Ro begann sportlich als Leichtathletin und startete für die Queens University in Charlotte als Siebenkämpferin.[1] 2016 wurde sie aufgrund ihrer leichtathletischen Leistungen vom US-amerikanischen Bob- und Skeletonverband zu einem Sichtungstraining für den Bobsport eingeladen. Für diesen wurde sie allerdings als zu klein befunden und man riet ihr zu einem Wechsel zum Skeletonsport.
Ihr Debüt gab Ro daraufhin am 13. November 2017 im Nordamerikacup auf der Bahn im kanadischen Calgary. Allerdings kam Ro bis zur Saison 2018/19 selbst im zweitklassigen Kontinentalwettbewerb nicht auf Podestplätze. Erst in der Saison 2019/20, bei der sie auch an einigen Europacuprennen teilnahm, gelangen Ro im Nordamerikacup erste Podestplätze und zum Saisonende zwei Siege, welche in der Gesamtwertung des Nordamerikacups für sie den dritten Platz bedeuteten. Allerdings hatte Ro mit Megan Henry, Kendall Wesenberg und Savannah Graybill noch drei Athletinnen vor sich, die sich im gleichzeitig stattfindenden Weltcup unter die besten 15 platziert hatten.
Trotz beständiger Podestplätze im Kontinentalwettbewerb, welche am Ende den 2. Platz im Nordamerikacup bedeuteten, änderte sich für Ro auch in der Corona-Saison 2020/21 diese Konstellation nicht, zumal Katie Uhlaender ihr Comeback gegeben hatte und die etwas ältere Sara Roderick ihre Chance im Weltcup bekam. Auch in der Olympiasaison 2021/22 setzte der US-Verband im Weltcup nicht auf Ro, nominierte sie aber erstmals für Rennen im Intercontinentalcup und ließ sie bei fast allen Rennen im Europacup starten. In der Gesamtwertung belegte sie daraufhin im Europacup den 2. Platz. In der Saison 2022/23 erkämpfte sich Ro durch starke Leistungen im Europacup mit vier Podestplätzen in den ersten vier Rennen, darunter drei Siegen, einen Startplatz im Weltcuprennen am 13. Januar 2023 in Altenberg, für welches sie der US-Verband nominierte. Darüber hinaus gewann Ro auch jeweils zwei Wettbewerbe im Intercontinental- und Nordamerikacup.
Diese Leistungen bewogen offensichtlich den US-Verband dazu, Ro für die Saison 2023/24 neben Katie Uhlaender und Sara Roderick für den Weltcup zu melden. Nachdem die US-Athletinnen den Weltcup in Yanqing noch ausließen, begann Ro die Saison in La Plagne gleich mit einer Überraschung, sie belegte den zweiten Platz und erzielte damit ihren ersten Podestplatz bereits beim zweiten Weltcupstart. Dieser Leistung folgten zwei weitere Podestplätze und zum Saisonabschluss der erste Weltcupsieg in Lake Placid, was am Ende den achten Platz in der Weltcupgesamtwertung bedeutete. Diese Weltcupveranstaltung wurde gleichzeitig als Panamerikameisterschaft gewertet, so dass Ro 2024 erstmals den Titel einer Panamerikameisterin gewann. Bei ihrer Weltmeisterschaftspremiere in Winterberg belegte sie als einzige US-Vertreterin im Einzel den 8. Platz, im Mixed-Wettbewerb mit Austin Florian den 5. Platz.
Für die Saison 2024/25 wurde Ro erstmals von Beginn an für den Weltcup gemeldet. Nach einem eher verhaltenen Start konnte sie zum Saisonende hin je einmal im Einzel und im Mixed einen zweiten Platz erzielen. Von allen vier eingesetzten US-Athletinnen war Ro die leistungsstärkste und belegte in der Weltcupgesamtwertung den 12. Platz. Bei den Weltmeisterschaften im heimischen Lake Placid gelang ihr dann bereits im Einzelwettbewerb die erste faustdicke Überraschung. Bereits die zweitbeste Zeit im ersten Lauf ließ aufhorchen. In einem an Spannung nicht armen Wettkampf lag Ro gemeinsam mit der Brasilianerin Rocha Silveira nach dem ersten Wettkampftag auf Platz vier. Am zweiten Tag fuhr Ro in beiden Läufen die drittbeste Zeit. Diese Konstanz und die Unausgeglichenheit der Konkurrenz führten dazu, dass Ro nach 12 Jahren mit Silber erstmals wieder eine Einzelmedaille für einen amerikanischen Skeletoni gewann. Im nicht minder spannenden Mixed-Wettbewerb setzte Ro dann noch einen drauf. Sie legte mit der zweitbesten Zeit bei den Frauen vor, ihr Teampartner Austin Florian fuhr die viertschnellste Zeit bei den Männern. In der Summe reichte das mit einer Zehntel Vorsprung für den Weltmeistertitel, da speziell die deutsche Konkurrenz zu inkonstante Leistungen anbot.