Mooskirchen

Marktgemeinde im Bezirk Voitsberg, Steiermark From Wikipedia, the free encyclopedia

Mooskirchen ist eine Marktgemeinde mit 2226 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Gerichtsbezirk bzw. Bezirk Voitsberg in der Weststeiermark.

Schnelle Fakten Marktgemeinde, Wappen ...
Marktgemeinde
Mooskirchen
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Mooskirchen
Mooskirchen (Österreich)
Mooskirchen (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Steiermark Steiermark
Politischer Bezirk: Voitsberg
Kfz-Kennzeichen: VO
Fläche: 17,97 km²
Koordinaten: 46° 59′ N, 15° 17′ O
Höhe: 380 m ü. A.
Einwohner: 2.226 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 124 Einw. pro km²
Postleitzahl: 8562
Vorwahl: 03137
Gemeindekennziffer: 6 16 15
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Marktplatz 4
8562 Mooskirchen
Website: www.mooskirchen.at
Politik
Bürgermeister: Peter Fließer (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2025)
(15 Mitglieder)
11
2
2
11 2 2 
Insgesamt 15 Sitze
Lage von Mooskirchen im Bezirk Voitsberg
Lage der Gemeinde Mooskirchen im Bezirk Voitsberg (anklickbare Karte)
Lage der Gemeinde Mooskirchen im Bezirk Voitsberg (anklickbare Karte)
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Das Ortszentrum von Mooskirchen mit dem Gemeindeamt und der Pfarrkirche.
Das Ortszentrum von Mooskirchen mit dem Gemeindeamt und der Pfarrkirche.
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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Geografie

Mooskirchen liegt etwa 20 km südwestlich von Graz im Tal der Kainach an der Südautobahn.

Gemeindegliederung

Gemeindeamt Mooskirchen

Das Gemeindegebiet umfasst neun Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025[1]):

  • Bubendorf (52)
  • Fluttendorf (327)
  • Gießenberg (239)
  • Kniezenberg (219)
  • Mooskirchen (678)
  • Neudorf bei Mooskirchen (94)
  • Rauchegg (146)
  • Rubmannsberg (113)
  • Stögersdorf (358)

Die Gemeinde besteht aus fünf Katastralgemeinden (Fläche Stand 31. Dezember 2023[2]):

  • Fluttendorf (386,1 ha)
  • Gießenberg (258,4 ha)
  • Mooskirchen (136,98 ha)
  • Neudorf bei Mooskirchen (197,05 ha)
  • Stögersdorf (818,78 ha)

Eingemeindungen

  • Am 1. Jänner 1948 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Neudorf bei Mooskirchen in Fluttendorf eingemeindet.[3]
  • Am 1. Jänner 1968 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Fluttendorf, Gießenberg und Stögersdorf in Mooskirchen eingemeindet.[4]

Nachbargemeinden

Söding-Sankt Johann Lieboch (GU)
Ligist Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Lannach (DL)
Sankt Stefan ob Stainz (DL)

Geschichte

Schon um 1100 gab es in Mooskirchen eine Kirche.[5] Das früheste Schriftzeugnis ist von 1180 und lautet „Mosekirchen“. Der Name geht auf althochdeutsch mos (Sumpf) zurück und bezeichnet ein Gotteshaus in einer sumpfigen Umgebung.[6]

Das im 14. Jahrhundert errichtete Schloss Winterhof wurde 1784 abgetragen, und das seit der Zeit um 1580 bestehende Schloss Gilgenbühel bestand bis ans Ende des 18. Jahrhunderts.

In den Jahren um 1970 bestand in Mooskirchen eine kleine Feldbahnanlage, die von Herrn Valdo Longo angelegt worden war. Sie wurde später nach Edelsbach bei Feldbach gebracht und 2006 nach Stainz verkauft, wo sie in die bereits bestehende Anlage neben dem Bahnhof Stainz eingegliedert wurde.[7] Eine der Lokomotiven war eine JW 20, die von Longo 1968 erworben worden war.[8]

Bevölkerungsentwicklung

Mooskirchen: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
 
1.439
1880
 
1.451
1890
 
1.489
1900
 
1.409
1910
 
1.422
1923
 
1.381
1934
 
1.437
1939
 
1.380
1951
 
1.481
1961
 
1.524
1971
 
1.613
1981
 
1.702
1991
 
1.830
2001
 
1.976
2011
 
2.062
2021
 
2.190
2025
 
2.226
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Mooskirchen

Ortsbildgestaltung

Im Rahmen des europäischen Wettbewerbes „Entente Florale Europe“ wurde Mooskirchen am 24. September 2009 mit einer Goldmedaille in der Kategorie Dorf ausgezeichnet.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaftssektoren

Von den 118 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 waren 27 Haupterwerbsbauern. Im Produktionssektor arbeiteten 145 Erwerbstätige in der Bauwirtschaft und 35 im Bereich Herstellung von Waren. Die wichtigsten Arbeitgeber des Dienstleistungssektors waren die Bereiche soziale und öffentliche Dienste (124), Beherbergung und Gastronomie (47), Handel (40) und Verkehr (32 Mitarbeiter).[9][10][11]

Weitere Informationen Wirtschaftssektor, Anzahl Betriebe ...
Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2021[12] 2011 2001 2021[12] 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 60 118 148 69 76 76
Produktion 36 25 22 147 180 95
Dienstleistung 116 116 58 281 303 202
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1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999, Arbeitsstätten im Jahr 2021

Arbeitsmarkt, Pendeln

Im Jahr 2011 lebten 1037 Erwerbstätige in Mooskirchen. Davon arbeiteten 228 in der Gemeinde, mehr als drei Viertel pendelten aus. Von den umliegenden Gemeinden kamen 331 Menschen zur Arbeit nach Mooskirchen.[13]

Verkehr

  • Eisenbahn: Rund zwei Kilometer nördlich von Mooskirchen befindet sich die Haltestelle Söding-Mooskirchen an der Köflacherbahn mit stündlichen Schnellbahnverbindungen nach Köflach und Graz.[14]
  • Straße: Im Gemeindegebiet befindet sich die Anschlussstelle Mooskirchen der Süd Autobahn A2.

Politik

Gemeinderat

In den Gemeinderat werden 15 Mandatare gewählt.[15]

Weitere Informationen Partei, % ...
Partei 2025 2020 2015
% Mandate % Mandate % Mandate
ÖVP 67,79 11 54,51 8 44,37 7
SPÖ 16,79 2 36,97 6 30,98 5
FPÖ 15,42 2 8,51 1 18,76 3
KPÖ 05,89 0
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Bürgermeister

Bürgermeister von Mooskirchen ist seit 17. Jänner 2025 Peter Fließer.[16]

Wappen

Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 1. August 2007. Die Blasonierung (Wappenbeschreibung) lautet:

In grünem Schild über schwarzem Schildfuß und einem erniedrigten silbernen, schwarz gefluteten Wellenbalken eine silberne Kirche mit zwei Rundbogenfenstern und rechts angebautem Chorraum, der Kirchturm mit Spitzdach, zwei hochrechteckigen Fenstern und schwarz durchbrochenem Rundbogenportal links angestellt, rechts beseitet von einem silbernen Dreibeinkessel.[17]

Der ehemaligen Gemeinde Stögersdorf wurde mit Wirkung vom 1. Oktober 1953 ein Gemeindewappen verliehen, die Blasonierung lautete:

Ein gespaltener Schild. Das vordere rote Feld wird von einem stilisierten goldenen Steg, das hintere silberne Feld von drei schwarzen Schrägrechtsbalken durchzogen.[18]

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Söhne und Töchter der Gemeinde

Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten

Historische Landkarten

Commons: Mooskirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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