Muza (Puck)
Dorf in Polen
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Muza (kaschubisch Mùza; deutsch Musa) ist ein Wohnplatz in der Landgemeinde Puck im Powiat Pucki der Woiwodschaft Pommern in Polen. Er gehört zum Sołectwo (Schulzenamt) Leśniewo (Leßnau).
| Muza Mùza | ||
|---|---|---|
| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Pommern | |
| Powiat: | Puck | |
| Gmina: | Puck | |
| Geographische Lage: | 54° 40′ N, 18° 15′ O | |
| Einwohner: | ||
| Postleitzahl: | 84-106 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 58 | |
| Kfz-Kennzeichen: | GPU | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Nächster int. Flughafen: | Danzig | |
Geographie
Der Ort liegt in Pommerellen und Kaschubien, 15 Kilometer südwestlich der Stadt Puck (Putzig) und etwa 20 Kilometer nordwestlich von Gdynia (Gdingen). Um den Ort erstreckt sich das Waldgebiet der Puszcza Darżlubska, auch als „Totenwald“ (Wald von Piaśnica) bekannt. Mała Piaśnica liegt einen Kilometer nordwestlich.
Geschichte
Der Ort wurde 1885 auch Kompina Musa (polnisch Kąpińska Muza) genannt.[1]
Die Region kam nach der Ersten Teilung Polens 1773 an das Königreich Preußen. Kirchort der Katholiken war Mechau, evangelische Bürger wurden 1888 nach Leßnau eingepfarrt. Von 1887 bis 1919 gehörte der Ort zum Kreis Putzig in der Provinz Westpreußen des Deutschen Reichs. Das Forsthaus Musa hatte den Status eines Wohnplatzes im Gutsbezirk der Oberförsterei Darslub im Amtsbezirk Darslub. Der Ort hatte 1885 und 1905 vier Einwohner. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde das Kreisgebiet mit Musa aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags, mit Wirkung vom 20. Januar 1920, an Polen abgetreten.[1]
Als Teil des Polnischen Korridors gehörte das Gebiet zum Powiat Pucki und wurde am 1. Januar 1927 in den Powiat morski eingegliedert. Durch den Überfall auf Polen 1939 kam das Gebiet des Korridors völkerrechtswidrig an das Reichsgebiet und wurde dem Reichsgau Danzig-Westpreußen zugeordnet. Im Waldgebiet wurde das Massaker von Piaśnica verübt. Der Ortsname wurde 1942 in Mittenwalde geändert.[1] Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs besetzte im Frühjahr 1945 die Rote Armee das Gebiet und übergab es an die Volksrepublik Polen.
In den Jahren 1975–1998 gehörte der Wohnplatz administrativ zur Woiwodschaft Danzig, der Powiat Pucki war in diesem Zeitraum aufgelöst.
Die Gemeinde gehört zu den zweisprachigen Gemeinden in Polen.
Verkehr
Die Woiwodschaftsstraße DW218 verläuft zwei Kilometer westlich. Der nächste Flughafen ist Danzig.
Literatur
- Hans Prutz: Geschichte des Kreises Neustadt in Westpreußen. Danzig 1872 (Online).
