Multraship Commander
2006 gebauter Ankerziehschlepper (AHTS)
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Die Multraship Commander ist ein 2006 gebauter Ankerziehschlepper (AHTS). Das Schiff ist Teil des Notschleppkonzepts der niederländischen Küstenwache. Es wird wie auch das Schwesterschiff Multraship Protector von der Reederei Multraship Towage & Salvage betrieben.
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Geschichte
Das Schiff wurde am 26. Februar 2006 auf der Mützelfeldtwerft in Cuxhaven auf Kiel gelegt und am 19. April 2006 vom Stapel gelassen.[1] Marion Mayer, Gattin von Klaus Dieter Mayer, geschäftsführender Gesellschafter der Auftraggeber Harms Bergung Transport & Heavylift GmbH & Co. KG taufte das Schiff am 4. August 2006 auf den Namen Magnus.[2] 2015 ging der Schlepper zum niederländischen Unternehmen ALP Maritime Services.
Im Sommer 2022 wurde der Schlepper umbenannt und dient nun als Notfallschlepper für die niederländische Nordseeküste.[3]
Die Multraship Commander ist nach niederländischer Aufgabenbezeichnung ein „Emergency Response Towing Vessel“ kurz ERTV. Das Schiff ist von Multraship Towage & Salvage gechartert, die auch für die Einsatzbereitschaft und Wartung des Schiffes sowie für die Besatzung sorgt. Die Einsatzleitung befindet sich im Küstenwachzentrum (JRCC Den Helder).[4]
Aufgaben
Falls ein Schiff vor der Küste der Niederlande seine Antriebskraft verliert und in eine Windkraftanlage driftet, muss so schnell wie möglich Hilfe vor Ort sein, um Schäden am Schiff und am Windpark zu verhindern. Aus diesem Grund ist einer der Notfallschlepper vorsorglich auf See stationiert, um Unfälle zu verhindern. Das Schiff kann auch bei Such- und Rettungsaktionen Hilfe leisten.[5]

Die Multraship Commander wie auch das Schwesterschiff Multraship Protector haben ihr Hauptwirkungsfeld im Bereich der großen niederländischen Offshore-Windparks. Ganz oben steht dabei das Windenergiefeld „Borssele“, das sich in vier Entwicklungs-Zonen gliedert. Die Teilbereiche „Borssele I und II“ sind seit 2021 operativ. Dieser Park befindet sich rund 22 Kilometer vor der Küste der niederländischen Provinz Zeeland. Die Windturbinen sind dort auf eine Gesamtfläche von rund 128 Quadratkilometern aufgestellt. Die Stromerzeugungsanlagen wurden dabei von Siemens Gamesa gebaut. Vor Ort herrschen Wassertiefen zwischen 14 und 38 Metern vor.[6]
Weblinks
- Datenblatt, Multraship Towage & Salvage (PDF; 2,7 MB)
