Mogon

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Mogon, auch Mogons, ist ein keltischer Gott, der nach der Interpretatio Romana mit Apollon gleichgesetzt wird. Mogon wird als Heil- oder Sonnengott gedeutet.[1]

Fundorte und Etymologie

Nach Mogon soll das römische Kastell Mogontiacum (Mainz, römische Provinz Germania superior) seinen Namen haben.[2] In einer Inschrift aus Metz (Divodurum, römische Provinz Gallia Belgica) wird eine dea Mogontina genannt.[3] Einige Fundorte befinden sich am Hadrianswall. Auf einem Altar in Risingham (Habitancum, Northumberland, England) wurde die eine Inschrift gefunden[4], eine andere in Chesterholm (Vindolanda, ebd.)[5]. Zwei Inschriften, in Penrith (Cumbria, England)[6] und Rochester (Bremenium, Northumberland, England)[7], sind unsicher zu lesen.

Mogons, auch Mogounos[8], keltiberisch Maganus[9], bedeutet „der Mächtige“ oder „der Große“.

Auf Mogon geht auch eine Theorie der Entstehung des Mainzer Rades zurück.

Das goldene Rad des Mogons, Balesme, Haute Marne (Frankreich)

Siehe auch

Literatur

  • Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1997, ISBN 3-7001-2609-3.
  • Wolfgang Haase: Religion (Heidentum: Die Religiösen Verhältnisse in den Provinzen). Walter de Gruyter, 1986, ISBN 978-3-11-010050-1, S. 52.

Einzelnachweise

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