Mosè Bianchi
italienischer Maler
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Mosè Bianchi (* 13. Oktober 1840 in Monza; † 15. März 1904 ebenda) war ein italienischer Maler.

Biographisches
Mosè Bianchi wurde als Sohn des Malers Giosuè Bianchi 1840 in Monza geboren. Er studierte ab einem Alter von 16 Jahren an der Mailänder Accademia di Brera und war ein Schüler von Giuseppe Bertini. Sein Bruder Gerardo Bianchi war ebenfalls Maler, genauso sein Neffe Pompeo Mariani, der zum Teil bei ihm als Schüler gelernt hat.[1]
Bianchis Werke umfassen Landschaften, Genrebilder sowie Porträts. Er unternahm 1864 Reisen nach Florenz und Rom. Zwei Jahre später hielt er sich für längere Zeit in Venedig und Paris auf. In Frankreich wurde er stark vom Stil Joseph Meissonniers beeinflusst. Um 1877 erhielt er den Auftrag, drei Salons der Villa Giovannelli in Lonigo in Venetien auszugestalten. Während seiner Zeit in Venetien entwickelte er eine Vorliebe für Darstellungen der Lagune von Venedig und des Kampfes der Fischer gegen die Kräfte des Meeres.[1]
Dem stilistisch oft jenseits der Konventionen tätigen Mosé Bianchi blieb die akademische Anerkennung lange verwehrt. Erst 1898 nahm er einen Lehrstuhl an der Accademia Cignaroli in Verona an. Schon im folgenden Jahr musste er seine Stelle aber aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Er litt an einer teilweisen Lähmung und musste das Malen bald ganz aufgeben. Sein Neffe Pompeo Mariani trat seine Nachfolge in Verona an.[1][2] Nach Bianchis Tod im Jahr 1904 wurde er auf dem Friedhof in Monza beigesetzt.
Werke
- Dopo il duello, 1866
- La dama del pappagallo, 1872
- A Miracle, 1874
- La pittrice, 1875
- Ritratto di Signora, 1890
- Laguna al tramonto, 1893
Bianchis Werke sind unter anderem in den Musei Civici di Monza und der Sammlung Frugone in Genua ausgestellt. Das Deckengemälde in der Saletta Reale, dem Warteraum für den König von Italien im Bahnhof Monza, ist ebenfalls ein Werk von Mosè Bianchi.[3]
Literatur
- Ugo Nebbia: Bianchi, Mosè. In: Alberto M. Ghisalberti (Hrsg.): Dizionario Biografico degli Italiani (DBI). Band 10: Biagio–Boccaccio. Istituto della Enciclopedia Italiana, Rom 1968.
- Robert Darmstaedter: Künstlerlexikon. Über 4400 Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Pawlak, Herrsching 1986. ISBN 978-3-881-99300-5