Mulknitz

Ortsteil von Forst (Lausitz) From Wikipedia, the free encyclopedia

Mulknitz, niedersorbisch Małksa,[3] ist ein Ortsteil der Stadt Forst (Lausitz) im brandenburgischen Landkreis Spree-Neiße. Bis zur Eingemeindung am 6. Dezember 1993 war Mulknitz eine eigenständige Gemeinde.

Schnelle Fakten Stadt Forst (Lausitz) ...
Mulknitz
MałksaVorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/Alternativname
Koordinaten: 51° 46′ N, 14° 36′ O
Höhe: 68 m ü. NHN
Fläche: 7,58 km²[1]
Einwohner: 77 (31. März 2021)[2]
Bevölkerungsdichte: 10 Einwohner/km²
Eingemeindung: 6. Dezember 1993
Postleitzahl: 03149
Vorwahl: 03562
Dorfkirche Mulknitz
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Lage

Mulknitz liegt in der Niederlausitz. Benachbarte Orte sind Bohrau im Norden, Naundorf im Nordosten, Sacro im Osten, die Stadt Forst im Südosten, Klein Jamno im Süden sowie das zur Gemeinde Wiesengrund gehörende Gosda im Südwesten. Westlich von Mulknitz liegt der Braunkohletagebau Jänschwalde.

Durch die Gemarkung von Mulknitz führen die Bundesstraße 112 von Forst nach Küstriner Vorland sowie die Kreisstraße 7110 nach Dubrau.

Geschichte

Mulknitz wurde am 6. Februar 1487 erstmals urkundlich erwähnt.[4] Der Ortsname stammt vom Flüsschen Malxe, das durch das Dorf fließt. Im Sorbischen tragen Ort und Fluss bis heute den gleichen Namen.

Am 24. November 1643 wurde Mulknitz von der Armee des schwedischen Generals Lennart Torstensson überfallen und zerstört. Im Jahr 1898 wurde Mulknitz durch einen Brand erneut zerstört.[5]

Die Dorfkirche in Mulknitz wurde in ihrer heutigen Form im Jahr 1927 nach Plänen von Curt Steinberg erbaut. Es sind zwei Vorgängerbauten überliefert, die 1818 erbaute Fachwerkkirche wurde nach dem Kirchenneubau abgerissen. Die Orgel der Kirche stammt aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und soll aus Bad Muskau stammen.[6][7] Bis 1825 wurde in Mulknitz auch in sorbischer (bzw. wendischer) Sprache gepredigt.[8]

Nach dem Wiener Kongress kam Mulknitz wie die gesamte Niederlausitz an das Königreich Preußen. Dort lag Mulknitz im Amtsbezirk Bohrau im Landkreis Sorau (Lausitz). Danach lag der Ort bis 1952 im Landkreis Cottbus. Am 25. Juli 1952 wurde Mulknitz dem neu gebildeten Kreis Forst im Bezirk Cottbus zugeteilt und lag nach der Wende im Landkreis Forst in Brandenburg. Nach der Kreisreform in Brandenburg am 6. Dezember 1993 kam Mulknitz zum neu gebildeten Landkreis Spree-Neiße und wurde in die Stadt Forst (Lausitz) eingemeindet.[9]

Bevölkerungsentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Anzahl Einwohner[10]
Jahr 18751890191019251933193919461950196419711981198519891992
Einwohner 129127145118162132170178122117921019390
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Commons: Mulknitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Nachweise

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