Minichhofen

Ortschaft im Bezirk Hollabrunn From Wikipedia, the free encyclopedia

Minichhofen ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Ravelsbach im Bezirk Hollabrunn in Niederösterreich. Die Ortschaft zählt 111 Einwohner (Stand 1. Jänner 2025[1]). Bis Ende 1970 war Minichhofen eine eigenständige Gemeinde.[2]

Schnelle Fakten
Minichhofen (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Minichhofen
Minichhofen (Österreich)
Minichhofen (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Hollabrunn (HL), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Hollabrunn
Pol. Gemeinde Ravelsbach
Koordinaten 48° 33′ 30″ N, 15° 54′ 0″ Of1
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Einwohner der Ortschaft 111 (1. Jän. 2025)
Fläche d. KG 2,94 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 03832
Katastralgemeindenummer 09120
Zählsprengel/ -bezirk Minichhofen (31036 005)
Bild
Ortsansicht mit einem der Zehenthöfe
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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111

Geographie

Der Ort liegt in einer Talweitung des Ravelsbaches. Durch den Ort verläuft die Landesstraße L48. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 59 Adressen.[3]

Geschichte

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 40 Häusern genannt, das nach Gettsdorf eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Stein besaß die Ortsobrigkeit und besorgte die Konskription. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Veste Eggenburg zu Limberg ausgeübt und die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Stein und Unterdirnbach.[4] Nach den Reformen 1848/1849 konstituierte sich Minichhofen im Jahr 1850 zur selbständigen Gemeinde und war bis 1868 dem Amtsbezirk Ravelsbach und danach dem Bezirk Hollabrunn zugeteilt.

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Minichhofen ein Gastwirt mit Gemischtwarenhandlung, ein Maschinenhändler und ein Landwirt mit Direktvertrieb ansässig.[5] Im Jahr 1971 trat Minichhofen zusammen mit anderen Gemeinden der Großgemeinde Ravelsbach bei.[2]

Persönlichkeiten

  • Heidi Gutruf (1943–2003), Kabarettistin und Schauspielerin, wohnte zeitweise im Ort

Literatur

  • Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 1: A–M. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 426 (Ausgabe 1769; Münchhofen in der Google-Buchsuche).
  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 4. Band: Leis bis Neusiedl. Sollinger, Wien 1834, S. 270 (MinichhofenInternet Archive).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 131.
Commons: Minichhofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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