Minotaur (2026)

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Minotaur (russisch Минотавр) ist ein Spielfilm von Andrei Swjaginzew aus dem Jahr 2026. Das Drama thematisiert die moralische und emotionale Krise eines russischen Geschäftsmanns vor dem Hintergrund tiefgreifender persönlicher sowie politischer Erschütterungen. Die internationale Koproduktion zwischen Frankreich, Lettland und Deutschland wird im Mai 2026 im Hauptwettbewerb des Filmfestivals von Cannes uraufgeführt.

TitelMinotaur (Минотавр)
OriginalspracheRussisch
Erscheinungsjahr2026
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Film
Titel Minotaur (Минотавр)
Produktionsland Frankreich, Lettland, Deutschland
Originalsprache Russisch
Erscheinungsjahr 2026
Stab
Regie Andrei Swjaginzew
Drehbuch Andrei Swjaginzew, Simon Lyashenko
Produktion Charles Gillibert, Nathanaël Karmitz, Marco Perego
Musik Evgueni Galperine,
Sacha Galperine
Kamera Michail Kritschman
Besetzung
  • Dmitriy Mazurov: Gleb
  • Iris Lebedeva: Galina
  • Boris Kudrin:
  • Yuriy Zavalnyouk:
  • Varvara Shmykova:
  • Juris Zagars:
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Handlung

Russland im Jahr 2022: Gleb lebt mit seiner Ehefrau Galina und dem gemeinsamen Sohn in einer Provinzstadt. Er leitet erfolgreich ein Unternehmen. Sein sorgfältig geordnetes Leben beginnt unter dem Druck wachsender geschäftlicher Belastungen und einer zunehmend instabilen Welt aus den Fugen zu geraten. Mit Beginn des Überfalls auf die Ukraine verliert Gleb wichtige Mitarbeiter, weil diese in den Westen abwandern. Gleichzeitig sieht er sich durch einen Beschluss der Regierung gezwungen, 14 seiner Angestellten für die „Spezialoperation“ abzustellen. Zur selben Zeit findet Gleb heraus, dass Galina ihn betrügt. Sein Zusammenbruch beschleunigt sich und er beginnt zunehmend mit Gewalt auf sein Umfeld zu reagieren. Beider Probleme entledigt sich Gleb daraufhin mit größtmöglicher Kälte.[1][2][3][4]

Entstehungsgeschichte

Andrei Swjaginzew (2024)

Minotaur ist der sechste Spielfilm des regierungskritischen[5] russischen Regisseurs Andrei Swjaginzew, der mittlerweile im Exil lebt.[4] Sein letzte Regiearbeit war das Oscar-nominierte Familiendrama Loveless (2017) gewesen. Dazwischen war Swjaginzew 2021 aufgrund einer schweren COVID-19-Infektion nach Deutschland gebracht worden. Diese habe bis zu 92 Prozent seiner Lungenfunktion zerstört. Insgesamt wurde er 11 Monate im Krankenhaus behandelt.[6] Ein danach 2023 erwogenes Spielfilmprojekt namens Jupiter, dass sich kritisch mit russischen Oligarchen beschäftigen sollte, kam nicht zustande.[6][7]

Das Drehbuch zu Minotaur verfasste Swjaginzew gemeinam mit Simon Lyashenko. Das Werk wurde vorab als „politische Fabel“ beschrieben, die Elemente des Kriminalfilms und Thrillers mit einer klassischen Tragödie verbinde.[8][9]

Die Dreharbeiten waren ab September 2025 in Lettland angesetzt[9] und endeten noch vor dem Jahreswechsel.[6] Swjaginzew vertraute seinem langjährigen Weggefährten Michail Kritschman die Kamera an. Die Filmmusik komponierten Evgueni und Sacha Galperine, mit denen Swjaginzew bei Loveless zusammengearbeitet hatte.

Minotaur wurde von MK Production, dem Produktionsarm von MK2 Films und Charles Gilliberts Firma CG Cinéma in Zusammenarbeit mit Regisseur und Drehbuchautor Swjaginzew produziert. Koproduzenten waren die deutsche Gesellschaft Razor Film und Forma Pro Films aus Lettland.[8] Finanziell unterstützt wurde das Projekt von ZDF und Arte[4] sowie der Deutsch-Französischen Förderkommission (Produktionsförderung in Höhe von 280.000 Euro) und der MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (100.000 Euro).[10]

Anfang April 2026 wurde bekannt, dass sich der Verleih Mubi die Veröffentlichungsrechte für Nordamerika, das Vereinigte Königreich und Irland, Deutschland, Österreich und Lateinamerika gesichert hat.[8]

Veröffentlichung

Die Weltpremiere von Minotaur findet im Mai 2026 im Hauptwettbewerb des 79. Filmfestivals von Cannes statt.[11]

Ein regulärer Kinostart in Frankreich unter dem Titel Minotaure ist am 14. Oktober 2026 im Verleih von Les Films du Losange geplant.[12]

In Deutschland und Österreich soll Minotaur von Razor Film verliehen worden.[8]

Auszeichnungen

Minotaur ist Andrei Swjaginzews vierte Regiearbeit nach 2007, 2014 und 2017, die in den Wettbewerb um die Goldene Palme eingeladen wurde.

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Cannes (2026) Goldene Palme – Bester Film Nominiert Andrei Swjaginzew
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Einzelnachweise

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