Montpollin

französische Gemeinde From Wikipedia, the free encyclopedia

Montpollin ([mɔ̃pɔˈlɛ̃] ) ist eine Ortschaft und ehemalige Gemeinde mit 287 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im französischen Département Maine-et-Loire in der Region Pays de la Loire. Sie gehörte zum Arrondissement Saumur. Die Bewohner werden Montépollinois und Montépollinoises genannt.

Schnelle Fakten
Montpollin
Montpollin (Frankreich)
Montpollin (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Pays de la Loire
Département Maine-et-Loire
Arrondissement Saumur
Gemeinde Baugé-en-Anjou
Koordinaten 47° 35′ N,  6′ W
Postleitzahl 49150
Ehemaliger INSEE-Code 49213
Eingemeindung 1. Januar 2013
Status Commune déléguée

Kirche Saint-Eutrope
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Der Erlass des Präfekten vom 30. März 2012 legte mit Wirkung zum 1. Januar 2013 die Eingliederung von Montpollin als Commune déléguée zusammen mit den früheren Gemeinden Baugé, Pontigné, Saint-Martin-d’Arcé und Le Vieil-Baugé zur Commune nouvelle Baugé-en-Anjou fest.[1]

Der Erlass des Präfekten vom 10. Juli 2015 legte mit Wirkung zum 1. Januar 2016 eine Neugründung von Baugé-en-Anjou als Commune nouvelle fest, indem Montpollin mit den bisherigen Communes délégueés und zehn weiteren Gemeinden und Orte zusammengelegt wurden.[2]

Geografie

Karte von Montpollin

Montpollin liegt etwa 36 Kilometer ostnordöstlich von Angers, etwa 52 Kilometer südsüdwestlich von Le Mans und etwa 36 Kilometer nördlich von Saumur in der Région naturelle des Baugeois. Das Ortsgebiet liegt am Rand des Pariser Beckens. Das Bodenrelief zeigt ein hügeliges Gebiet mit einer maximalen Höhe von 103 m in einem Waldstück südwestlich des Zentrums, das auf einer Höhe von etwa 77 m liegt. Das Ortsgebiet wird vom Verdun entwässert, der das Ortsgebiet im Osten begrenzt und in seinem Oberlauf teilweise trockenfällt.

Umgeben wird Montpollin von vier Communes déléguées von Baugé-en-Anjou:

Fougeré (Commune déléguée) Clefs (Commune déléguée)
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt
Cheviré-le-Rouge
(Commune déléguée)
Saint-Martin-d’Arcé
(Commune déléguée)

Toponymie und Geschichte

Frühere Formen des Ortsnamens waren: Terra de Montepolino in pago Andegavensi (1047), Terra de Montepolim (1095 und 1109), Villa que dicitur Monpolins (1146), 'Villa que dicitur Monpolimps (1153), 'Villa que dicitur Monpolin (1167), Consuetudines de Montpoli (1167), Cura de Montepolim (1467), Pollin (1559), Pollin autrement Montpollin (1685), Pollin (1720–1726), Montpaulin (1798),[3] Mont Pollin (1793), Mont-Pollin (1801).

Montpollin war im Mittelalter ein Landgut der Herzöge des Anjou und wurde 1047 der Abtei Notre-Dame in Saintes gestiftet. Die bereits existierende Kirche wurde dem heiligen Germanus geweiht.[3]

Bevölkerungsentwicklung

Montpollin: Einwohnerzahlen von 1793 bis 2020
Jahr  Einwohner
1793
 
204
1800
 
202
1806
 
209
1821
 
252
1831
 
264
1836
 
225
1841
 
235
1846
 
232
1851
 
241
1856
 
242
1861
 
244
1866
 
230
1872
 
215
1876
 
209
1881
 
214
1886
 
214
1891
 
201
1896
 
182
1901
 
178
1906
 
181
1911
 
172
1921
 
155
1926
 
151
1931
 
145
1936
 
136
1946
 
142
1954
 
192
1962
 
175
1968
 
164
1975
 
141
1982
 
131
1990
 
129
1999
 
129
2006
 
169
2013
 
228
2020
 
260
Quelle(n): EHESS/Cassini bis 1999,[4] INSEE ab 2006[5][6][7]
Anmerkung(en): Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Steinkreuz auf dem Ortsfriedhof

Sehenswürdigkeiten

Die Pfarrkirche Saint-Eutrope stammt aus dem 11. und 13. Jahrhundert. Die nördliche Seitenkapelle gehört der Familie Ribouet de Sancé, deren am östlichen Ortsrand von Montpollin gelegenes, jedoch auf der Gemarkung der ehemaligen Gemeinde Saint-Martin-d’Arcé liegendes Schloss zur Besichtigung zugänglich ist. Auf dem Friedhof steht ein wertvolles Steinkreuz aus dem Jahr 1401. Kirche und Steinkreuz sind seit 1963 als Monument historique eingeschrieben.[8]

Das Herrenhaus im Weiler La Piochère datiert aus dem frühen 17. Jahrhundert, das Pfarrhaus aus dem 16. Jahrhundert.

Literatur

  • Le Patrimoine des Communes de Maine-et-Loire. Flohic Editions, Band 1, Paris 2001, ISBN 2-84234-117-1, S. 256–258.
Commons: Montpollin – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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