Mittelstands- und Wirtschaftsunion

gemeinsame Unterorganisation der beiden deutschen Unionsparteien CDU und CSU From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) (bis 27. September 2019: Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU) ist eine Vereinigung der Unionsparteien und ist zugleich die innerparteiliche Interessenvertretung der Unternehmer, Selbständigen und Freiberufler. Bundesvorsitzende ist seit Dezember 2021 die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann.[1]

Älteres Plakat der Mittelstandsvereinigung der CDU Westfalen-Lippe
Bundesvorsitzende Gitta Connemann

Geschichte

Nachdem es bereits seit 1949 diverse Zusammenschlüsse der mittelständischen Wirtschaft innerhalb von CDU und CSU gegeben hatte, bildeten sich parallel in beiden Parteien 1954 der Mittelstandsausschuss der CSU sowie der Unterausschuss für Mittelstandsfragen der CDU. Diese wurden unter dem mittelstandspolitischen Sprecher Kurt Schmücker zu einem Gemeinschaftsausschuss zusammengefasst, der seinen Sitz in Bonn hatte. Aus diesem Ausschuss ging 1956 die Mittelstandsvereinigung hervor. Ihr wurde auf dem CDU-Bundesparteitag der Status einer eigenständigen Vereinigung zuerkannt. 1995 schloss sich diese Mittelstandsvereinigung mit der Wirtschaftsvereinigung zusammen. Der 14. Bundesmittelstandstag am 27. September 2019 beschloss die Änderung des Namens auf „Mittelstands- und Wirtschaftsunion“. Das Kürzel MIT wurde beibehalten.[2]

Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion versteht sich als der organisatorische Zusammenschluss von mittelständischen und wirtschaftspolitisch interessierten Personen wie Gewerbetreibende, Handwerker, Unternehmer, Angehörige der Freien Berufe sowie von in der Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung verantwortlich tätigen Leistungsträgern.

Die MIT setzt sich nach eigenen Angaben für eine „Soziale Marktwirtschaft“ nach dem Verständnis von Ludwig Erhards ein.[3] Damit meint die MIT eine freiheitliche Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung auf der Grundlage von Eigeninitiative und Eigenverantwortung.[4]

Im Parlamentskreis Mittelstand (PKM) innerhalb der Bundestagsfraktion von CDU und CSU setzen sich 161 Abgeordnete (Stand Juni 2018), viele von ihnen in führenden Funktionen, für die Lösung mittelständischer Probleme ein.[5] Darüber hinaus wirkt der PKM als Verbindungsorgan der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zu den mittelständischen Organisationen, insbesondere den Kammern und Verbänden der mittelständischen Wirtschaft sowie der MIT.[6]

Die MIT veröffentlicht sechsmal im Jahr ihre Mitgliederzeitschrift Mittelstandsmagazin.

Landesverbände

Plakat der MIT zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2000

Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion ist eine gemeinsame Organisation von CDU/CSU,[4] jedoch trägt der bayrische Landesverband den Namen Mittelstands-Union und ist eine Arbeitsgemeinschaft der CSU.[7] Die Landesverbände sind teils weiter untergliedert in Bezirks-, Kreis-, Stadt- sowie Ortsverbände. Des Weiteren existieren Auslandsverbände in Belgien, Österreich und der Schweiz.[8]

Weitere Informationen Landesverband, Landesvorsitzende ...
Landesverband Landesvorsitzende[9] Mitglieder[10]
Baden-Württemberg Bastian Atzger 2664
Bayern (Mittelstands-Union) Sebastian Brehm 4012
Berlin Christian Gräff 881
Brandenburg Uwe Feiler 356
Bremen Thomas Ventzke 76
Hamburg Götz T. Wiese 215
Hessen Marco Reuter 1951
Mecklenburg-Vorpommern Dorin Müthel-Brenncke 249
Niedersachsen Holger Bormann 4586
Nordrhein-Westfalen Angela Erwin 6063
Rheinland-Pfalz Gereon Haumann 727
Saarland Shajan Aliyazdi 351
Sachsen Nora Seitz 499
Sachsen-Anhalt Harald Kremer 414
Schleswig-Holstein Stefan Lange 673
Thüringen Steffen Peschke 372
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Bundesvorsitzende

Weitere Informationen Beginn, Ende ...
BeginnEndeBundesvorsitzende
19561970Kurt Schmücker
19701977Egon Lampersbach
19771987Gerhard Zeitel
19871993Elmar Pieroth
19931996Klaus E. Bregger
19961997Hansjürgen Doss
19972005Peter Rauen
20052013Josef Schlarmann
20132021Carsten Linnemann
2021Gitta Connemann
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Siehe auch

Einzelnachweise

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