Text & Regie: Milo Rau & Édouard Louis, Premiere: 4. März 2022, ITA Amsterdam
  • 2023: Antigone im Amazonas, Theater, Regie: Milo Rau, Text: Milo Rau & Ensemble, Premiere: 13. Mai 2023, NTGent
  • 2024: Justice, Oper, Regie: Milo Rau, Text: Fiston Mwanza Mujila, Musik: Hèctor Parra, Premiere: 22. Januar 2024, Grand Théâtre de Genève[54]
  • 2024: Medea's Kinderen (Medea’s Children) Theater, Text & Regie: Milo Rau, Premiere: 1. April 2024, NTGent
  • 2024: Die Wiener Prozesse, UA Wiener Festwochen, Mai/Juni 2024
  • 2025: Burgtheater, nach Elfriede Jelinek in einer Bearbeitung von Milo Rau und Ensemble, Premiere: 18. Mai 2025, Wiener Festwochen
  • 2025: Die Wiener Kongresse, UA Wiener Festwochen, Mai/Juni 2025. Konzept: Milo Rau, Dramaturgie: Natalie Assmann, Robert Misik
  • 2025: Die Seherin, UA Wiener Festwochen, 5. Juni 2025. Text & Regie Milo Rau
  • 2025: Der Prozess Pelicot, UA Wiener Festwochen, 18. Juni 2025. Von Milo Rau und Servane Dècle
  • 2025: La Lettre, Regie: Milo Rau, Text: Milo Rau und Ensemble. UA 8. Juli 2025, Festival d'Avignon
  • 2025: An Other Nobel Prize Dinner, Ein Stück von Milo Rau, Anna Kölén, Servane Décle und Jamie Man. UA 10. Dezember 2025, Konträr Theater Stockholm
  • 2026: Rage, Text und Regie: Milo Rau, UA 31. Januar 2026, Dramaten Stockholm
  • 2026: Prozess gegen Deutschland, Regie und Idee: Milo Rau, Recherche und Dramaturgie: Mia Massmann, Robert Misik. UA 13.–15. Februar, Thalia Theater Hamburg (Lessingtage)

Auszeichnungen (Auswahl)

Schriften (Auswahl)

  • Widerstand hat keine Form, Widerstand ist die Form. Essays und Gespräche. Verbrecher Verlag, Berlin 2025, ISBN 978-3-95732-612-6.
  • Die Rückeroberung der Zukunft. Ein Essay. Rowohlt Verlag, Hamburg 2023, ISBN 978-3-498-00115-5.
  • Was Theater kann. Essays und Gespräche. Geparden Verlag, Zürich 2023, ISBN 978-3907406045.
  • Grundsätzlich unvorbereitet. 99 Texte über Kunst und Gesellschaft. Verbrecher Verlag, Berlin 2021, ISBN 978-3-95732-475-7.
  • Zusammen mit Kaatje de Geest, Carmen Hornbostel als Herausgeber: Why Theatre? – Golden Book V. Verbrecher Verlag, Berlin 2020, ISBN 978-3-95732-458-0.
  • Zusammen mit Luanda Casella, Stefan Bläske, Lara Staal als Herausgeber: The Art of Resistance. On Theatre, Activism and Solidarity – Golden Book IV. Verbrecher Verlag, Berlin 2020, ISBN 978-3-95732-441-2.
  • Orestes in Mosul – Golden Book III. Verbrecher Verlag, Berlin 2019, ISBN 978-3-95732-396-5.
  • Das geschichtliche Gefühl. Wege zu einem globalen Realismus. Saarbrücker Poetikdozentur für Dramatik. Mit einem Essay von Johannes Birgfeld als Herausgeber. Alexander Verlag, Berlin 2019, ISBN 978-3-89581-492-1.
  • Lam Gods – Gouden Boek II / The Ghent Altarpiece – Golden Book II. Flämische und englische Ausgabe. Verbrecher Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-95732363-7.
  • Globaler Realismus – Golden Book I / Global Realism – Golden Book I. Deutsche und englische Ausgabe. Verbrecher Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-95732-361-3.
  • Globaal realisme – Gouden Boek I / Réalisme global – Livre d’Or I. Flämische und deutsche Ausgabe. Nt Gent und Verbrecher Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-95732-362-0.
  • Das Kongo Tribunal. Verbrecher Verlag, Berlin 2017, ISBN 978-3-95732-198-5.
  • Lenin. Verbrecher Verlag, Berlin 2017, ISBN 978-3-95732-270-8.
  • Die 120 Tage von Sodom / Five Easy Pieces. Verbrecher Verlag, Berlin 2017, ISBN 978-3-95732-247-0.
  • Die Europa Trilogie / The Europe Trilogy. The Civil Wars, The Dark Ages, Empire. Verbrecher Verlag, Berlin 2016, ISBN 978-3-95732-217-3.
  • Rolf Bossart (Hrsg.): Althussers Hände. Essays und Kommentare. Verbrecher Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-95732-087-2.
  • Die Zürcher Prozesse / Die Moskauer Prozesse. Verbrecher Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-943167-80-1.
  • Hate Radio. Verbrecher Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-943167-06-1.
  • Rolf Bossart (Hrsg.), mit Beiträgen von Milo Rau u. a.: Die Enthüllung des Realen. Milo Rau und das International Institute of Political Murder. Verlag Theater der Zeit, Berlin 2013, ISBN 3-943881-69-5.
  • Was tun? Kritik der postmodernen Vernunft. Kein & Aber Verlag, Zürich 2013, ISBN 3-0369-5684-0.
  • Die letzten Tage der Ceausescus. Verbrecher Verlag, Berlin 2010, ISBN 978-3-940426-45-1.

Literatur

  • Laura Beck: Weißnasen mit Rückflugticket? Entwicklungshilfe als Egotrip bei Lukas Bärfuss und Milo Rau. In: (Off)the Beaten Track? Normierungen und Kanonisierungen des Reisens. Königshausen & Neumann, Würzburg 2018, S. 371–390.
  • Johannes Birgfeld: Milo Raus Theater der Revolution. Mimesis, Immersion und Transzendenz, Tragödie und globaler Realismus. In: Milo Rau: Das geschichtliche Gefühl. Wege zu einem globalen Realismus. Saarbrücker Poetikdozentur für Dramatik. Herausgegeben und mit einem Essay von Johannes Birgfeld. Alexander Verlag, Berlin 2019, ISBN 978-3-89581-492-1, S. 149–171.
  • Johannes Birgfeld, Caroline Frank: Milo Raus Die Moskauer Prozesse (2013) oder: Wenn das Theater das Gerichtstheater ersetzt. Überlegungen zu Formen des politischen Theaters im 21. Jahrhundert. In: Stefan Neuhaus, Immanuel Nover (Hrsg.): Das Politische in der Literatur der Gegenwart. De Gruyter, Berlin 2018, S. 273–290.
  • Franz-Josef Deiters: „Selbstermächtigung der handelnden Individuen in ihrer Zeit.“ Milo Raus Theater der Sozialen Plastik. In: Franz-Josef Deiters: Neues Welttheater? Zur Mediologie des Theaters der Neo-Avantgarden. Erich Schmidt Verlag, Berlin 2022, S. 115–151.
  • Carolin Emcke: Laudatio auf Milo Rau. In: Peter-Weiss-Jahrbuch Bd. 27 (2018), S. 161–166.
  • Ingrid Hentschel: Wer sieht uns, wenn wir leiden? Über die Präsenz des Religiösen im Gegenwartstheater: drei Szenen. In: Internationale katholische Zeitschrift Communio Bd. 49 (2020), S. 139–151.
  • Susanne C. Knittel: Memory and repetition. Reenactment as an affirmative critical practice. In: New German critique H. 46 (2019), S. 171–195.
  • Stella Lange: Staging transitory Europe. Precarious re-enactment variations form Le Birgit Ensemble’s “Memories of Sarajevo” to Milo Rau’s “The Dark Ages”. In: Forum modernes Theater H. 31 (2020), S. 160–174.
  • Christoph Leibold: Was tun. Das Real-Theater des Milo Rau. (Memento vom 25. Juli 2015 im Internet Archive)
  • Milo Rau in: Internationales Biographisches Archiv 32/2013 vom 6. August 2013, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
  • Thomas Sprecher: Gerichtstheater und Theatergericht. Anmerkungen zu einem Zürcher Versuch. In: Recht populär, Facultas, Wien 2016, S. 107–123.
  • Nike Thurn: Engagierte Form. Milo Raus Ästhetik des Reenactments. In: Peter Weiss Jahrbuch Bd. 27 (2018), S. 173–186.
  • Robert Walter-Jochum: (Ent-)Schärfungen: Terrorideologien als Material von Reenactments bei Romuald Karmakar und Milo Rau. In: Stefan Neuhaus, Immanuel Nover (Hrsg.): Das Politische in der Literatur der Gegenwart. De Gruyter, Berlin: 2018, S. 255–272.

Interviews, Reden

Einzelnachweise

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