Mozarts Briefe
Briefliche Hinterlassenschaft des Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart und seiner Familie
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Die Korrespondenz von Wolfgang Amadeus Mozart und seiner Familie stellt eines „der faszinierendsten Briefcorpora der Musikgeschichte“ dar,[1] eine „im musikgeschichtlichen Kontext des 18. Jahrhunderts beispiellos[e]“[2] Sammlung biographischer, zeit- und sprachgeschichtlicher Dokumente. „Keine Musiker-Briefschaften vor diesen und nur wenige parallel zu ihnen enthalten einen vergleichbaren Reichtum an Mitteilungen über die handelnden Personen, ihre Empfindungen, ihre musikalischen Ansichten und die Umstände ihres Alltags. […] Ohne diese Briefe und Aufzeichnungen wüßten wir so gut wie nichts, jedenfalls kaum etwas Zusammenhängendes“ über diesen weltberühmten Komponisten, „sein Leben und seine schöpferische Tätigkeit“. (Ulrich Konrad).[3] „Mozart partizipierte […] an der Briefkultur seines Jahrhunderts, aber auf eine uneigentliche und eigenwillige Weise, die Zuordnungen nicht einfach macht.“ (Laurenz Lütteken).[2]

Geschichte der Briefsammlung
Die Existenz der umfassenden Briefsammlung ist mehreren Familienmitgliedern zu verdanken: zuerst Mozarts Vater Leopold Mozart, der einen großen Teil der Dokumente gerade auch aus der Feder seines Sohnes gewissenhaft aufbewahrte,[4] und dann Mozarts Witwe Constanze und seiner Schwester Maria Anna („Nannerl“) Mozart.[5] Maria Anna Mozart stellte ihrer Schwägerin und ihrem Schwager Georg Nikolaus Nissen kurz nach deren Übersiedlung nach Salzburg im Jahr 1824 „400 Briefe der bis dahin sorgsam aufbewahrten Familienkorrespondenz“, zahlreiche Dokumente aus Mozarts Jugendzeit, Reiseaufzeichnungen „sowie die 130 Privatbriefe des Vaters an sie nach St. Gilgen zur Verfügung.“[6] Schon Nissen hat in seiner 1828 posthum erschienenen Mozart-Biographie[7] „ganz wesentlich aus den Familienbriefen geschöpft und diese in extenso abgedruckt“.[3]
Nachdem bereits 1914, herausgegeben von Ludwig Schiedermair, und 1942, herausgegeben von Erich Hermann Müller von Asow, umfassende Briefsammlungen publiziert worden waren, erschien mit der zwischen 1961 und 1975 von der der Internationalen Stiftung Mozarteum veröffentlichten, im Bärenreiter-Verlag publizierten Gesamtausgabe[8] erstmals eine „wissenschaftlich fundierte [vollständige] Edition dieses Materials“. Die vier Textbände wurden von Otto Erich Deutsch und Wilhelm A. Bauer (1888–1968) herausgegeben, im wissenschaftlichen Sprachgebrauch hat sich die Zitierform „Bauer/Deutsch“ durchgesetzt,[9] während die textkritischen Kommentare in drei Bänden und das Register im Wesentlichen von dem Bankkaufmann, Juristen und Mozart-Forscher Joseph Heinz Eibl (1905–1982) erarbeitet wurden.[10] 2005 erschien ein schmaler 8. Band mit einer Einführung und Ergänzungen, herausgegeben von Ulrich Konrad. Auch verschollene Briefe, deren Existenz sich aus den erhaltenen Dokumenten erschließen lässt, sind in der Edition nachgewiesen.[11] Die neben den Briefen enthaltenen Aufzeichnungen umfassen „Tagebucheintragungen, Reisenotizen, Werkverzeichnisse, Stammbucheintragungen, literarische Arbeiten, Empfehlungsschreiben, Rechnungen und anderes mehr“.[11] Ein großer Teil der Briefe liegt inzwischen auch in elektronischer Form unter dem Titel Mozart Briefe und Dokumente – Online-Edition, herausgegeben von der Internationalen Stiftung Mozarteum, Salzburg, vor.[12] Sie wird ständig, auch über den Bestand der Ausgabe von Bauer/Deutsch und Eibl hinaus, erweitert.
Inhalt der Sammlung
Die Familien-Korrespondenz aus der Lebenszeit Wolfgang Amadeus Mozarts lässt sich in mehrere Abteilungen untergliedern:
- Reiseberichte Leopold Mozarts an seinen Freund und Hausherrn Lorenz Hagenauer (1712–1792) aus dem Zeitraum 1762–1771.
- Reisebriefe von Leopold und Wolfgang Amadeus Mozart während ihrer Italienreisen von Dezember 1769 bis Dezember 1772 und der Reise nach Wien 1773 sowie Familienbriefe aus München an die daheimgebliebene Mutter aus der Zeit der Uraufführung von La finta giardiniera im Winter 1774/1775. Antwortbriefe der Adressatin(en) sind nicht erhalten.
- Briefe aus der Zeit der großen Reise Mozarts mit seiner Mutter Anna Maria Mozart nach München, Augsburg, Mannheim und Paris. Dieser Teil der Korrespondenz umfasst Schriftstücke aller Familienmitglieder.
- Die „Bäsle-Briefe“ Mozarts an seine Cousine Maria Anna Thekla Mozart. Die Briefe der Adressatin sind nicht überliefert.
- Austausch zwischen Wolfgang Amadeus Mozart in München und seinem Vater in Salzburg während der Zeit der Entstehung der Oper Idomeneo, November 1780 bis Februar 1781. Zahlreiche Schreiben beider Briefpartner sind erhalten.
- Briefe Mozarts aus der Wiener Zeit von März 1781 bis April 1787 an seinen Vater Leopold und gelegentlich an seine Schwester Maria Anna („Nannerl“) Mozart. Alle Briefe Leopolds an seinen Sohn aus dieser Zeit sind verschollen, ebenso dessen Briefe aus dem Zeitraum Juli 1784 bis März 1787.
- Briefe Leopold Mozarts an seine Tochter Maria Anna nach ihrer Vermählung mit Johann Baptist von Berchtold zu Sonnenburg aus dem Zeitraum August 1784 bis Mai 1787. Die Briefe Maria Annas sind verschollen.
- Briefe Mozarts an Johann Michael Puchberg mit der Bitte um finanzielle Unterstützung (sogenannte „Bettelbriefe“) aus den Jahren 1788 bis 1791.
- Briefe Mozarts an seine Frau, darunter wenige Schriftstücke aus der Zeit vor ihrer Vermählung, im übrigen Reisebriefe und Briefe an Constanze während ihrer Kuraufenthalte in Baden bei Wien aus den Jahren 1789 bis 1791. Von Constanze sind nur wenige Briefe beziehungsweise Postscripta an Maria Anna und Leopold Mozart aus den Jahren 1782 und 1783 überliefert. Ihre späteren Ehebriefe sind verschollen.
Hinzu kommen einzelne Briefe und Briefnachschriften von anderen und an andere Korrespondenten, z. B. Franz Fridolin Weber,[13] Joseph Bullinger, Friedrich Melchior Grimm,[14] Johann Baptist Becké (1743–1817), die Baronin Martha Elisabeth von Waldstätten (1744–1811), Maria Margarethe Marchand oder Gottfried von Jacquin (1767–1792). Darüber hinaus umfasst die von Bauer und Deutsch herausgegebene Sammlung zahlreiche Briefe Leopold Mozarts an den Augsburger Musikverleger Johann Jakob Lotter (1726–1824) aus den Jahren 1755 bis 1763 sowie Schriftstücke aus der Zeit nach Mozarts Tod von seiner Witwe und deren späteren Ehemann Georg Nikolaus Nissen, von seiner Schwester Maria Anna sowie seinen Söhnen Carl Thomas Mozart und Franz Xaver Wolfgang Mozart im Austausch mit verschiedenen Korrespondenten, darunter den Verlegern Breitkopf & Härtel und Johann Anton André.
Postverkehr
Die Mozarts ließen sich ihre Briefwechsel einiges kosten, die Postgebühren waren hoch und des Öfteren Thema. „Ob franko bezahlt wurde (vom Absender), porto (vom Empfänger) oder halb frankiert (hälftig von beiden), war auszuhandeln.“[15] In Mannheim war offenbar die Variante „halb-frankiert“ üblich, denn Mozarts Mutter schrieb im Dezember 1777 an ihren Mann: „wür müssen für ieden brief, den wür bekommen, und den wür auf geben, 12 X bezahlen, und wenn er gros ist 18 X wür haben weill wür hier sind schon über 6 f Postgeld bezahlt“.[16] Nach dem knapp zweimonatigen Aufenthalt von Mutter und Sohn waren das grob geschätzt etwa anderthalb Prozent von Leopold Mozarts Jahresgehalt.
Gelegentlich wurden „Einschlüsse“ oder „Beischlüsse“ von und an andere(n) Personen mitgeschickt.[17]
Es gab bestimmte Posttage, an denen Briefe ankamen und abgingen, meistens zweimal in der Woche.[18] Nachdem zwischen Salzburg und Mannheim zunächst in der Regel an jedem dieser Posttage jeweils ein Brief auf den Weg geschickt worden war, einigte sich die Familie am Ende des Jahres 1777 darauf, nur noch alle 8 Tage zu schreiben, wenn nichts Besonders mitzuteilen war.[19]
Auch die Transportdauer war lang. Zwischen Salzburg und Mannheim waren Briefe etwa 5 bis 7 Tage unterwegs,[20] zwischen Neapel und Salzburg rund 14 Tage,[21] und zwischen Salzburg und Paris etwa 9 bis 10 Tage.[22] Bei geringeren Entfernungen waren die Zustellzeiten kürzer, und es gab eventuell andere Verkehrswege. Der intensive Brief- und Warenverkehr zwischen Leopold Mozart in Salzburg und seiner Tochter in St. Gilgen nach deren Heirat erfolgte zumeist durch eine Glasträgerin, „die Produkte aus einer bei St. Gilgen gelegenen Glashütte nach Salzburg lieferte und dabei private Sendungen mitnahm“.[23] Während der Kuraufenthalte von Constanze in Baden bei Wien schrieben Mozart und seine Frau sich täglich; die Briefe erreichten in der Regel schon am nächsten Tag das Ziel.[24]
Öffentlichkeit und Privatheit
Während ein Teil der Dokumente, besonders die Reiseberichte Leopold Mozarts an seinen Vermieter, Finanzberater und Freund Lorenz Hagenauer, nicht nur dazu gedacht waren, „im Freundes- und Bekanntenkreise herumgereicht“, sondern auch von der Obrigkeit gelesen,[25][4] und vielleicht sogar veröffentlicht zu werden, waren andere Briefe sehr persönliche, intime, nur an den jeweiligen Adressaten oder die Adressatin gerichtete Schreiben. Wahrscheinlich galt das für fast alle Briefe Wolfgang Amadé Mozarts[26] – mit Sicherheit für die an seine Cousine Maria Anna Thekla Mozart und an seine (spätere) Frau Constanze, aber wohl auch für die meisten anderen Familienbriefe. Sein Brief an Joseph Bullinger vom 3. Juli 1778, dem Todestag seiner Mutter, beginnt mit den Worten „für sie ganz allein“ (unterstrichen).[27] „Mit der Lektüre dieser Lebenszeugnisse erlauben sich die Nachgeborenen wie selbstverständlich neugierige, indiskrete und nur zu oft besserwisserische Blicke in private Angelegenheiten fremder Menschen – Blicke, die sie sich in ihrer eigenen Gegenwart meist energisch verbitten würden. Nur die historische Ferne rechtfertigt die wissende Teilhabe an historischen Dokumenten auch intimster Art“ – verbietet aber „interpretatorische Vereinnahmungen“. (Ulrich Konrad).[28]
Leopold Mozarts Briefe
Leopold Mozart hat seine „quasi-literarischen“[4] Berichte an Lorenz Hagenauer möglicherweise sogar bewusst in Gedanken auf eine spätere Buchveröffentlichung über die Reisen verfasst.[29] Sie können über den biographischen Zusammenhang hinaus als zeitgeschichtliche Dokumente gelesen werden.
„In den Briefen, die Leopold Mozart auf seinen Reisen schrieb, offenbart sich ein Mensch, dessen Neugier auf alles unstillbar zu sein scheint – auf Religion und Medizin, auf Esskultur und Trinkgewohnheiten, auf Mode und Hygiene, auf Landschaft und Klima. Und vor allem auf Menschen, Weggefährten, Auftraggeber, mögliche Förderer und Mäzene, Könige und Königinnen, Gelehrte und Musiker. Leopold Mozarts Briefe sind eine Fundgrube nicht nur für Informationen über seinen Sohn, sondern auch für die Alltagsgeschichte seiner Zeit.“
Weitgehend trifft das auch für die, nun aber häufig durch persönlichere Postscripta Wolfgangs ergänzten Reisebriefe an Frau und Tochter aus Italien und Wien zu, als Leopold mit seinem Sohn unterwegs war, um Produktionsverträge (Scritture) an italienischen Opernhäusern abzuschließen.[31] Daneben wurde aber auch der private emotionale Kontakt in der Familie wachgehalten. Leopold beschließt die Briefe an seine Frau mit Wendungen wie „ich bin dein alter Mozart“. Es werden „viel[e] 10.000“, 1 Millionen oder sogar 10 Milliarden Küsse an die Daheimgebliebenen übersandt.[32]
Sicherlich wurden die Briefe von allen Familienmitgliedern und wahrscheinlich auch von den „freunden und freundinen in und ausser dem hauß“[33] gelesen, an die regelmäßig Grüße („Empfehlungen“) mitgeschickt wurden.[4] Passagen, die nicht für einen größeren Leserkreis bestimmt waren oder vor der Zensur geschützt werden sollten, wurden durch einen familieneigenen „Geheimcode“ chiffriert.[34]
Eine neue Situation entstand, als Wolfgang und seine Mutter im Herbst 1777 ohne Vater Leopold auf die Reise gingen, der sich bis dahin „auf allen Reisen unentbehrlich gemacht“ hatte.[35] Nun war er „gefangen in Salzburg“, konnte nur noch aus der Ferne versuchen, Einfluss zu nehmen.[36] Er schreibt „pro Woche mindestens einen – oft sehr langen – Brief. Es sind Briefe voller Ratschläge und Anweisungen, Ermahnungen und Vorwürfen bis hin zu Strafpredigten […] aber auch Briefe voller Zärtlichkeit und Empathie, Neugier und Hilfsbereitschaft, politischer und religiöser Betrachtungen, Witz und Tratsch“.[35] Auch Salzburger Lokal- und Tagesereignisse werden berichtet, gelegentlich sind Postscripta der Tochter Maria Anna und auch des Freundes Abbé Joseph Bullinger beigefügt, auch das Bölzelschießen (ein Spiel mit einer Windbüchse, einer Vorform des Luftdrucksgewehrs) ist in der Familie regelmäßig Thema, und ebenso die Familienhündin „Pimperl“.[37]
In die Vorwürfe, dass sie zu viel Geld ausgeben, eine falsche Reiseroute nehmen, unterwegs zu viel Zeit vergeuden würden, bezieht Leopold gelegentlich auch seine Frau mit ein.[38] Als der Sohn weder in München noch während des langen Aufenthalts in Mannheim etwas erreichen kann und erst recht, als er die Familie Weber kennengelernt hat und mit ihnen „seine eigenen Ideen verfolgt“,[35] sieht Leopold seine Kontrolle entschwinden. Die Vorstellung, sein Sohn könne „seine Jahrhundertbegabung um einer [verliebten] Laune willen wegwerfen“[39] ist ihm unerträglich.
Im Februar 1778 setzt Mozarts Mutter ausnahmsweise an ihrem Sohn vorbei eine Briefnachschrift aus Mannheim an Leopold ab, in der auch sie seine Wankelmütigkeit beklagt und vorschlägt, ihn selbst nach Paris zu begleiten.[40]
Das geschah dann auch. Leopold schickte eine Liste mit Namen und Adressen alter Pariser Bekannter nach Mannheim.[41] An Friedrich Melchior Grimm wandte er sich direkt.[42] Seinem Sohn machte er weiterhin Vorhaltungen.[43][44]
Als am 3. Juli 1778 Mozarts Mutter in Paris starb, bat er den Familienfreund Abbé Joseph Bullinger, seinen Vater in Salzburg auf die Todesnachricht vorzubereiten,[27] die er selbst anschließend am 9. Juli abschickte.[45][46] Leopold ist „im Innersten getroffen, bewahrt […] dennoch Haltung nach außen. […] Er fügt sich in den göttlichen Ratschluss und macht doch alle Welt […] verantwortlich – das Klima in Paris […], sie selbst […], seinen Sohn [… und] die Ärzte.“[47]
Nachdem Leopold anschließend erfolgreich mit Erzbischof Hieronymus von Colloredo über eine Anstellung seines Sohnes in Salzburg verhandelt hatte und diesem am 31. August 1778 das Ergebnis mitteilte, blieb Mozart keine Wahl. Da er dennoch die Heimreise „vertrödelte“,[48] 10 Tage in Nancy verschwunden war,[49] dann gegen den Willen seines Vaters noch einmal nach Mannheim fuhr und neue Pläne schmiedete,[50] verschärften sich die brieflichen Auseinandersetzungen,[51] ehe Mozart im Januar 1779 nach Salzburg zurückkehrte, die Stelle des Hoforganisten übernahm und bis November 1780 wieder mit seinem Vater und seiner Schwester zusammenlebte.
Am 5. November 1780 ging Mozart nach München, um die Opera seria Idomeneo, re di Creta zu komponieren und mit den beteiligten Sängern und Musikern einzustudieren; Leopold begleitete diese Arbeit voller Engagement von Salzburg aus, führte auch Verhandlungen mit dem dort ansässigen Librettisten Giambattista Varesco. In zahlreichen Briefen erörterten Vater und Sohn Fragen der Dramaturgie, der musikalischen Gestaltung, der Anforderungen an die Sänger usw. „Diese Briefe atmen einen völlig anderen Geist als die Briefe zuvor; es ist, als bekäme man Einblick in eine künstlerische Partnerschaft auf Augenhöhe.“[52]
Der letzte erhaltene Brief Leopold Mozarts an seinen Sohn datiert vom 22. Januar 1781 und ging von Salzburg nach München.[53] Auch als es zum Bruch mit Erzbischof Colloredo kam und Mozart sich entschloss, in Wien zu bleiben, wurde der Briefwechsel fortgesetzt, doch alle Briefe Leopolds von diesem Zeitpunkt an sind verschollen. Über die Gründe gibt es unterschiedliche Vermutungen. Laurenz Lütteken nimmt an, dass Mozart einfach weniger sorgfältig war als sein Vater,[4] während u. a. Silke Leopold davon ausgeht, „dass Constanze diese Briefe, die vermutlich wenig Schmeichelhaftes über sie selbst enthielten, vernichtet hat.“[54] Allerdings lassen sich Leopolds Reaktionen aus den weiterhin ausführlichen Briefen und Reaktionen seines Sohnes oftmals erschließen.[55] Er versuchte, Mozart von der Entscheidung für Wien abzubringen und widersetzte sich, letztlich vergeblich, dessen Verbindung mit Constanze Weber.[56]
Nachdem seine Tochter Maria Anna am 23. August 1784 geheiratet hatte und nach St. Gilgen gezogen war, begann eine neue Serie von Briefen Leopold Mozarts. Er schreibt ihr „alle paar Tage“, berichtet vom Salzburger Musikleben, von „Hof- und Stadtklatsch“, der „große[n] Politik und ihre[n] Folgen für den kleinen Mann“,[57] und ab September 1785 regelmäßig und ausführlich vom Ergehen seines Enkelkinds Leopold Alois Panthaleon („Leopoldl“), das er kurz nach seiner Geburt zu sich genommen hatte. Zwar informiert er Maria Anna immer wieder auch stolz über Wolfgangs Erfolge, auch nach seinem Besuch in Wien Anfang 1785, und schickt Klavierkompositionen von ihm an sie weiter.[58] Doch nennt er fast nie mehr seinen Namen, tituliert ihn in den Briefen fast nur noch als „deinen Bruder“.[59]
Wolfgang Amadeus Mozarts Briefe
Für Wolfgang Amadé Mozart war sein Vater bis in die Wiener Zeit hinein der wichtigste Ansprech- und Briefpartner. „Der Umstand, daß Leopold Mozart die Schreiben seines Sohnes archiviert hat, läßt darauf schließen, daß er sie nicht nur mehrfach gelesen, sondern wohl für überlieferungswürdig erachtet hat.“[4] Mozarts Briefe an seinen Vater „kreisen um Persönliches, im Falle der Heirat mit Constanze auch um Allerpersönlichstes, weisen aber […] auch darüber hinaus, […] wenn es um die Ansprüche des Komponisten an sich und an seine Werke geht“.[60] Nach den vorherigen Spannungen ist der kooperative Briefwechsel aus der Zeit der Entstehung des Ideomeneo noch einmal von gegenseitiger Achtung und Nähe geprägt. „Mozarts erster Brief aus Wien, mit dem die lange Reihe der Schilderungen über die Unzuträglichkeiten mit dem Erzbischof beginnt, ist [dann] mit der ungewöhnlichen Anrede ‚Mon trés cher amy!‘“ überschrieben:[61][62] er appelliert an die Hilfe und das Verständnis seines Vaters als Freund. „Die Briefe der folgenden Wochen werben geradezu mit immer deutlicheren Worten um Zuspruch und Bestätigung; je häufiger diese ausbleiben, desto mehr geht das Werben über in die Bitte um wenigstens den väterlichen Segen.“[62] Doch Leopold zog sich zurück, „verweigerte sich [… auch den] von Wolfgang nachdrücklich in Gang gehaltenen Diskussionen um seine kompositorischen Überlegungen und seinen Schaffensprozess.“[63]
Dreimal hat Mozart im Dialog mit seinem Vater Unterstützung von Außenstehenden gesucht: von Abbé Bullinger, der Mozarts Vater auf die Nachricht vom Tod der Mutter vorbereiten sollte,[27] von dem vertrauten Münchner Flötisten Johann Baptist Becké (1743–1817), der am 29. Dezember 1778 einen Brief an Leopold schrieb, um für einen freundlichen Empfang bei Mozarts Rückkehr nach Salzburg zu werben,[64] und von Martha Elisabeth Baronin von Waldstätten, die bei Mozarts Heirat mit Constanze zwischen ihm und seinem Vater vermittelte.[65]
Mozarts letzter Brief an seinen Vater stammt vom 4. April 1787. „Es ist der einzige Brief seit Mitte 1784 […], der sich in der Korrespondenz zwischen Vater und Sohn aus der Feder Wolfgang Mozarts erhalten hat.“ Mozart hatte erfahren, dass Leopold ernsthaft erkrankt war. Er versucht in diesem Brief „noch einmal so etwas wie persönliches Einvernehmen, menschliche Nähe herzustellen und dem Vater seine Gedanken über Tod und Sterben mitzuteilen“.[66]
„diesen augenblick höre ich eine Nachricht die mich sehr niederschlägt – […] daß sie wirklich krank seÿen!– wie sehnlich ich einer tröstenden Nachricht von ihnen selbst entgegen sehe, brauche ich ihnen doch wohl nicht zu sagen; […] obwohlen ich es mir zur gewohnheit gemacht habe mir immer in allen Dingen das schlimmste vorzustellen – da der tod (genau zu nemmen) der wahre Endzweck unsers lebens ist, so habe ich mich seit ein Paar Jahren mit diesem wahren, besten freunde des Menschen so bekannt gemacht, daß sein Bild nicht allein nichts schreckendes mehr für mich hat, sondern recht viel beruhigendes und tröstendes! – und ich danke meinem gott daß er mir das glück gegönnt hat mir die gelegenheit […] zu verschaffen, ihn als den schlüssel zu unserer wahren glückseeligkeit kennen zu lernen.“[67]
Doch Leopold reagierte nicht mehr.[66]
Mozarts Schreibstil
„Mozart war ein virtuoser Briefschreiber“,[68] „unter den Musikern seiner Zeit der sprachmächtigste, von einer Vitalität des Wortes und einer Anschaulichkeit des Schreibens wie kaum ein zweiter“.[69] Seine Briefe „schlagen den empfänglichen Leser“ wegen ihrer Prägnanz und Lakonik, „ihres [hastig ausgestoßenen] Atem[s], der gelebtes Leben ausströmt, [in den Bann]“. (Ulrich Konrad).[69] Weniger theoretische Gedanken als präzise Beobachtungen kümmerten ihn: „Eine Begegnung, ein schiefes Maul, ein dummes Gesicht, eine lustige oder groteske Szene, das hält er fest. Gegenüber Autoritäten ist er von einer erfrischenden und manchmal gefährlichen Respektlosigkeit.“ (Hans Maier).[70]
Er schrieb sozusagen im Staccato, reihte verschiedene Themen getrennt durch Gedankenstriche aneinander. Mit den Jahren „hatte sich Mozart so sehr angewöhnt, Gedankenstriche zu machen, dass ihrer in allen seinen Briefen unendliche sind“, so Nissen.[71]
Er jonglierte mit der Sprache, liebte Wortspiele, Anagramme, Wort- und Zahlenverdrehungen, Nonsens-Reime und -Texte.[72] „Fast wichtiger als die Bedeutung der Wörter ist [oft] ihr Klangsinn, ihre Tongestalt, ihre Vokalisation.“[73] Solche Sprachspiele pflegte er als Jugendlicher während der Italienreisen in Briefen und Postscripta an seine Schwester. Eine Nachschrift aus Wien unterzeichnete er 1773: „oidda. – gnagflow Trazom. neiw ned 12 tsugua 3771 [addio – wolfgang Mozart, wien den 21 august 1773]“.[74]
Er wechselte zwischen verschiedenen Sprachen: „hodie nous avons begegnet per strada Dominum Edlbach welcher uns di voi compliments ausgericht hat, et qui sich tibi et ta mere Empfehlen läst. Adio. W. M.“,[75] und schrieb auch ganze Briefe an Maria Anna auf Italienisch.[76]

Die Passion für Sprachspiele steigerte er noch in den Briefen an seine Cousine Maria Anna Thekla Mozart ab Ende Oktober 1777. Hier „errichtet Mozart die Bühne des Possenreißers und Wortakrobaten, und […] übernimmt […] vornehmlich die Rolle eines hemmungslos schwadronierenden Witzboldes.“[77] Die „fäkalerotischen“[78] Bäsle-Briefe „waren der Schrecken der Mozart-Biographen des neunzehnten Jahrhunderts“,[79] ehe, nachdem sie „in der Gesamtausgabe und in Sonderpublikationen allgemein zugänglich waren, [...] ihre Wahrnehmung um[schlug] […] in begeisterte Aufnahme und hingebungsvoll psychologisierende Deutung“,[78] und sie „das Entzücken der Mozart-Dramatiker und Filmemacher des zwanzigsten Jahrhunderts“ wurden.[79] „Das […] läßt sich in Hinblick auf die gesellschaftlichen und wertebezogenen Veränderungen in den späten 1960er Jahren […] nachvollziehen. Aber in den Bäsle-Briefen […] ein aussagekräftiges Psychogramm der Persönlichkeit Mozarts sehen zu wollen, wird […] wohl niemanden mehr überzeugen können.“ (Ulrich Konrad).[78]
„wie mir Mannheim gefällt? – – so gut einen ein ort ohne bääsle gefallen kan. Verzeÿhen sie mir meine schlechte schrift, die feder ist schon alt, ich scheisse schon wircklich bald 22 jahr aus den nemlichen loch, und ist doch noch nicht verissen! – und hab schon so oft geschissen – – und mit den Zähnen den dreck abbissen. […]
je vous baise vos mains, votre visage, vos genoux et votre – – afin, tout ce que vous me permettés de baiser. Mannheim le 13 Nomv: je suis de tout mon cœur votre Mannheim le 13 Nomv: Neveu et Cousin Wolfg: Amadé Mozart manu propria.“[80]
Doch auch andere Mitglieder der Familie Mozart benutzten fäkale Kraftausdrücke in Liebesgrüßen: „adio ben mio leb gesund, Reck den arsch zum mund. ich winsch ein guete nacht, scheiss ins beth das Kracht. es ist schon über oas iezt kanst selber Reimen.“ schrieb Anna Maria Mozart in einem Postscript aus München am 26. September 1777 an ihren Mann.[81] Es scheint sich dabei um einen feststehenden Spruch in der Familie gehandelt zu haben,[82] denn Mozart zitiert ihn wörtlich auch in einem Brief an seine Cousine.[83]
Sein „spielerisches, im Vokalen und Vitalen, im Vor- und Paralogischen liegendes Einverständnis mit der Welt sucht[e] Mozart vor allem in seinen Briefen an Frauen“.[73]
Aber der Spaß an (harmloseren) Wortspielen und Verballhornungen ist auch in Briefen an den Vater zu finden. Nachdem er, unter Einbeziehung eines Augsburger Kaufmanns versucht hatte, bei dem Mannheimer Bankier Dietrich Heinrich Schmalz (1720–1797) einen Kredit zu bekommen, scherzt er, vielleicht auch seine Verlegenheit überspielend, über dessen Namen: „sie müssen wissen, daß ich, […] doch nicht hab unterlassen können, ihn im brief zu bitten, er möchte mir doch eine anweisung an h: schmalz, oder butter, milch, käß, oder an wen er nur wollte, schicken.“[84] Leopold reagierte auf diesen Brief allerdings nicht amüsiert.[85]
„Die sprachschöpferische Phantasie Mozarts auf der Ebene der Wörter findet ihre Fortsetzung in frei erfundenen Geschichten. Deren Witz liegt zumeist darin, daß ein mit großem Aufwand geschlagener Spannungsbogen am Ende in der Luft hängen bleibt, und die Pointe sich als Nichtigkeit darstellt oder gar völlig fehlt. […] Geradezu ein Exemplum früher deutschsprachiger Nonsens-Literatur liefert das Märchen von den 11.000 Schafen“ in einem Brief an Maria Anna Thekla Mozart.[86][87]
Konflikthafte Gespräche, Auseinandersetzungen gerade „mit einflußreichen Persönlichkeiten, [...] Herrschern, Vorgesetzten und Personen von Stand“, schilderte Mozart, der genuine Opernkomponist, seinen Adressaten – zumeist seinem Vater – satirisch und sarkastisch in kleinen „Bühnenszenen“, wahren „Dramoletten“.[88] Sein Bericht von einem Disput mit Erzbischof Colloredo im Mai 1781:
„als ich also zu ihm hineinkamm, so war das erste; – Erz: Nun, wann geht er den Bursch? – Ich: Ich habe wollen heute Nacht gehen, allein der Platz war schon verstellt. dann giengs in einem odem fort. ich seÿe der liederlichste bursch den er kenne – kein Mensch bediene ihn so schlecht wie ich – er rathe mir heute noch weg zu gehen, sonst schreibt er nach haus, daß die besoldung eingezogen wird – man konnte nicht zu rede kommen, daß gieng fort wie ein feuer – ich hörte alles gelassen an – er lügte mir ins gesicht ich hätte 500 fl: besoldung – hiesse mich einen lumpen, lausbub, einen fexen […] – Endlich da mein geblüt zu starck in Wallung gebracht wurde, so sagte ich – sind also Ew: H: gnaden nicht zu frieden mit mir? – was, er will mir drohen, er fex, O er fex! – dort ist die tühr, schau er, ich will mit einem solchen elenden buben nichts mehr zu thun haben – endlich sagte ich – und ich mit ihnen auch nichts mehr – also geh er – und ich: im weg gehen – es soll auch dabeÿ bleiben; morgen werden sie es schriftlich bekommen.“[89]
Und er verfügte über weitere Ausdrucksmittel, die er „auf den jeweiligen Empfänger abstimmte“.[90] Über seine Braut erfand er, um den Vater günstig zu stimmen, eine fabulöse „Aschenputtel“-Geschichte[86] mit „auf die [angenommene] Erwartungshaltung des Vaters […] zugeschnitten[en]“ Lobeshymnen auf ihre „Häuslichkeit, Ehrbarkeit und Bedürfnislosigkeit.“[91][92]
Auch Mozarts Bittbriefe an Puchberg könnten zum Teil artifiziell überspitzt, das „theatralische Crescendo, das […sie] kennzeichnet“, mitunter etwas übertrieben gewesen sein.[93][94]
Solche in Konfliktsituationen geschriebenen Briefe sind stets auch in Hinblick auf ihre Intention, „gleichsam gegen den Strich“ zu lesen (Silke Leopold).[93]
Eine Sonderstellung haben Mozarts Briefe an seine Frau, die er in Zeiten reisebedingter Trennungen und während ihrer Kuren an sie schrieb: zärtliche Liebesbriefe, „in denen er sich mit [… ihr] auf eine heiter-verspielte, manchmal auch sehr freizügige, kaum für die Augen prüder Biographen bestimmte Weise unterhält“.[95] Die Anrede lautet meistens „(Aller)liebstes, bestes (Herzens)weibchen!“, ein Kosename für sie war „Stanzi-Marini“.[96] Auf seinen Reisen hatte er ein kleines Porträt von ihr bei sich:
„Dresden den 16t Aprill 1789. Nachts um 1/2 12 Uhr
Liebstes bestes Weibchen!
[...] keinen Brief habe ich dir noch geschrieben, wo ich nicht dein liebes Portrait vor meiner gestellt hätte. […] Nun lebe wohl, liebste, beßte, – Denke daß ich alle Nacht ehe ich ins Bett gehe eine gute halbe Stunde mit deinem Portrait spreche, und so auch beÿm erwachen. – […] O stru! stri! – ich küsse und drücke dich 1095060437082 mal (hier kannst du dich im aussprechen üben) und bin ewig Dein treuester Gatte und freund W. A. Mozart manu propria.“[97]
In seinem letzten Brief vom 14. Oktober 1791 berichtete Mozart seiner Frau von einer Aufführung der Zauberflöte, die nicht nur Antonio Salieri und Caterina Cavalieri, sondern auch seine Schwiegermutter und sein 7-jähriger Sohn Karl Thomas am Tag zuvor besucht hatten:
„Gestern Donnerstag den 13:tn […] hohlte ich Salieri und die Cavalieri mit den Wagen ab, und führte sie in die Loge – dann gieng ich geschwind die Mama und den Carl abzuhohlen […] du kannst nicht glauben wie artig beide waren, – wie sehr ihnen nicht nur meine Musick, sondern das Buch und alles zusammen gefiel. – Sie sagten beyde […] Sie würden sie gewis sehr oft sehen, den sie haben noch kein schöneres und angenehmeres spectacel gesehen. – Er hörte und sah mit aller Aufmerksamkeit und von der Sinfonie bis zum letzten Chor, war kein Stück, welches ihm nicht ein bravo oder bello entlockte, und sie konnten fast nicht fertig werden, sich über diese Gefälligkeit bei mir zu bedanken.“[98]
Bedeutung für die Forschung
„Über keinen anderen Komponisten sind wir so gut informiert wie über Mozart, keinem anderen können wir in ähnlicher Weise beim Komponieren gleichsam über die Schulter schauen, keiner gewährt uns auch einen derart intimen Blick in sein privates Leben.“ (Silke Leopold).[99] Zugleich wird die Vielzahl der gleichwohl lückenhaften Zeugnisse überlagert von den Legenden der Nachwelt: „Fakten und Fiktion haben sich im Laufe von Generationen zu einem Mozart-Bild vermischt, das zwischen dem einen und dem anderen kaum mehr unterscheiden kann.“[100] So bleiben sowohl die Edition der Gesamtausgabe der „Mozart-Briefe“ als auch deren Auswertung und Interpretation weiterhin Herausforderungen an Wissenschaftler und Biographen.[101]
Nicht zuletzt sind die Briefe der Mozart-Familie – „von der Germanistik noch immer nicht entdeckt“ (Hans Maier, 2003)[79] – auch sprachgeschichtliche Dokumente, faszinierende Zeugnisse (süd)deutscher Alltagssprache im 18. Jahrhundert.
Literatur
Gesamtausgabe
- Wilhelm A. Bauer, Otto Erich Deutsch (Hrsg.): Mozart. Briefe und Aufzeichnungen. Gesamtausgabe in 7 Bänden. ... erläutert von Joseph Heinz Eibl. Herausgegeben von der Internationalen Stiftung Mozarteum, Salzburg. Bärenreiter, Kassel u. a. 1962 ff.
Erweiterte Ausgabe, mit einer Einführung und Ergänzungen herausgegeben von Ulrich Konrad. 8 Bände. Bärenreiter, Kassel u. a., ISBN 3-7618-1749-5. dtv, München 2005, ISBN 3-423-59076-9.
Mozart Briefe und Dokumente – Online-Edition. Herausgegeben von der Internationalen Stiftung Mozarteum, Salzburg. [Zeilenzählung geringfügig abweichend von der Buchausgabe. Quellenangaben bei Zitaten i. d. R. nach der Online-Ausgabe].
Teilausgaben und Sekundärliteratur
- Georg Nikolaus von Nissen: Biographie W. A. Mozarts. Nach Originalbriefen, Sammlungen alles über ihn Geschriebenen; mit vielen neuen Beylagen, Steindrücken, Musikblättern und einem Facsimile. Leipzig 1828. (archive.org) Reprint herausgegeben und mit Anmerkungen versehen von Rudolph Angermüller. Olms, Hildesheim/Zürich u. a. 2010, ISBN 978-3-487-08493-0.
- Roland Tenschert: Mozart schreibt Briefe, Wilhelm Frick Verlag, Wien 1941.
- Willi Reich (Hrsg.): Mozarts Briefe, Manesse Verlag, Zürich 1991, ISBN 3-7175-1296-X.
- Jean-Jacques Greif: Wolfgang Amadeus Mozart. Bertelsmann, München 2003, ISBN 3-570-12742-7.
- Horst Wandrey (Hrsg.): Wolfgang Amadeus Mozart Briefe. Eine Auswahl. Henschelverlag Kunst und Gesellschaft, Berlin, 1964 (mit Vignetten von Heiner Vogel). Taschenbuchausgabe Diogenes Verlag, Zürich 1988. ISBN 3-257-216106.
- Joseph Heinz Eibl, Walter Senn (Hrsg.): Mozarts Bäsle-Briefe. Bärenreiter, Kassel 1978, ISBN 3-7618-0591-8.
- Volkmar Braunbehrens: Mozart in Wien. Piper, München/Zürich 1986, ISBN 3-492-02995-7. (archive.org)
- Hans Maier: Mozart in seinen Briefen. In: Internationale katholische Zeitschrift Communio. Band 21, Heft 1. 1992, S. 88–96.
- Hans Maier: Potz sapperment! Schreiben konnte er auch. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 15. März 2003, Nr. 63, S. 40.
- Ulrich Konrad: Wolfgang Amadé Mozart. Leben – Musik – Werkbestand. Bärenreiter, Kassel 2005, ISBN 3-7618-1821-1.
- Silke Leopold (Hrsg.): Mozart-Handbuch. Metzler/Bärenreiter, Stuttgart/Kassel 2005, ISBN 3-476-02077-0.
- Laurenz Lütteken: Mozart: Leben und Musik im Zeitalter der Aufklärung. C.H. Beck, München [2017], ISBN 978-3-406-71171-8.
- Silke Leopold: Leopold Mozart. ‚Ein Mann von vielen Witz und Klugheit‘. Bärenreiter Verlag / Metzler Verlag, Kassel 2019, ISBN 978-3-7618-2086-5 / ISBN 978-3-476-04914-8.
- Christian Gohlke: Der „dumste Brief“, den Mozart im Leben schrieb. Das Mozarteum präsentiert Neuerwerbungen in einer Sonderausstellung. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 4. Dezember 2025, S. 13.
Weblinks
- Briefe von Leopold Mozart und Wolfgang Amadeus Mozart auf der Webseite der Badischen Landesbibliothek.
- Ludwig Kohl (Hrsg.): Mozarts Briefe, Salzburg 1865, books.google.de