Mönchsambach
Ortsteil von Burgebrach
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Mönchsambach ist ein Gemeindeteil des Marktes Burgebrach im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[2] Die Gemarkung Mönchsambach hat eine Fläche von 12,941 km². Sie ist in 1151 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 11243,02 m² haben.[3] In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Dippach und Wolfsbach.[4]
Mönchsambach Markt Burgebrach | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 49′ N, 10° 41′ O |
| Höhe: | 275 m ü. NHN |
| Einwohner: | 79 (31. Dez. 2024)[1] |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1972 |
| Postleitzahl: | 96138 |
| Vorwahl: | 09546 |

Geografie
Das Dorf liegt auf freier Flur an der Mittelebrach. Die Bundesstraße 22 führt nach Mönchherrnsdorf (2 km westlich) bzw. nach Dürrhof (1,4 km östlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Dippach (1,9 km südöstlich) und nach Büchelberg (2,8 km südwestlich).[5]
Geschichte
Der Ort wurde um das Jahr 1000 als „Santbach“ erstmals urkundlich genannt. 1303 wurde der Ort „Wulfrichsambach“ genannt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist Ulfrich, ein Grundherr des Ortes. Lehensherrn waren die Grafschaft Castell und das Hochstift Würzburg. Im 13./14. Jahrhundert gelangte das Kloster Ebrach in Besitz der Anwesen.[6]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Mönchsambach 16 Anwesen (8 Höfe, 3 Güter, 2 Gütlein, 1 Mühle) und 1 Badstube. Das Hochgericht übte das würzburgische Centamt Oberschwarzach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das Kloster Ebrach. Neben den Anwesen gab es eine Schmiede, die der Kommune gehörte.[7]
Im Jahre 1802 kam Mönchsambach an das Herzogtum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde im Jahr 1811 der Steuerdistrikt Mönchsambach gebildet, zu dem Wolfsbach gehörte. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Mönchsambach, zu der Dippach und Wolfsbach gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Burgebrach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Burgebrach (1919 in Finanzamt Burgebrach umbenannt, von 1928 bis 1945 Finanzamt Bamberg-Land, ab 1945 Finanzamt Bamberg). Ab 1862 war das Bezirksamt Bamberg II (1939 in Landkreis Bamberg umbenannt) für Mönchsambach zuständig. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Burgebrach (1880 Amtsgericht Burgebrach umbenannt, 1932 aufgelöst, seitdem Amtsgericht Bamberg).[8] Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 12,959 km².[9]
Am 1. Januar 1972 wurde Mönchsambach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Burgebrach eingemeindet.[10][11]
Baudenkmäler
In Mönchsambach gibt es vier Baudenkmäler:[12]
- Haus Nr. 18: Brauerei Zehendner
- Haus Nr. 24: Katholische Kapelle St. Martin
- Haus Nr. 26: Bauernhof mit Austragshaus
- Haus Nr. 31: Bauernhaus
Einwohnerentwicklung
Gemeinde Mönchsambach
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 317 | 396 | 391 | 399 | 397 | 403 | 417 | 399 | 400 | 396 | 387 | 392 | 367 | 360 | 356 | 367 | 366 | 363 | 354 | 473 | 525 | 464 | 355 | 369 |
| Häuser[13] | 57 | 58 | 59 | 60 | 61 | 62 | 65 | 68 | ||||||||||||||||
| Quelle | [8] | [14] | [14] | [14] | [15] | [16] | [17] | [18] | [19] | [20] | [21] | [14] | [22] | [14] | [23] | [14] | [24] | [14] | [14] | [14] | [25] | [14] | [9] | [26] |
Ort Mönchsambach
Religion
Mönchsambach ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Vitus (Burgebrach) gepfarrt.[7][9]
Literatur
- Peter Schneider: Der Steigerwald in der Gesamtschau. Stürtz, Würzburg 1958, DNB 454428790, OCLC 1070929849, S. 165.
- Hildegard Weiß: Stadt- und Landkreis Bamberg (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 21). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1974, ISBN 3-7696-9884-3.
Weblinks
- Mönchsambach in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 19. November 2025.
- Mönchsambach in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 19. November 2025.
- Mönchsambach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 19. November 2025.