Moritz Sembritzki
deutscher Jazzmusiker
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Moritz Sembritzki (* 1983 in Oldenburg) ist ein deutscher Jazzmusiker (Gitarre, Komposition, Orchesterleitung).
Leben und Wirken
Sembritzki absolvierte bereits im Alter von neun Jahren sein erstes Konzert in der Kulturetage Oldenburg. Anschließend hatte er Gitarren- und Ensembleunterricht an der städtischen Musikschule, war Mitglied des niedersächsischen Jugendjazzorchesters und gewann den „Jazzspatz“ auf Landesebene (Wettbewerb: „Jugend jazzt“) sowie den Kompositionswettbewerb der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Er studierte von 2003 bis 2006 an der Musikhochschule Weimar Jazzgitarre bei Frank Möbus, um ab 2006 seine Studien an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig bei Werner Neumann und bei Ralf Schrabbe (Komposition) sowie in Paris fortzusetzen. 2008 erhielt er den Jazznachwuchspreis der Marion Ermer Stiftung.[1]
2012 gründete Sembritzki die „Marching Band“ der Leipziger Musikhochschule. Ab Mitte der 2010er-Jahre spielte er u. a. in den Formationen Chapeau Claque (Album Eins Zwei Dinge) um Peer Kleinschmidt und mit Malte Schiller & Spielvereinigung Süd. Als Leader und Gitarrist des Berliner Magnetic Ghost Orchestra produzierte und schrieb er die Musik für das Album Sand (2016, u. a. mit Malte Schiller, Evgeny Ring, Florian Menzel, Raphael Klemm und Moritz Baumgärtner). Dem zweiten, selbstbetitelten Album (2022) folgte 2025 Holding On to Wonder.[2]
Sebritzkis Bigband-Kompositionen wurden auch von der Spielvereinigung Süd (Leipzig), Fette Hupe (Hannover), Kasseturm Big Band (Weimar) und dem Landesjugendjazzorchester Niedersachsen gespielt. Daneben arbeitete er als künstlerischer Koordinator für die New Yorker Komponistin Lisa Bielawa und ihre großformatige Neue-Musik-Performance „Airfield Broadcast“, das in Berlin und San Francisco zur Aufführung kam.
Seit Januar 2016 besteht eine 7-köpfige Formation unter Sembritzkis Leitung mit dem Namen Koerper v. a. mit Leipziger Musikern. Als Gitarrist gehört er zum Quintett Holzig, mit dem er zwei Alben einspielte.
Weiterhin ist Sembritzki, der in Berlin lebt, als Dozent an der Leipziger Hochschule für Musik tätig.