Karl Moritz Kriegel

deutscher Rechtswissenschaftler From Wikipedia, the free encyclopedia

Karl Moritz Kriegel (auch Moritz Kriegel; * 9. Mai 1805 in Dresden; † 23. März 1839 in Hyères) war ein deutscher Rechtswissenschaftler.

Leben

Kriegel war Sohn eines fürstlich reußischen Hofrats. Er besuchte zusammen mit seinem älteren Bruder Albert Kriegel bis 1822 die Kreuzschule in Dresden. Danach studierte er von 1822 bis 1826 Rechtswissenschaften an der Universität Leipzig. Dort bestand er 1826 das juristische Staatsexamen mit Auszeichnung. Außerdem erhielt er den juristischen Bakkalaureusgrad. Danach ging er 1827 mit seinem Bruder an die Universität Göttingen und setzte dort sein Studium fort.

Kriegel ließ sich mit seinem Bruder in Leipzig nieder. Ab 1829 unterrichtete er an der juristischen Fakultät der Leipziger Universität. Dort wurde er 1831 mit der Dissertation Specimen commentarii perpetui ad legem successoriam in Saxonia regia a. 1829 promulgatam e fontibus authenticis edendi zum Doktor der Rechte promoviert. 1836 wurde er als Assessor Mitglied der Juristischen Fakultät. Als sein Hauptwerk gilt die mit seinem Bruder Albert bearbeitete Ausgabe des Corpus iuris civilis. Sie erhielt zu ihrer Zeit viel Aufmerksamkeit und wurde mehrfach aufgelegt. Im Gegensatz zu seinem Bruder war er weniger der Wissenschaft zugeneigt, als der Rechtspraxis.

Kriegel bereiste die deutschen Lande, Frankreich und England und soll einen Sinn für die Kunst, insbesondere für Malerei und Plastik gehabt haben. Er heiratete 1838 die älteste Tochter des Ilmenauer Superintendenten Friedrich August Schmidt. Bereits kurz nach der Hochzeit zeigte sich, dass er an Auszehrung litt. Zur Linderung reiste er mit seiner Frau und seiner Schwägerin nach Hyères in Frankreich, wo er nach kurzer Zeit plötzlich starb.

Werke (Auswahl)

  • Specimen commentarii perpetui ad legem successoriam in Saxonia regia a. 1829 promulgatam e fontibus authenticis edendi, Leipzig 1831.
  • mit Albert Kriegel: Corpus iuris civilis, 3 Bände, Baumgärtner, Leipzig 1833–1843 (Bände 2 und 3 vollendet von Emil Herrmann, mehrfach neu aufgelegt).

Literatur

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