Mudschtahid

islamischer Rechtsgelehrter mit Qualifikation durch eine Hawza From Wikipedia, the free encyclopedia

Ein Mudschtahid (arabisch مجتهد, DMG muǧtahid) ist ein islamischer Rechtsgelehrter, der die Befähigung zur selbständigen Urteilsbildung (Idschtihād) besitzt. In der Zwölfer-Schia wird diese Qualifikation innerhalb der Hawza-Ausbildung erworben. Ein Mudschtahid, der Muqallidūn um sich schart, kann hier den Rang eines Ajatollah erlangen.

Innerhalb der islamischen Rechtstheorie gibt es den Grundsatz, dass jeder Mudschtahid Recht hat (kull muǧtahid muṣīb). Die Gültigkeit und Reichweite dieses Grundsatzes sind allerdings umstritten.

Begriff

Der Begriff ist nicht mit dem ähnlich lautenden Begriff Mudschāhid zu verwechseln, der denjenigen bezeichnet, der den Dschihad betreibt.[1]

Kompetenzen

Ein Mudschtahid hat umfangreiche Kenntnisse zu besitzen über:

Literatur

  • J. Calmard: Art. "Mudjtahid" in The Encyclopaedia of Islam. New Edition Bd. VII, S. 295b-304a.
  • Gökhan Çetinsaya: “The Caliph and Mujtahids: Ottoman Policy towards the Shiite Community of Iraq in the Late Nineteenth Century” in Middle Eastern Studies 41 (2005), 561–574.
  • Éric Chaumont: "'Tout chercheur qualifié dit-il Juste (Hal kull muǧtahid muṣīb)? La question controversée du fondement de la légitimité de la controverse en Islam" in A. Le Boulluec (éd.): La controverse religieuse et ses formes. Cerf, Paris, 1995. S. 11–27.

Anmerkungen

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