Moritz Jüdell

deutscher Rechtsanwalt und Justizrat (1800-1880) From Wikipedia, the free encyclopedia

Moritz Jüdell (geboren 17. November 1800 in Hannover; gestorben 24. Januar 1880 in Celle) war ein deutscher Jurist und einer der ersten jüdischen Advokaten im Königreich Hannover.[1]

Leben

Das denkmalgeschützte Fachwerkhaus Großer Plan 6 in Celle; ab 1829 Wirkungsstätte Jüdells

Der zur Zeit der Personalunion zwischen Großbritannien und Hannover im Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg geborene Moritz Jüdell war Sohn des hannoverschen Großkaufmanns Salomon Isaak Jüdell. Nach seinen Studien der Rechtswissenschaften ließ er sich 1829 als Advokat im Haus Großer Plan 6 in Celle nieder.[2]

Um 1837 heiratete Jüdell die etwa 18 Jahre jüngere Pauline Oppenheimer. Aus der Ehe gingen 5 Kinder hervor; der älteste, 1839 geborene Sohn Otto Jüdell wurde ebenfalls Jurist.[1]

Nach seiner Ernennung 1849 zum Prokurator wurde Moritz Jüdell 1852 als Oberappelationsgerichtsanwalt am Celler Oberappellationsgericht zugelassen. Im Jahr der Reichsgründung 1871 wurde er mit dem Titel Justizrat geehrt.[2] Für seine Verdienste erhielt er 1879 den Roten Adlerorden[3] Vierter Klasse verliehen.[1]

Von 1858 bis 1880 wirkte Jüdell zudem als und Vorsteher der Celler Synagogengemeinde.[2]

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BW

Moritz Jüdell starb 1880 im Alter von 79 Jahren und wurde auf dem Celler Jüdischen Friedhof bestattet, wo sich sein Grabstein und die Grabsteine seiner Ehefrau und seiner Tochter mit ausschließlich deutschsprachigen Inschriften erhalten haben.[1]

Literatur

Commons: Moritz Jüdell – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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