Mostki (Świebodzin)

Dorf in Polen From Wikipedia, the free encyclopedia

Mostki (deutsch Möstchen) ist ein Dorf in der Gemeinde Lubrza (Liebenau) im Powiat Świebodziński in der polnischen Woiwodschaft Lebus.

Schnelle Fakten Basisdaten, Wirtschaft und Verkehr ...
Mostki
?
Mostki (Polen)
Mostki (Polen)
Mostki
Basisdaten
Staat: Polen Polen
Woiwodschaft: Lebus
Powiat: Świebodzin
Geographische Lage: 52° 16′ N, 15° 23′ O
Einwohner: 543 (2011)
Postleitzahl: 66-232
Telefonvorwahl: (+48) 68
Kfz-Kennzeichen: FSW
Wirtschaft und Verkehr
Straße: E 30 ŚwiebodzinSłubice
Nächster int. Flughafen: Poznań-Ławica
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Geographische Lage

Das Dorf liegt in der Neumark, zwischen Świebodzin (Schwiebus) und Łagów (Lagow), beim Großen Nieschlitzsee (Jezioro Niesłysz), südwestlich der Ortschaft Lubrza (Liebenau).

Geschichte

Möstchen südwestlich von Liebenau auf einer Landkarte von 1936
Ehemalige evangelische Kirche von Möstchen
Ehemaliges Herrenhaus des Guts Möstchen, heute als Schulgebäude genutzt
Bismarckturm von Möstchen, etwa 1,5 km westlich der Ortschaft gelegen

Im 14. Jahrhundert befand sich die Ortschaft im Besitz der Familie Löben. Von 1650 bis 1693 war Möstchen im Besitz derer von Pfuel.[1] Um die Mitte des 19. Jahrhunderts war die in Züllichau wohnhafte Frau Landrätin von Brescius, geb. Paech-Seeläsgen, Erbin und Besitzerin des Ritterguts Möstchen.[2] Sie stammt aus der Vorbesitzerfamilie[3] Paech-Seeläsgen. In der Ortschaft gab es drei Wassermühlen.[4][5] Das Patronat über die evangelische Dorfkirche übte die Gutsherrschaft aus.[4]

1869 erwarb der nachfolgend nobilitierte Teil der Familie Schulz (Schulz 3 genannt) die Besitzung.[6] Besitzer wurde Friedrich Schulz von Heinersdorf (1834–1894),[7] verheiratet mit der Generalstochter Anna Kayser, deren Kinder alle schon in Möstchen geboren wurden. 1930, also vor der Wirtschaftskrise, beinhaltete das Rittergut des Hans-Henning von Schulz (1884–1957) mit Nebengütern 1735 ha. Davon waren 917 ha Forsten.[8]

Das Dorf gehörte bis 1945 zum Landkreis Züllichau-Schwiebus.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Region mit dem Dorf von der Roten Armee besetzt. Nach Kriegsende wurde Möstchen unter polnische Verwaltung gestellt. In der Folgezeit wurde die Bevölkerung von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde vertrieben und durch Polen ersetzt.

Demographie

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner Anmerkungen
1840417[5]
1858532darunter zwanzig Katholiken und vier Juden[4]
1933515[9]
1939494[9]
1998532
2011543
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Persönlichkeiten

  • Theodor von Brescius (1798–1871), Gutsbesitzer, Landrat und preußischer Parlamentarier
  • Elli Hecker (* 1926), Präsidiumsmitglied des Anglerverbandes der DDR

Sehenswürdigkeiten

Literatur

  • Königliches Statistisches Bureau: Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung. Nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. Dezember 1871, Selbstverlag (Dr. Engel), Berlin 1873, S. 176.

Quellen

  • Möstchen, In: CompGen, Köln 2022.
  • Amtsbezirk Möstchen, In: Territoriale Veränderungen in Deutschland und deutsch verwalteten Gebieten 1874–1945, Rolf Jehke, Herdecke 2018.

Einzelnachweise

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