Mindy Seu
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Mindy Seu (geb. 1991) ist eine US-amerikanische Designerin, Forscherin und Technologin, deren Arbeit sich auf die Veröffentlichung digitaler Archive konzentriert.[1][2] Sie ist für das Projekt Cyberfeminism Index und dessen Veröffentlichungen bekannt und lehrt derzeit am Fachbereich Design Media Arts der UCLA.[3]
Leben
Mindy Seu wuchs in Orange County, Kalifornien, auf, wo ihre aus Südkorea immigrierten Eltern einen Blumenladen betrieben.[4] Sie schloss 2013 ihr Bachelor Studium in Design Media Arts (Design und Medienkunst an der University of California, Los Angeles ab und erwarb 2019 an der Harvard Graduate School of Design einen Master in Design.[2][5]
Werdegang
Nach ihrem Abschluss an der UCLA arbeitete Mindy Seu im Design Studio des Museum of Modern Art sowie im Designstudio im Team für interaktive Medien bei der Agentur twoxfour.[6] Sie unterrichtete am California College of the Arts und veröffentlichte eigene Archivprojekte, darunter das webbasierte Archiv des Avant Garde Magazine sowie eine Digitalisierung von Emmett Williams’ konkretem Gedicht Sweethearts aus dem Jahr 1968.[7][8]
Von 2017 bis 2018 veröffentlichte sie die Webarchive der Zeitschriften Eros und Fact und vervollständigte damit die Digitalisierung der Publikationen von Ralph Ginzburg und Herb Lubalin.[9] Im Jahr 2018 wurde Mindy Seu zudem Stipendiatin beim Internet Archive und am Berkman Klein Center for the Internet & Society der Harvard University.[10][11] 2019 begann sie mit der Arbeit an einem Archiv zum Thema Cyberfeminismus, das später mit dem Design Studies Thesis Preis der Graduate School of Design der Harvard University ausgezeichnet wurde.[12]
Das Projekt Cyberfeminism Catalog begann als Tabelle, ein Medium, das sie aufgrund seiner Übersichtlichkeit und Beständigkeit häufig nutzt, und wurde unter anderem von der gemeinnützigen Kunstorganisation Rhizome unterstützt.[13][14][15] Das Projekt wurde 2020 virtuell im New Museum ausgestellt[16] und schließlich im Januar 2023 als 700-seitiges Buch mit dem Titel Cyberfeminism Index veröffentlicht. Der Cyberfeminism Index enthält Beiträge von Wissenschaftlerinnen und Kollektiven wie zum Beispiel VNS Matrix, Donna Haraway, Legacy Russel, Sadie Plant und dem Old Boys Network.[17][18][19]
In 2022 erhielt sie die MacDowell Residenz in Brooklyn, NYC.[20] Zuvor war sie als Assistenzprofessorin an der Mason Gross School of the Arts der Rutgers University sowie als Kunstkritikerin an der Yale School of Art tätig.[21][22][20]
In ihren aktuellen Veröffentlichungen, unter anderem für Criterion Collection und Spike Art Magazine, befasst sie sich mit Online-Kulturen, feministischer Ökonomie und der Materialität des Internets. Sie hält international Vorträge an Kulturinstitutionen (MoMA, Barbican Centre), akademischen Einrichtungen (Harvard University, Columbia University, Central Saint Martins) und Mainstream-Plattformen (Pornhub, SSENSE, Google). Mindy Seu lehrt derzeit als Professorin an der University of California, Los Angeles, im Fachbereich Design Media Arts.[23][24][25]