Mirande

französische Gemeinde From Wikipedia, the free encyclopedia

Mirande ist eine französische Stadt im Département Gers in der Region Okzitanien; sie ist Verwaltungssitz des Arrondissements Mirande und gehört zum Kanton Mirande-Astarac.

Schnelle Fakten
Mirande
Mirande (Frankreich)
Mirande (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Okzitanien
Département (Nr.) Gers (32)
Arrondissement Mirande
Kanton Mirande-Astarac
Gemeindeverband Cœur d’Astarac en Gascogne
Koordinaten 43° 31′ N,  24′ O
Höhe 139–268 m
Fläche 23,42 km²
Einwohner 3.457 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 148 Einw./km²
Postleitzahl 32300
INSEE-Code

Rathaus (Hôtel de ville)
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Geografie

Die Kleinstadt mit 3457 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) liegt am Fluss Baïse und an der Nationalstraße N 21 zwischen Auch (25 km) und Lourdes (75 km). Früher hatte sie einen Bahnhof an der – heute stillgelegtenBahnstrecke Agen–Tarbes.

Geschichte

Mirande wurde 1280 in der Nähe der Ortschaft Saint-Jean de Lézian von Bernhard IV., Graf von Astarac, als Bastide gegründet. Die Anlage des Ortes war plan- und regelmäßig. Mirande war bis zum 19. Jahrhundert von einer Stadtmauer mit vier Toren umgeben. Oberhalb der Stadt befand sich die gräfliche Burg, durch die Mirande 1297 Hauptstadt der Grafschaft wurde.

Die Gegend um Mirande ist seit 1909 geschütztes Herkunftsgebiet des Haut-Armagnac.[1] Am 1. August 1922 stießen bei Miélan zwei Pilgerzüge zusammen, die nach Lourdes unterwegs waren. Mindestens 33 Menschen starben.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr19621968197519821990199920102020
Einwohner36104075387938713565356836853445
Quellen: Cassini und INSEE

Sehenswürdigkeiten

Kirche Sainte-Marie
  • Die Kirche Sainte-Marie wurde Anfang des 15. Jahrhunderts vom Abt des Klosters Berdoues und dem Grafen von Astarac gestiftet. Nach der Zerstörung der Kirche Saint-Jean de Lézian im 16. Jahrhundert, wurde sie zur erzpriesterlichen Kirche aufgewertet. Im Jahre 1410 bestimmte der Papst in einer Bulle die Kirche zum Sitz des neu geschaffenen Bistums um das Kloster Berdoues. Zwar wurde diese Urkunde nur drei Jahre später widerrufen, doch konnte die Notre-Dame de Mirande den Status einer Kathedrale behalten. Auffallend am Bauwerk ist der imposante Portalvorbau, der den Glockenturm abstützt und dabei die nahe Straße überspannt. Sehenswert ist auch das Chorgestühl, der (ursprünglich aus dem Kloster stammende) Altar, ein Kirchenfenster aus dem 15. Jahrhundert und der Kreuzgang.
  • Überreste der alten Befestigungsanlage
  • Prächtige Häuser aus dem 15. Jahrhundert an der Place d’Astarac
  • Brücke aus dem 18. Jahrhundert über die Baïse
  • Rathaus mit seiner einladenden Grünanlage
  • Tour de Rohan, Adelssitz aus dem 14. Jahrhundert

Städtepartnerschaften

Commons: Mirande – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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