Muggio
Dorf und ehemalige Gemeinde in Breggia im Kanton Tessin, Schweiz
From Wikipedia, the free encyclopedia
Muggio [] ist eine Ortschaft in der Gemeinde Breggia im Schweizer Kanton Tessin.
| Muggio | ||
|---|---|---|
| Staat: | ||
| Kanton: | ||
| Bezirk: | Bezirk Mendrisio | |
| Gemeinde: | Breggia | |
| Postleitzahl: | 6838 | |
| Koordinaten: | 724502 / 84677 | |
| Höhe: | 665 m ü. M. | |
| Fläche: | 8,39 km² | |
| Einwohner: | 211 (31. Dezember 2008) | |
| Einwohnerdichte: | 25 Einw. pro km² | |
| Website: | www.comunebreggia.ch | |
Muggio | ||
| Karte | ||

Geographie
Muggio liegt etwa zehn Kilometer nordöstlich von Mendrisio im Muggiotal und umfasst die zwei Fraktionen Scudellate und Roncapiano.[1]

Geschichte
Das Dorf wurde 852 erstmals als Mugio erwähnt. Seit dem Altertum besiedelt, gab es im 9. Jahrhundert von hörigen Bauern (massaricii) bewirtschaftete Huben; verschiedene Grundstücke gehörten 1299 dem Domkapitel von Como. Schon damals wurde das Dorf zusammen mit andern Gemeinschaften im Tal erwähnt und war kirchlich mit Cabbio vereint. Erst nach 1673 wurde Muggio Vizepfarrei, die bis ins 19. Jahrhundert von der Mutterkirche Balerna abhing.
Am 20. April 2008 wurde der Zusammenschluss der Gemeinden Bruzella, Cabbio, Caneggio, Morbio Superiore, Muggio und Sagno zur Gemeinde Breggia angekündigt. Die Gemeinde Muggio lehnte diese Fusion ab. Vom Grossen Rat des Kantons Tessin wurde jedoch eine Verfügung erlassen, weshalb Muggio beim Bundesgericht eine Beschwerde einreichte. Nach der Niederlage vor dem Bundesgericht fand die Fusion am 25. Oktober 2009 statt. Muggio hat aber nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.[2]
Bevölkerung
Sehenswürdigkeiten
Das Dorfbild ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) als schützenswertes Ortsbild der Schweiz von nationaler Bedeutung eingestuft.[5]
- Pfarrkirche San Lorenzo[6]
- Kirche dell’Addolorata im Ortsteil Scudellate[6]
- Oratorium Beata Giuliana Falconieri im Ortsteil Roncapiano[6]
- Oratorium San Giovanni Battista im Ortsteil Turro[6]
- Wohnhaus Cantoni-Fontana[6]
- Öffentliche Waschbrunnen[6]
- Nevèra auf Alpe Génor[7]
- Muggio mit Cabbio im Hintergrund
- Pfarrkirche San Lorenzo
- Gemeindehaus
- Fraktion Scudellate
Persönlichkeiten
Literatur
- Stefania Bianchi: Muggio (Gemeinde). In: Historisches Lexikon der Schweiz. 11. Januar 2017.
- Massimo Guidi: L’architetto Simone Cantoni. In: Rivista Storica Ticinese. Band 9, 1946, S. 1155–1157.
- Giuseppe Martinola: Inventario d’arte del Mendrisiotto. Band I. Edizioni dello Stato, Bellinzona 1975, S. 393–405.
- Simona Martinoli u. a.: Muggio. In: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007.
- Agostino Robertini u. a.: Muggio. In: Il Comune. Edizioni Giornale del Popolo, Lugano 1978, S. 269–282.
- Celestino Trezzini: Muggio. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz. Band 5: Maillard – Saint Didier. Attinger, Neuenburg 1929, S. 205 (Digitalisat).
Weblinks
- Amt für Statistik des Kantons Tessin: Muggio (italienisch)
- Breggia-Muggio: Kulturgüterinventar des Kantons Tessin
- Ticinoinfoto: Muggio auf www.flickr.com
- Bundesamt für Kultur: Muggio im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (italienisch)
- Bundesamt für Kultur: Scudellate (Muggio) im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (italienisch)



