Montbrison

französische Gemeinde im Département Loire From Wikipedia, the free encyclopedia

Montbrison [mɔ̃.bʁi.zɔ̃]  ist eine französische Gemeinde mit 16.123 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Loire in der Region Auvergne-Rhône-Alpes; sie ist Verwaltungssitz des Arrondissements Montbrison. Das Bureau centralisateur des gleichnamigen Kantons befindet sich in Montbrison. Die Bewohner werden Montbrisonnais und Montbrisonnaises genannt.

Schnelle Fakten
Montbrison
Montbrison (Frankreich)
Montbrison (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Auvergne-Rhône-Alpes
Département (Nr.) Loire (42)
Arrondissement Montbrison
Kanton Montbrison
Gemeindeverband Loire Forez Agglomération
Koordinaten 45° 36′ N,  4′ O
Höhe 370–552 m
Fläche 16,33 km²
Einwohner 16.123 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 987 Einw./km²
Postleitzahl 42600
INSEE-Code
Website ville-montbrison.fr

Blick auf Montbrison
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Kirche Notre-Dame-d’Espérance

Die Gemeinde erhielt 2022 die Auszeichnung „Drei Blumen“, die vom Conseil national des villes et villages fleuris (CNVVF) im Rahmen des jährlichen Wettbewerbs der blumengeschmückten Städte und Dörfer verliehen wird.[1]

Geografie

Montbrison liegt an der Grenze zur Ebene von Forez, am Fuß der Monts du Forez, 30 Kilometer von Saint-Étienne entfernt. Die Stadt wird vom Fluss Vizezy durchquert, im südlichen Bereich verläuft sein Zufluss Moingt.

Geschichte

Die erste Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 870. Unter den Grafen von Forez wurde Montbrison Hauptort der Grafschaft. Im Verlauf des Hundertjährigen Kriegs wurde der Ort befestigt. Unter König Franz I. kam Montbrison an die Krone Frankreichs.

Von Montbrison nach Montrond-les-Bains verlief von 1839 bis 1848 die erste, damals noch von Pferden gezogene Straßenbahn Europas (→ Straßenbahn Montbrison–Montrond).

Zum 1. Januar 2013 wurde die Gemeinde Moingt, seit 1973 assoziiert, nach einer Volksabstimmung endgültig eingemeindet. Moingt geht auf einen gallo-römischen Badeort, Aquae Segetae, aus dem 1. und 2. Jahrhundert zurück. Reste des römischen Theaters sind noch zu sehen.[2]

Bevölkerungsentwicklung

Weitere Informationen Jahr ...
Jahr19621968197519821990199920062017
Einwohner10.69711.21312.45113.28014.06414.58915.12715.641
Quellen: Cassini und INSEE
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Bildung und Kultur

Das in einem früheren Hôtel particulier am Boulevard de la Préfecture untergebrachte Musée d’Allard zeigt Ausstellungen zur Natur- und Kunstgeschichte sowie eine Spielzeugsammlung.[3]

Verkehr

Montbrison hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Clermont-Ferrand–Saint-Just-sur-Loire, der im Regionalverkehr von Zügen des TER Auvergne-Rhône-Alpes zwischen Saint-Étienne Châteaucreux und Boën-sur-Lignon bedient wird.

Sehenswürdigkeiten

Die gotische Stiftskirche Notre-Dame-d’Espérance wurde in den Jahren 1223 bis 1466 erbaut und steht als Monument historique (seit 1840) unter Denkmalschutz.[4]

Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Montbrison

Städtepartnerschaften

Mit der slowenischen Stadt Sežana[5] sowie der deutschen Stadt Eichstätt[6] besteht jeweils eine Städtepartnerschaft.

Persönlichkeiten

Geboren in Montbrison

Literatur

  • Christian Bec: Montbrison et sa région. Horvath, 1985.
  • Claude Latta: Histoire de Montbrison. Horvath, 1994.
Commons: Montbrison – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Illustration von Frans Hogenberg von 1570: Hauptman von Kunig Baron des Andrets gnant, Gwint Montbrison mitt sturmender Hant, ... (Digitalisat)

Einzelnachweise

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