Mollram

Ortschaft im Bezirk Neunkirchen From Wikipedia, the free encyclopedia

Mollram ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Stadtgemeinde Neunkirchen im Bezirk Neunkirchen in Niederösterreich mit 693 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1]

Schnelle Fakten
Mollram (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Mollram
Mollram (Österreich)
Mollram (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Neunkirchen (NK), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Neunkirchen
Pol. Gemeinde Neunkirchen
Koordinaten 47° 45′ 28″ N, 16° 5′ 26″ Of1
f3f0
Einwohner der Ortschaft 693 (1. Jän. 2025)
Gebäudestand 201 (2001f1)
Fläche d. KG 8,23 km² (31. Dez. 2023)
Postleitzahl 2620f1
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 05231
Katastralgemeindenummer 23319
Zählsprengel/ -bezirk Mollram (31818 031)
Bild
Kirche in Mollram
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
Schließen
f0
693
Wegkapelle Mollram
Wegkapelle Mollram

Geografie

Das nördlich von Neunkirchen gelegene Dorf befindet sich nordöstlich des Mollramer Waldes und ist über Nebenstraßen leicht erreichbar. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 345 Adressen.[2]

Geschichte

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 31 Häusern genannt, das nach St. Lorenzen eingepfarrt war, die Kinder jedoch in keinen Ort eingeschult wurden. Die Herrschaft Gerasdorf besaß die Ortsobrigkeit und besorgte die Konskription. Die Landgerichtsbarkeit wurde vom Magistrat Wr. Neustadt ausgeübt und die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Stixenstein, Neukloster, Emmerberg, Seebenstein, Schwarzau, Pottschach, Kirchberg, Wr. Neustadt und Steyersberg sowie der Pfarrrkirche St. Egyden.[3]

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Mollram drei Gastwirte, ein Gemischtwarenhändler, eine Schneiderin, ein Schuster und zahlreiche Landwirte ansässig. Die Lichtgenossenschaft Mollram betrieb zudem ein Elektrizitätswerk.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Der „Weltachsenschmierer“ ist eine Skulptur von Johann Gerhartl. Die Mollramer werden seit Jahrzehnten als „Weltachsschmierer“ bezeichnet, worauf der Künstler Bezug nahm. Im „Weltachsstadl“ am Dorfrand finde im Sommer auch das „Weltachsfest“ statt.
  • Zum Ortsgebiet Mollram ist ein Modellflugplatz zugehörig, der jährlich Modellflugtage veranstaltet.[5][6]

Literatur

  • Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 1: A–M. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 424 (Ausgabe 1769; Motrams in der Google-Buchsuche).
  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Wienerwald. 7 von 34 Bänden. 3. Band: Klosterthal bis Neunkirchen. Mechitaristen, Wien 1831, S. 278 (MolramInternet Archive).
  • Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 101, Sektion Wiener Neustadt, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 6,8 MB]).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 260.
Commons: Mollram – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI